Mo., 18.01.2016

Neujahrsempfang des evangelischen Kirchenkreises in der Jubi Protestanten als Migranten

Warben um Verständnis für Flüchtlinge:

Warben um Verständnis für Flüchtlinge: Foto: Daniel Cord

Nordwalde - 

„Der Protestantismus betrat die Weltbühne mit Migrationshintergrund“, sagte Pfarrerin Annette Muhr-Nelson am Sonntag in der Evangelischen Jugendbildungsstätte (Jubi). Beim Neujahrsempfangs des Evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken blickte die Leiterin des landeskirchlichen Amtes für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe) vor rund 80 Gästen aus Politik, Bildung und Kirche auf die Anfänge des evangelischen Glaubens zurück.

So seien einst protestantische Glaubensflüchtlinge wie Puritaner, Quäker und Pietisten in die sogenannte Neue Welt aufgebrochen. Heute, beinahe 500 Jahre nach dem Thesenanschlag Luthers zu Wittenberg, erfahre die Reformation eine nie gekannte Weite: „Das Reformationsjubiläum im kommenden Jahr begehen wir erstmals in ökumenischer Verbundenheit und in einer globalisierten, vernetzten Welt“, sagte die Theologin zur Eröffnung des Themenjahres „Weite wirkt – Reformation und die Eine Welt“. Theologische Fragen, gemeinsamer Glaube und die Verantwortung für unsere eine Erde machten heute nicht mehr Halt vor nationalen Grenzen. Am Vorabend des Reformationsjubiläums richtete Muhr-Nelson in Nordwalde den Blick auf den Protestantismus in anderen Erdteilen, verschwieg im Zusammenhang mit der Missionierung nicht Eroberung und Kolonialismus und sprach von einer „historischen Hypothek“.

In einer gut gefüllten Jubi widmete sich Superintendent Joachim Anicker der gegenwärtigen Diskussion um Flucht und Asyl. Die Menschheit erlebe dieser Tage „eine Völkerwanderung biblischen Ausmaßes“. Mit Blick in den Kirchenkreis dankte der leitende Theologe des Kirchenkreises haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern in den Kommunen und Kirchengemeinden, gleich welcher Konfession, für ihr enormes Engagement „Wer zu Gott Vater sagt, hat viele Geschwister in der Welt“, ermunterte er die Anwesenden.

Musikalisch entführten Kreiskantor Dr. Tamás Szőcs am Piano und Iris Gruber am Saxofon die Gäste auf eine Rundreise durch alle fünf Erdteile.

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