Do., 22.01.2009

Nordwalde Das Duell

Von Michael Schwakenberg

Nordwalde . Anläufe hat es schon einige gegeben – zu einem Aufeinandertreffen auf dem Podium ist es bislang aber noch nicht gekommen. Denn CDU-Bürgermeisterkandidatin Sonja Schemmann hat bislang immer abgelehnt, wenn sie zu einem Duell mit ihrem Kontrahenten Lothar Fink eingeladen wurde. Der ist Kandidat von SPD , UWG und Grünen und soll für die drei Parteien den Chefsessel im Rathaus erobern, der nach dem Rücktritt von Amtsinhaber Dietmar Brockmeyer frei wird (die WN berichteten). Ginge es nach ihm, hätte er sich schon öfter mal öffentlich mit Sonja Schemmann auseinandergesetzt.

Zugesagt haben jetzt beide Kandidaten für eine Podiumsdiskussion, zu der die Westfälischen Nachrichten die gesamte Nordwalder Bevölkerung am 19. April (Sonntag) ins Forum der KvG-Schule einladen. Von 11 bis 13 Uhr werden Fink und Schemmann Rede und Antwort stehen und sich auch den Fragen aus dem Publikum stellen.

Dass die CDU und namentlich Sonja Schemmann bislang die direkte Konfrontation gemieden haben, ist für den CDU-Fraktionsvorsitzenden Willi Volpers schlichtweg Teil der Wahlkampfstrategie: „Wir wollen keinen Personen-, sondern einen Themenwahlkampf“, sagte er kürzlich im Gespräch mit den WN. Die SPD-Parteivorsitzende Anneli Hegerfeld-Reckert würde es hingegen begrüßen, wenn die beiden Kandidaten öfter aufeinanderträfen: „Bei einem direkten Vergleich kann man die beiden Seiten am besten kennenlernen.“

Angefangen hatte die ganze Diskussion um die Podiumsdiskussion mit einer Initiative von Katholischer Frauengemeinschaft (Kfd) und Katholischer Arbeitnehmerbewegung (KAB), die bereits am 9. November vergangenen Jahres beide Kandidaten aufs Podium bitten wollten. Das habe allerdings, so Kfd-Teamsprecherin Hedwig Fischer, Pfarrer Bernd Strickmann nicht gerne gesehen. Denn der anvisierte Termin sei am Sonntagmorgen zur besten Gottesdienstzeit gewesen. Weitere Terminvorschläge habe die CDU immer abgelehnt. Schließlich habe der CDU-Ortsvorsitzende Oliver Hordt ganz offen eingestanden, dass die Christdemokraten auch gar nicht gewillt seien, dem in Nordwalde weitgehend unbekannten Lothar Fink eine Plattform zu bieten. Aktueller Stand der Dinge ist, dass Kfd und KAB beide Kandidaten zu einem öffentlichen Gespräch am 8. Mai eingeladen haben. Ob es angesichts der WN-Veranstaltung dabei bleibt, ist laut Hedwig Fischer jedoch noch offen.

Misst man Sonja Schemmann an ihren eigenen Worten, wird sie diese Einladung erneut ausschlagen. „Ich bin nicht grundsätzlich gegen eine Diskussion, aber ich habe nicht nur von Kfd und KAB, sondern von vielen Vereinen Anfragen bekommen. Deshalb haben wir uns entschlossen, nur an einer zentralen und neutralen Veranstaltung teilzunehmen“, hatte Schemmann bereits vor einiger Zeit gegenüber den WN klargestellt.

Lothar Fink bedauert die Zurückhaltung seiner Kontrahentin. Aber auch ohne sie will er die Einladungen der Vereine annehmen und sich sowie seine Ideen und Ziele vorstellen. Dazu ist Sonja Schemmann übrigens auch bereit, aber eben nur, so lange Fink nicht dabei ist.

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