Di., 29.03.2016

Freies WLAN soll gefördert werden Freifunk bald auch in Nordwalde?

Zahlreiche Zuhörer informierten sich über die Möglichkeiten und Grenzen des Freifunkes in der Gemeinde

Zahlreiche Zuhörer informierten sich über die Möglichkeiten und Grenzen des Freifunkes in der Gemeinde Foto: Sigrid Terstegge

Nordwalde - 

Auch in Nordwalde gibt es viele Interessenten, die sich über eine Freifunkmöglichkeit in ganz Nordwalde freuen würden.

Von Sigrid Terstegge

Freies WLAN für alle überall – das ist das Ziel, für das die Freifunker werben. Kürzlich hatten sie in Essmanns Café eingeladen, um das Prinzip des Freifunks vorzustellen. Dazu erklärte Oliver Palstring, Vorsitzender der Gewerbegemeinschaft Sonnenschein in Steinfurt , wie sich das Netz in Steinfurt entwickelt hat und welche Vorteile es Firmen und Geschäften bietet.

„Freies WLAN in der Innenstadt über einen Anbieter sollte nur rund um das alte Rathaus etwa 12 000 Euro kosten“, schilderte Palstring seine ersten Versuche, den Internetzugang zu schaffen. Also suchte er nach einer weiteren Möglichkeit. Die fand er über Kontakte in Paderborn bei der Freifunkeridee. Jeder Privatmensch, jedes Geschäft, das über einen Anbieter ins Internet geht, zwackt von seiner Netzgeschwindigkeit einen Teil ab und gibt ihn über einen speziellen Router für die Allgemeinheit frei.

„In Steinfurt gibt es inzwischen 100 Freifunkrouter“, erläuterte Hermann Stubbe , der technische und rechtliche Fragen beantwortete. Mehr als 1800 Knoten (Router) sind derzeit im Kreis Steinfurt permanent in Betrieb. Wenn jemand auf seinem Handy etwa die verfügbaren WLANs anschaut, so braucht er nur auf das „Freifunk“-Netz zu klicken und wird ohne Passwortabfrage oder Anmeldeseite mit dem Internet verbunden. Das funktioniert in ganz Deutschland, erklärt Stubbe.

Was ist aber, wenn jemand zum Beispiel illegal Musik über den Freifunkrouter herunterlädt, lautete die Frage nach der sogenannten Störerhaftung. „Der Freifunkrouter ist über eine Art uneinsehbaren Tunnel mit dem Server des Vereins Freifunk Rheinland, der als Provider auftritt, verbunden“, erklärte Stubbe. Da Provider nicht in der Störerhaftung sind, kann niemand haftbar gemacht werden, so Stubbe.

Rein technisch gesehen verschenkt jeder Freifunker einen Teil seiner Geschwindigkeit. Ein einfacher Router für den Privatgebrauch kostet 20 Euro. Richtfunkrouter für einen Biergarten etwa liegen bei 100 Euro. „Beim installieren bieten wir vom Verein Unterstützung an“, versicherte Stubbe.

Um das Freifunk-Projekt weiter anzuschieben, stellt der Ortsverein Bündnis 90 / Die Grünen Nordwalde fünf Freifunk-Router kostenlos zur Verfügung. In Nordwalde gibt es inzwischen Freifunk bei Essmann, im Flüchtlingscontainer am Bispinghof und im Trendelkamp-Gebäude.

Weitere Informationen gibt es auch auf der Homepage

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