Do., 01.12.2016

Inklusive Fotografie Der etwas andere Blickwinkel

Günter Pfützenreuter (l.) erklärte anhand der Collagen das Prinzip der Bild-in-Bild-Fotoausstellung. Die Besucher (kl. Bild) waren überrascht, wie viele Sichtweisen es gibt und wie sie zusammenpassen.

Günter Pfützenreuter (l.) erklärte anhand der Collagen das Prinzip der Bild-in-Bild-Fotoausstellung. Die Besucher (kl. Bild) waren überrascht, wie viele Sichtweisen es gibt und wie sie zusammenpassen. Foto: Sigrid Terstegge

Nordwalde - 

Eine spannende Fotoausstellung gibt es bis Ende Dezember in der Sparkassenfiliale zu sehen. Bewohnern des Eva-von-Tiele-Winckler-Hauses besuchten den Weihnachtsmarkt, Wochenmarkt oder Kirmes und hielten ihre Eindrücke im Bild festgehalten.

Von Sigrid Terstegge

Eine spannende Fotoausstellung gibt es bis Ende Dezember in der Sparkassenfiliale zu sehen. „Bis jetzt haben sich in den drei Tagen, die die Fotos hier hängen, fast alle Kunden die Bilder angeschaut“, freute sich Filialleiter Christoph Wickenbrock bei der Begrüßung der Gäste am Mittwochabend. Bewohner des Eva-von-Tiele-Winckler-Hauses, Mitglieder des Förderkreises und Freunde waren zur Eröffnung der besonderen Fotoausstellung gekommen.

Auf Anregung von Ingeborg Rhein vom Fotostammtisch Nordwalde hatten sich Annelie Hergerfeld-Reckert und Günter Pfützenreuter Gedanken gemacht, wie man Inklusion fotografisch festhalten könnte.

Zusammen mit Bewohnern des Eva-von-Tiele-Winckler-Hauses wurden Ereignisse wie Weihnachtsmarkt, Wochenmarkt oder Kirmes besucht. Die Bewohner des Hauses fotografierten Details, die ihnen wichtig waren. Hegerfeld-Reckert und Pfützenreuter knipsten die Bewohner selbst. Dabei stellte sich heraus, dass die Heimbewohner ganz andere Prioritäten gesetzt haben, als die beiden Hobbyfotografen. Schließlich wurden jeweils beide Sichtweisen zusammengebracht.

Entstanden sind Bild-in Bild-Collagen. Auch wurde mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogramms beide Motive zusammen gesetzt, oder auch ein kleines Foto in ein großes hineingeklappt, was man fühlen kann. Dabei wurde versucht, mit den Bewohnern zu arbeiten und sie in die Fotos zu integrieren.

„Inklusion ist nicht das Streben nach Angleichung, Normalisierung, sondern die Akzeptanz der Verschiedenartigkeit“, betonte Pfützenreuter. „Es hat auf jeden Fall auch Spaß gemacht zu sehen, wie einige Bewohner richtig Feuer gefangen haben und immer mit Kamera losgehen“, ergänzte Hegerfeld-Reckert.

Finanziert hat die Ausstellung der Förderkreis aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden, wie Wolf-Gerd Ritter vom Förderkreis erläuterte. Die Fotos sind wetterfest und können auch draußen gezeigt werden. „Als nächstes geht die Ausstellung zum Pertheswerk nach Münster und danach eventuell sogar zum Landschaftsverband Westfalen-Lippe, beschrieb Ritter den weiteren Weg. Es werden sich so noch zahlreiche Menschen an der gelebten Inklusion erfreuen können.

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