Fr., 21.09.2012

Überraschend, originell, rausragend Willi Blöß erhält den Biografiepreis 2012 / Aachener Künstler beweist Selbstironie

Überraschend, originell, rausragend : Willi Blöß erhält den Biografiepreis 2012 / Aachener Künstler beweist Selbstironie

Die Preisverleihung fand gestern Nachmittag im Rathaus statt. Neben Dr. Andreas Mäckler (l.) und Stefan Schwidder (M.) vom Biografiezentrum in Bad Soden-Allendorf gratulierten Matthias Grenda (r.) und Willi Blöß‘ Ehefrau Peatriz dem Preisträger. Foto: msc

Nordwalde - 

Willi Blöß aus Aachen ist der Träger des Deutschen Biografiepreises 2012. Dr. Andreas Mäckler vom Deutschen Biografiezentrum überreichte ihm gestern im Nordwalder Rathaus den Preis zum Auftakt der 5. Nordwalder Biografietage. Bei der Suche nach einem Preisträger habe man in Willi Blöß‘ Werk „das Überraschende, das Originelle und Herausragende“ gefunden, betonte Mäckler in seiner Laudatio.

Von Michael Schwakenberg

Bös hat seit 2002 20 Künstlerbiografien als Comics in Taschenkalenderformat erstellt, die mit seinen eigenen Comics illustriert sind. „Warum ein solches Werk im Kleinformat auszeichnen, wo Comics ohnehin Jahrzehnte lang despektierlich behandelt worden sind und als Schundliteratur bezeichnet wurden?“ fragte Mäckler – und gab gleich die Antwort: „Wir zeichnen in diesem Jahr weniger ein einzelnes Werk aus, als vielmehr eine Werkreihe.“ Rund zwei Dutzend Bilder aus Blöß‘ Comics sind derzeit im Großformat im Rathaus ausgestellt. Der eher bescheiden auftretende Preisträger überraschte im Sitzungssaal mit einer trockenen Mischung aus Eigenlob und Selbstironie: „Meine Bilder sind besser als andere Comics, weil sie mehr Tiefgang haben. Und außerdem wurde noch nie eine Ausstellung eröffnet, bei der es zu jedem Bild ein Comic gab. Sie erleben also einen historischen Moment“, scherzte Blöß. Eröffnet wurden die Nordwalde Biografietage von Matthias Grenda. Der Initiator dieser inzwischen viel beachteten Veranstaltungsreihe blickte auf die „schwierigen Anfänge“ in Nordwalde zurück, ehe er sich dem diesjährigen Leitthema „Tod – Teil des Lebens“ widmete. Das Thema sei so vielfältig, dass er nach rund anderthalb Jahren der Vorbereitung und unzähliger Gespräche ein zweiwöchiges Programm hätte gestalten können. An die Gäste richtete er den Appell: „Lasst uns das Spannungsfeld zwischen Angst und Sehnsucht mit Leben füllen.“ Welchen Stellenwert die Nordwalder Biografietage inzwischen haben, verdeutlichten die Gäste: Neben Bürgermeisterin Sonja Schemmann und Landrat Thomas Kubendorff, die zum wiederholten Mal die Schirmherrschaft übernommen haben, nahmen auch Barbara McQueen, Witwe von Hollywood-Legende Steve McQueen, und Mario Adorf an der Eröffnung teil. Adorf hatte gestern Abend vor 200 Zuhörern eine Lesung im ehemaligen Sportzentrum „4-You“. Barbara McQueen zeigt am heutigen Samstag ab 18 Uhr Bilder ihres verstorbenen Mannes auf dem Bispinghof.

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