Amt fordert Einsatz und Verantwortung
Fr., 20.01.2012
Presbyterwahl: Kandidaten stellen sich vor
Doris Elshoff
Nordwalde -
„Aufkreuzen für die Gemeinde“ lautet das Motto der Kirchenwahlen, die am 5. Februar (Sonntag) in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) stattfinden. Alle vier Jahre stehen die Presbyterien, die Leitungsgremien der örtlichen Kirchengemeinden, zur Wahl. Am morgigen Sonntag (22. Januar) stellen sich die fünf Nordwalder Kandidaten im Anschluss an den Gottesdienst (gegen 11.20 Uhr) in der Christuskirche persönlich vor. Folgende treten bei der Wahl an:
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► Privatdozent Dr. Detlef Aufderheide (51) stammt wie seine Frau Christine aus Bielefeld,
ist Wirtschaftsethiker und Wirtschaftswissenschaftler, zweifacher Familienvater und wohnt seit 19 Jahren in Nordwalde. Als Angehöriger der „mittleren Generation“ will er die Wünsche und Interessen der unterschiedlichen Altersgruppen hören und in Einklang bringen. Außerdem will er sich besonders den finanziellen Herausforderungen stellen: „Die haben unsere Gemeindebezirke näher zusammenrücken lassen. Gern möchte ich an unserem Ansatz weiter mitwirken, dies vor allem als Chance für das Miteinander zu begreifen und zu leben – und unvermeidliche Nachteile möglichst zu mildern, etwa durch den verlässlichen Fahrdienst ab Christuskirche.“
► Doris Elshoff (44) ist Mutter ist gelernte Bäckereifachverkäuferin, Mutter von drei Kindern und seit ihrer Heirat im Jahr 1999 im Familienbetrieb ihres Mannes im Scheddebrock tätig. Der Bezug zur evangelischen Kirche besteht schon seit ihrer Kindheit, da sie aus einer Küsterfamilie im Raum Melle stammt. Seit über 30 Jahren ist sie in der Kirchenmusik aktiv, seit 2005 spielt sie Trompete im Posaunenchor. „Das macht mir großen Spaß und es ist mir wichtig, das Lob Gottes durch Wort, Tat und Musik in die Welt zu tragen, denn gerade die Musik verbindet Jung und Alt.“ Allen Generationen gerecht zu werden, das will sie auch als Presbyterin. „Mein Konfirmationsspruch lautet: ,Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht.‘ (Johannes 15, 5) Dieser Vers hat mich bereits mein ganzes Leben lang begleitet und bedeutet für mich, dass ich der Gemeinde gerne helfen möchte, weiter so aktiv und lebendig zu sein.“
► Swen Gerlach (44), geboren in Iserlohn und aufgewachsen in Münster, lebt seit 1980 in Nordwalde. Mit seiner Frau Susanne hat er einen achtjährigen Sohn. Der Gärtnermeister hat sich 1998 mit einer Zierpflanzen- und Friedhofsgärtnerei sowie mit ein Blumengeschäft selbstständig gemacht. „Während meiner Tätigkeit auf dem Friedhof erlebe ich immer wieder trauernde Angehörige. Ich glaube, dass Gebete am Grab, feierliche Gottesdienste in der Kirche und die Teilnahme am Leben in der Gemeinde in so einer Situation helfen können. In der Gemeinde findet der Einzelne Trost im Glauben mit Gleichgesinnten.“ Für ihn gehören christlicher Glaube und Kirche deshalb untrennbar zusammen. Als
Presbyter will er seine persönlichen sowie seine unternehmerischen Erfahrungen einfließen lassen.
► Knut Jensen (64) ist gebürtiger Münsteraner, Architekt und wohnt seit 41 Jahren in Nordwalde. 1988 wurde er das erste Mal in das Presbyterium der Kirchengemeinde Nordwalde-Altenberge gewählt und arbeitet seitdem durchgängig in dem Gremium mit, „um meine Freizeit sinnvoll in der Gemeindearbeit einzusetzen“, wie er selbst sagt: „Mit Gottes
Hilfe und einer ausreichenden Zahl von Wählerstimmen wäre ich auch in den nächsten vier Jahren bereit und in der Lage, das Presbyteramt wahrzunehmen.“
► Dirk Otto (31) befindet sich derzeit in der letzten Phase seines Studiums der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Münster. Seit 2002 engagiert er sich ehrenamtlich in der Gemeinde, unter anderem im Bereich der Jugend- und Konfirmandenarbeit sowie in einzelnen Projekten und in der Gremienarbeit. Seit 2008 gehört er dem Presbyterium an. „Die Arbeit im Presbyterium empfinde ich nach wie vor als Herausforderung, aber auch als Chance, die es in meinen Augen zu nutzen gilt. Ich glaube, dass ich mit meinen Erfahrungen, meinem Engagement und meiner Motivation mithelfen kann, unsere Kirchengemeinde auch in den kommenden Jahren zu unterstützen und zu stärken.“ Das
„sehr bunte und facettenreiche Gemeindeleben mitzugestalten und es weiterzuentwickeln“ liegt ihm besonders am Herzen. Presbyter zu sein bedeutet für ihn, die Verantwortung dafür zu übernehmen, „dass die Kirchengemeinde verantwortungsbewusst geleitet wird und weiterhin ein Ort bleibt, an dem sich Menschen sich zu Hause fühlen und sich mit ihren Ideen und Möglichkeiten einbringen können“.