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Di., 18.10.2016

Fehlfunktion führte zum Fischsterben Brüggemannsbach war vergiftet

 

  Foto: Detlef Held

Nordwalde - 

Die Fehlfunktion eines Schiebers in der Kläranlage führte am Samstag (15. Oktober) dazu, dass sich das Wasser am Brüggemannsbach von der Kläranlage bis etwa zur Höhe des Hofes Lütke-Elshoff braun färbte und es kräftig stank. Auch Fische verendeten.

Von Detlef Held

Durch den Defekt des Schiebers war das sogenannten Haveriebecken übergelaufen und das mit „Eisen-III-Chlorid“ versetzte Wasser floss in den Bach, der vor allem als Vorfluter genutzt wird. Eisendreichlorid ist eine chemische Verbindung, die in Kläranlagen zum Einsatz kommt, um den Reinigungsprozess des Abwassers zu beschleunigen.

Durch die Einleitung des Eisen-III-Chlorids wurde der pH-Wert im Gewässer reduziert, durch den Abbauprozess sank außerdem der Sauerstoffgehalt im Gewässer. Beides führte dann zu dem Fischsterben.

„Auf Veranlassung der Gemeinde wurde am frühen Abend nach Bekanntwerden des Vorfalles eine Fachfirma beauftragt, den Bach zu reinigen“, erklärte Thorsten Menzel von der Verwaltung. Dazu wurde eine Sperre errichtet, um das verschmutzte Wasser mit Hilfe von Güllewagen abzupumpen. Wegen der einbrechenden Dunkelheit war auch die Feuerwehr alarmiert worden, um den Bereich auszuleuchten.

Etwa eine Schubkarre voller toter Fische wurden abgefischt und entsorgt, sagt Thorsten Menzel. Auch der verseuchte Boden wurde abgetragen. Erst nach Mitternacht am frühen Sonntagmorgen waren diese Reinigungsarbeiten beendet.

Wasseranalysen am Montagmorgen ergaben, dass die Werte wieder einwandfrei sind, bestätigte auch die Untere Wasserbehörde des Kreises. Die Bezirksregierung war ebenfalls eingeschaltet. Bereits am Montagnachmittag konnte das Aufstauen des Baches wieder abgebaut werden. Die am Dienstag erneut vorgenommene Wasserprobe führte ebenfalls zu keinerlei Beanstandungen.

Gleichwohl wurde die Gemeinde beauftragt, in dem Haveriebecken einen Fühler einzubauen, der bei Fehlfunktion, wie jetzt passiert, Alarm auslöst, damit eine chemische Belastung des Wassers verhindert werden kann. Eine Fachfirma wird mit diesem Einbau beauftragt. Anfang November soll der Fühler installiert werden. Über die Höhe der Kosten konnten noch keine Angaben gemacht werden. „Wichtig ist, dass die angeordnete Maßnahme schnell umgesetzt wird“, so Menzel.

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