Mi., 20.01.2016

Neujahrsempfang der Gemeinde vor vollem Haus Zukunft gemeinsam gestalten

Das Leitungsteam der Nordwalder Ehrenamtsbörse mit Renate Jannemann (4.v.r.), Claudia Raestrup (3.2.v.r), Werner Füchter (2.v.r.), Norbert Nadicksbernd (2.v.l.) und Oliver Hordt (war verhindert) wurde von Bürgermeisterin Sonja Schemmann (3.v.l.) und ihren Stellvertretern Heinz Bölscher (r.) und Ewald Pölking (l.) stellvertretend für alle Mitstreiter mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Sonja Schemmann: „Sie sind eine riesige Bereicherung für unser Gemeinwohl“.

Das Leitungsteam der Nordwalder Ehrenamtsbörse mit Renate Jannemann (4.v.r.), Claudia Raestrup (3.2.v.r), Werner Füchter (2.v.r.), Norbert Nadicksbernd (2.v.l.) und Oliver Hordt (war verhindert) wurde von Bürgermeisterin Sonja Schemmann (3.v.l.) und ihren Stellvertretern Heinz Bölscher (r.) und Ewald Pölking (l.) stellvertretend für alle Mitstreiter mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Sonja Schemmann: „Sie sind eine riesige Bereicherung für unser Gemeinwohl“. Foto: Held

NORDWALDE - 

Vertreter der Nordwalder Vereine und Organisationen, aus der Politik, den Kirchen und der Verwaltung waren der Einladung zum Neujahrsempfang im Forum der KvG-Schule gefolgt. Neben Rück- und Ausblick standen auch zwei Ehrungen auf dem Programm.

Von Detlef Held

„Ich freue mich sehr über ein volles Haus zu unserem Neujahrsempfang“, begrüßte Bürgermeisterin Sonja Schemmann, zusammen mit ihren Vertretern Heinz Bölscher und Ewald Pöling Vertreter der Nordwalder Vereine und Verbände, aus der Politik und Verwaltung, vor allem auch die vielen ehrenamtlich engagierten Bürger. „Ohne sie alle würde unser Gemeindeleben nicht funktionieren“, machte sie deutlich, dass Dank der konstruktiven Zusammenarbeit auf allen Ebenen, Nordwalde lebens- und liebenswert ist.

Ein Beispiel dafür sei der noch junge Weihnachtsmarktverein, der in den vergangenen fünf Jahren tolle Ideen entwickelt hatte, der nicht nur von Nordwaldern, sondern auch auswärtigen Gästen geschätzt wird.

„Die größte Herausforderung für uns alle in 2015“, so Schemmann, „war und ist die Flüchtlingsproblematik.“ Aktuell hat Nordwalde 222 Flüchtlinge untergebracht. 108 sind Einzelpersonen, dazu kommen 27 Familien mit 56 Kindern. „Wie viele Menschen in diesem Jahr noch zu uns kommen, wissen wir nicht. Niemand sagt uns, womit wir rechnen müssen. Somit befinden wir uns in so etwas wie einem Ausnahmezustand“, fasste die Bürgermeisterin die Problematik zusammen. Doch das habe eben auch etwas Positives. Das zeige sich in der Zusammenarbeit und dem Zusammenhalt in der Bevölkerung. Alle hätten begriffen, dass es nicht auf die Verwaltung der Menschen in Not, sondern auf deren Integration ankomme. In Nordwalde werde das beispielhaft durch viele helfende Hände vorgelebt.

Über 80 Bürger sind aktiv in verschiedenen Ebenen eingebunden und sorgen dafür, dass dies gelingen wird, ist Schemmann überzeugt. Gleichzeitig werde auch für soziale Gerechtigkeit gesorgt. Die neu eingerichtete Kleiderkammer ist für jeden Bürger da, egal wo er herkommt.

Viel Lob gab es von der Bürgermeisterin für die „Ehrenamtsbörse“ die seit 2014 offiziell existiert. In dieser Organisation sind 30 Bürger unterschiedlichsten Alters aktiv, die anderen Organisationen, Vereine und auch Privatpersonen bei der Erledigung unterschiedlicher Aufgaben tatkräftig unterstützen. Dabei werden nicht nur „Daueraufgaben“ wie Vorlesen in der Schule, Spaziergänge mit älteren Bürgern oder auch Unterstützung des Offenen Ganztages, sondern auch kurzfristig spontane Hilfestellungen erledigt. So wird schnell eine Begleitung zum Arzt benötigt oder auch nur mal eine Glühbirne gewechselt. Jede Anfrage konnte bislang bedient werden. Das sei nicht selbstverständlich und sei deshalb eine besondere Auszeichnung wert. Schemmann: „Diese Börse ist für uns unentbehrlich.“

Vorbildlich für ehrenamtliches Engagement ist auch das Wirken des Reit- und Fahrvereins. 2006 hatte dieser die Idee, eine neue Reit- und Fahrsportanlage zu gründen. 2010 begannen die Bauarbeiten, 2014 fand das erste Turnier auf der neuen Anlage statt. Dies alles wurde aus eigener Kraft und mit Hilfe der Mitglieder und vieler Freunde des Vereins geschafft. Stellvertretend wurden der Vorsitzende Franz-Josef Melchers und seine Stellvertreterin Rita Brand für dieses Engagement mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet.

In ihrem Ausblick auf 2016 umriss Sonja Schemmann die Schwerpunkte der zu bewältigenden Aufgaben. Dazu gehört ein möglicher Breitbandausbau eventuell mit dem Unternehmen Deutscher Glasfaser. Auch die Telekom sei interessiert. Die Ortskerngestaltung zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und der Rathausneubau – für beides werden Förderanträge gestellt – und die Fertigstellung der Umgehungsstraße gehören ebenfalls dazu. Im Rahmen einer Bürgersammlung am 23. Februar (Dienstag) sollen diese Planungen erläutert werden.

Natürlich bleibt auch die Flüchtlingssituation Thema. Ab Februar werden im „Jubi“ minderjährige unbegleitete Flüchtlingskinder aufgenommen. Eine ganz neue Herausforderung.

Für den musikalischen Rahmen beim Empfang sorgte das Sinfonieorchester der Musikschule unter Leitung von Michael Gantke.

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