Fr., 15.01.2016

Volksbank legt Zahlen 2015 vor / Leicht rückläufige Ertragslage Niedrigzinsen dämpfen den Optimismus

Blicken „verhalten optimistisch“ ins neue Jahr: die beiden Volksbank-Vorstände Andreas Hartmann (l,) und Dietmar Dertwinkel.

Blicken „verhalten optimistisch“ ins neue Jahr: die beiden Volksbank-Vorstände Andreas Hartmann (l,) und Dietmar Dertwinkel. Foto: Michael Schwakenberg

Nordwalde/Altenberge/Greven - 

Niedriges Zinsniveau bedeutet niedrige Margen. Und niedrige Margen drücken das Ergebnis. Auf diese Formel könnte man bringen, was 2015 in erster Linie dazu geführt hat, dass die Volksbank ihr Ergebnis aus dem Vorjahr nicht halten konnte. Fünf Millionen Euro beträgt der Gewinn vor Steuern.

Von Michael Schwakenberg

Insgesamt 850 000 Euro (2014: 1 Million Euro) Gewerbesteuern fließen an die drei Kommunen Greven, Nordwalde und Altenberge freuen. Auch bei der Dividende gibt‘s leichte Abzüge: fünf Prozent (inklusive Bonus) statt sechs Prozent in 2014. Am Ende sank auch der Jahresüberschuss auf 600 000 Euro (2014: 700 000 Euro).

„Trotzdem haben wir unser Planziel erreicht und können unser Eigenkapital weiter stärken“, sagte Vorstandsmitglied Andreas Hartmann gestern Morgen bei der Bilanzpressekonferenz.

Trotz der leichten Abstriche sind Hartmann und sein Vorstandskollege Dietmar Dertwinkel alles in allem „zufrieden“ sind mit der Entwicklung „ihrer“ Bank. Denn die wächst weiter – und das überdurchschnittlich stark. So ging das Kundengeschäftsvolumen um 3,4 Prozent nach oben auf jetzt 1,1 Milliarden Euro. Die Bilanzsumme stieg sogar um 7,6 Prozent auf jetzt 565 Millionen Euro.

Als Grundsteine für den Erfolg sehen die beiden Vorstände nach wie vor das genossenschaftliche System, die Verwurzelung vor Ort und auch das solide Umfeld, das das Münsterland bietet. Dertwinkel: „Wir leben in einer prosperierenden Region mit wachsenden Kommunen, gesunden Unternehmen und nahezu Vollbeschäftigung.“ Davon profitiert auch die Volksbank: Die Nachfrage nach Baufinanzierungen sei auch 2015 „sehr rege“ gewesen. Und im Bereich der Firmenkunden habe sich allein die Nachfrage nach Neukrediten auf über 50 Millionen Euro belaufen.

Auch wenn eine von der Volksbank in Auftrag gegebene „Konjunkturumfrage“ fast schon euphorische Stimmung bei den 57 beteiligten Unternehmen im Geschäftsgebiet erkennen lässt, blicken Hartmann und Dertwinkel diesmal „nur verhalten optimistisch“ ins neue Geschäftsjahr. Hauptsächlich wegen des anhaltend niedrigen Zinsniveaus und der Regulierungswut der EU, die gerade zu Lasten kleinerer Banken gehe. Dertwinkel: „Man will damit einen Zusammenbruch wie 2008 verhindern. Den haben aber die Großbanken verursacht. Volksbanken und Sparkassen wirkten damals stabilierend.“ Gleichwohl müsse ein Haus wie die Volksbank Greven 2,5 Stellen nur fürs Meldewesen zur Verfügung stellen, um täglich „tonnenweise Daten“ an die Finanzaufsicht zu übermitteln. Hartmann: „Bei einer Großbank fällt so etwas nicht ins Gewicht, bei uns schon.“

Für 2016 erwartet der Vorstand ein „moderates Geschäftswachstum bei einer leicht rückläufigen Ertragslage“.

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