Di., 26.01.2016

Streiken nur an Karneval Wenn Narren aus der Luft kommen

NORDWALDE - 

Scheddebroker Airline lockte die Narren ins Haus Drüen. Und hier blieb kein Auge trocken.

Im Haus Drüen trafen sich die Scheddebröcker Narren um zünftig ihren Karneval zu feiern. Angeführt vom Prinzenpaar Stefan Edeler und Kristen Wiening zog die Elferrat-„Crew“ unter Leitung von Chefstewardess und Zeremonienmeisterin Monika Weischer in den rappelvollen Saal im Haus Drüen ein.

„Bei Scheddebrock Airlines wird nur an Karneval gestreikt, denn da wird es bei Drüen an der Theke Zeit.“ Und das ließen sich die Mitglieder des Elferrates nicht zweimal sagen. Als Stewardessen und Piloten verkleidet stellten sie die Koffer ab und heizten den Narren bis in die Morgenstunden ordentlich ein.

Am Sonntag folgte dann der Bunte Nachmittag. Elferrat, Büttenredner und die Männertanzgruppe „Die Fleischbällchen“ lieferten ein unterhaltsames Programm.

Dabei konnten Ele Riwjakin und Babsi Hüslmann-Westhues ein neues Konzept für die Refinanzierung des neuen Sportgeländes der Gemeinde darlegen. Klofrau Ele konnte Babsi – die ein wirklich dringendes „Bedürfnis“ hatte – eine Vielzahl von Servicedienstleistungen rund um den Toilettengang anbieten. Da war die Wahl zwischen „großem oder kleinem Geschäft“, der Kabine und Farbe des Toilettenpapieres. Auch die Duftnote des Parfüms konnte zusammengestellt werden. Dumm nur, dass sich bei der großen Auswahl das eilige „Geschäft“ bald erledigt hatte. Aber auch hier konnte Ele mit frischer Unterwäsche und neuen Hosen helfen. Dass die Kosten für den Toilettengang am Ende weit über 100 Euro betrugen, würde Bürgermeisterin Sonja Schemmann sicher in die Karten spielen.

Martin Gerke und Dennis Laukötter wussten als letzte Knackis aus dem Gefängnis im Scheddebrock allerlei „Übeltaten“ der Bewohner zu berichten. Dass dabei natürlich auch auf die bevorstehende Unterbringung von Asylbewerbern an der Brookstiege angespielt wurde, lies sich natürlich nicht vermeiden. Wenn das baufällige Gebäude für Flüchtlinge gut genug wäre, könnte das Rathaus ja auch für die Bediensteten noch gut genug sein, war die Meinung.

Aber so mancher Bewohner der Bauerschaft bekam natürlich auch noch sein Fett weg. Da gab es Leute, die versuchten, Pilzbewuchs auf ihrem Rasen mit Essig zu begegnen, Feierwütige, die sich zu Fuß auf den Heimweg machen wollten, aber statt im Scheddebrock in Emsdetten landeten, und Radfahrer, die mit der Bedienung ihres E-Bikes doch große Probleme hatten.

Ihre Premiere in der Bütt feierte Yvonne Wessels als Bauchredner-Puppe „Urs“. Gemeinsam mit Mathilde Averbeck gab sie als vorlautes Federvieh so manche „Weisheit“ von sich. So wusste sie zum Beispiel, das Nero Rom nur deshalb angezündet hat, weil es Westerode damals noch nicht gab.

Zwischen den Vorträgen gab es eine große Tombola. Reichlich Preise konnten an den Mann, die Frau und den Narren gebracht werden. Die Fleischbällchen wussten als Boxer mit ihren Groupies zu überzeugen und boten eine eigene Interpretation des Musicals „Rocky“ dar.

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