Mi., 10.02.2016

Minister zeichnet Trendelkamp aus Kompliment aus Düsseldorf

Haben allen Grund zur Freude: Josef und Josef jr. Trendelkamp mit der von Minister Garrelt Duin eigenhändig unterzeichneten Urkunde. Das Bestuhlungssystem aus Nordwalde ist weltweit in zahlreichen Sitzungssälen eingebaut.

Haben allen Grund zur Freude: Josef und Josef jr. Trendelkamp mit der von Minister Garrelt Duin eigenhändig unterzeichneten Urkunde. Das Bestuhlungssystem aus Nordwalde ist weltweit in zahlreichen Sitzungssälen eingebaut. Foto: msc

Nordwalde - 

Mit seinem Bestuhlungssystem für Plenarsäle und Konferenzräume ist Trendelkamp seit Jahren ein weltweit gefragter Spezialist. Noch mehr sogar: Das Nordwalder Unternehmen ist auf diesem speziellen Gebiet sogar weltweit führend. Somit kam eine Auszeichnung seitens des Wirtschaftsministerium aus Düsseldorf jetzt vielleicht überraschend, aber bestimmt nicht aus heiterem Himmel. Denn mit ihrer Kampagne „Germany at its best“ will die Landesregierung Firmen aufspüren und zu Ruhm verhelfen, die nicht wie die großen Konzerne in der Öffentlichkeit stehen, sondern im Verborgenen arbeiten und Bestleistungen hervorbringen.

Von Michael Schwakenberg

Nun wächst die Zahl der Wettbewerbe, Rankings und sogenannten Awards zwar stetig, so dass das schon fast eine inflationäre Wirkung hat. Die Urkunde aus Düsseldorf ist für Firmenchef Josef Trendelkamp aber dennoch eine besondere Auszeichnung: „Wir freuen uns deshalb darüber, weil wir dafür ja auch gearbeitet haben.“ Josef Trendelkamp jr. ergänzt: „Und wir haben uns nicht beworben. Wir sind ausgesucht worden.“

Von langer Hand geplant war die Entwicklung besagten Bestuhlungssystems Anfang der 90er Jahre nicht. Vielmehr war sie einer Folge der Wiedervereinigung geschuldet, denn die konnte bei der Planung des neuen Plenarsaals in Bonn damals noch keiner absehen. „Der Bau stand ja längst – und plötzlich kamen 150 Parlamentarier aus den neuen Bundesländern dazu“, erinnert sich Trendelkamp.

Also musste der Abstand zwischen den Reihen verringert werden, wobei zunächst allerdings die Feuerwehr nicht mitspielte, da die Breite der Fluchtwege dann nicht mehr gestimmt hätte. „Erst recht nicht bei Panik und umgefallenen Stühlen“, erläutert Trendelkamp. Sein Unternehmen hatte damals schon den Auftrag für die Unterkonstruktion – und entwickelte kurzerhand ein Bestuhlungssystem mit festverankerten, aber dennoch verschiebbaren Stühlen, die rein mechanisch mit Hilfe von Gewichten an den dazugehörigen Tisch gezogen werden, sobald niemand mehr darauf sitzt.

Was aus der Not geboren wurde, ist inzwischen in zahlreichen Parlamenten und Sälen auf der ganzen Welt verbaut. Aktuell wird der Hörsaal einer Hochschule in London damit ausgestattet, und auch aus der Schweiz gibt es wieder einen Auftrag. Aber nicht nur wegen der Brandschutzauflagen ist das System gefragt. Trendelkamp: „Auch aus optischen Grünen, denn es sieht immer ordentlich aus. Und den Saaldiener kann man sich auch sparen.“

Wenn auch weltweit führend, ist Trendelkamp trotz Patentierung nicht konkurrenzlos am Markt. Den Ideenklau sieht der Chef – angesichts prominenter Aufträge – jedoch mit westfälischer Gelassenheit: „Meistens gewinnen wir.“ Und genau deshalb gab´s jetzt die von Minister Garrelt Duin eigenhändig unterzeichnete Urkunde.

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