Neuenkirchen
Di., 24.01.2012
Offlum heißt „Opfer des Gottes El“
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-kös- NEUENKIRCHEN. Was hat er nicht schon alles historisch ausgegraben - auch im wörtlichen Sinne - und veröffentlicht: Heimatforscher Heinz Koops. Er arbeitet - nein, er lebt - ehrenamtlich für den Verkehrsverein Pro Neuenkirchen. Am Samstag führte er seine „Kollegen“ an die überlieferten Stätten des Offlumer Sees.
Sie lernten, dass hier im „Münsterländischen Kiessandzug“ vor 5000 Jahren die Gestorbenen noch beerdigt und nicht wie später, vor 3000 Jahren in der Bronzezeit, verbrannt wurden. „Die Urnengräber waren vom Offlumer See bis rüber zum Sportplatz am Haarweg verteilt“, sagt Koops. „Sie sind älter als die Pyramiden. Und das in Neuenkirchen!“ Eine Tradition, die in der Eiszeit von den Dänen hierher gebracht wurde.
„Wir wollen die Mitglieder des Verkehrsvereins in regelmäßigen Abständen zu einem informativen und zwanglosen persönlichen Treffen einladen, mal außerhalb der wirtschaftlichen und Hecking-Gelände-Themen“, sagt Vorsitzender Reinhard Holthaus. Und so lernten sie, dass der Name „Offlum“ vom „Opfer des Gottes El“, also „Off-El-Um“ abgeleitet ist - mit „Um“ als Um-Land, so wie in „Landers-Um“ und „Haar-Um“. Und stimmt die Geschichte wirklich, dass mitten im heutigen See ein Hügel war, auf dem ein Kloster stand, auf dem man heute noch das „Bengelklöcksken“ hören kann?
Mit viel überlieferten Informationen sowie einem guten Kaffee am See-Café beendete der Verkehrsverein einen lockeren und informativen Samstagnachmittag.
