Di., 02.02.2016

Träger und Leiter fordern mehr Geld Missmut in den Kindergärten

Landtagsmitglied Christina Schulze Föcking (4.v.l.) und Kreistagsmitglied Franzis Ruwe (2.v.r.) informierten sich bei den Leitern und Trägern der Nordwalder Kindergärten über die aktuelle Situation (v.l.): Arne Seegers (Awo),

Landtagsmitglied Christina Schulze Föcking (4.v.l.) und Kreistagsmitglied Franzis Ruwe (2.v.r.) informierten sich bei den Leitern und Trägern der Nordwalder Kindergärten über die aktuelle Situation (v.l.): Arne Seegers (Awo), Foto: CDU

Nordwalde - 

Die Träger und Leiter der Nordwalder Kindertageseinrichtungen haben sich erneut mit der Landtagsabgeordneten Christina Schulze Föcking (CDU) aus Burgsteinfurt getroffen, um sich über die Situation in den Kitas auszutauschen. Von allen Anwesenden wurde bemängelt, dass die Unterstützung der Kitas durch das Land NRW nicht ausreiche. Sandra Dömer, Leiterin der „Outlaw“-Kindertageseinrichtung auf dem alten Sportplatz, merkte an: „Wir erhalten für die Betreuung der Flüchtlingskinder keine Unterstützung außerhalb unseres Trägers.“

Von Michael Schwakenberg

Eine weitere Herausforderung für die Einrichtungen, waren sich die Beteiligten einig, sei die Inklusion. Zahlreiche Kitas hätten mehr Kinder aufgenommen als der Zuteilungsschlüssel ihnen vorgibt. Pfarrer Ulrich Schulte Eistrup: „Wir nehmen diese Kinder selbstverständlich gerne auf. Allerdings ist es nicht gerecht, wenn wir diese Aufgabe dauerhaft zum Nulltarif machen sollen. Wie bei den Flüchtlingen erhalten wir nämlich auch für diese besonderen Bedarfe keine gesonderte Unterstützung durch das Land.“

Hat im vergangenen Jahr besonders die neu gegründete Outlaw-Kita Kinder aus Flüchtlingsfamilien aufgenommen, wird die Verteilung in diesem Jahr anders laufen. „Ab Sommer werden alle Kitas prozentual an dieser Aufgabe beteiligt“, erläuterte Ordnungsamtsleiterin Dagmar Hilgenbrink gestern auf Anfrage der WN. Sie betonte, dass der Kindergartenbesuch für Flüchtlingskinder besonders wichtig sei: „Alle Kinder ab sechs Jahren sind schulpflichtig. Und im Kindergarten haben Flüchtlingskinder die beste Chance, die deutsche Sprache zu lernen. Das klappt meistens innerhalb von wenigen Monaten.“

Zuständig für die Budgetierung vor Ort ist das Kreisjugendamt. Kirsten Wessling, Sprecherin des Kreises Steinfurt, teilte gestern auf Nachfrage mit, dass Kitas für Flüchtlingskinder keine höhere Pauschale als für einheimische Kinder bekommen. Sie gab zu bedenken: „Viele Flüchtlingskinder gehen aber noch gar nicht in eine Kita, sondern besuchen vom Land finanzierte Brückenprojekte. Ob die Pauschalen reichen oder nicht, muss sich erst noch zeigen.“

In einer Pressemitteilung weist das Büro von Schulze Föcking darauf hin, dass die CDU-Landtagsfraktion bereits im vergangenen Jahr gefordert habe, die Kitas bei der Betreuung von Flüchtlingskindern und sogenannten Inklusionskindern besser zu unterstützen. Ziel sei es gewesen, nicht nur dem Förderbedarf der Kinder gerecht zu werden, sondern auch die Mehrbelastungen der Erzieherinnen zu begrenzen. Beide Anträge seien von Rot-Grün abgelehnt worden.

Dazu Christina Schulze Föcking: „Die Politik von Rot-Grün bleibt weit hinter den aktuellen Erfordernissen zurück. Sie wird der Verantwortung gegenüber den Kindern, den Familien und den Erzieherinnen nicht gerecht.“ Sie forderte: „Wir brauchen dringend einen Bürokratieabbau, wir müssen Vertrauen schenken und wir benötigen Finanzmittel, die Spielraum vor Ort schaffen.“

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