Mi., 24.05.2017

„Qualitätsgemeinde“ Vorreiterrolle bewahren

Benjamin Suthe (v.r.) und Dr. Heike Döll-König von der Servicequalität Deutschland hatten ein offenes Ohr für die Anliegen der teilnehmenden Nordwalder Betriebe und stellten Neuerungen in ihrem Qualitätsmanagementsystem vor.

Benjamin Suthe (v.r.) und Dr. Heike Döll-König von der Servicequalität Deutschland hatten ein offenes Ohr für die Anliegen der teilnehmenden Nordwalder Betriebe und stellten Neuerungen in ihrem Qualitätsmanagementsystem vor. Foto: Pjer Biederstädt

Nordwalde - 

Das Ziel ist klar: Nordwalde möchte auch weiterhin das Gütesiegel „Qualitätsgemeinde“ tragen. Doch dafür muss es bis zum Herbst kreativ werden.

Von Pjer Biederstädt

Vorreiter zu sein, kann ganz schön anstrengen. Nordwalde ist die einzige Kommune in NRW, die das Siegel „Qualitätsgemeinde“ tragen darf. Um den Titel – verliehen von der Initiative Service Qualität Deutschland (siehe Infokasten) – auch weiter auf der Visitenkarte führen zu können, muss die alle drei Jahre anstehende Rezertifizierung gelingen. Bis zum Herbst ist Kreativität gefragt, denn dann muss der Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Services stehen.

Die Tischlerei Lembeck ist eine von 18 Firmen in Nordwalde, die mitmachen. Auch sie ist ein „Q-Betrieb“. Das heißt, sie hat in den vergangenen Jahren Maßnahmen ergriffen, die zur Verbesserung der Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit beitragen. „Bei uns gibt es jetzt Teamsitzungen, Kunden können uns bewerten, Arbeitsabläufe wurden strukturiert“, zählt Tischlerei-Chefin Alexandra Lembeck einige der bisher umgesetzten Ideen auf. Vor allem der verstärkte Austausch mit den Mitarbeitern sei ein Plus für die Firma. „Jeder ist in seinem Rad. Die Initiative bewirkt, dass man auch nach links und rechts schaut“, sagt sie.

Ortsschilder dürfen nicht angebracht werden

Bürgermeisterin Sonja Schemmann stößt während des Treffens mit Benjamin Suthe und Dr. Heike Döll-König von der Servicequalität Deutschland sowie den Vertretern der teilnehmenden Betriebe am Mittwochmorgen ins gleiche Horn: „Der Austausch mit anderen Betrieben ist ein gutes Mittel gegen Betriebsblindheit.“ Und deshalb macht auch die Gemeinde mit. Namensschildchen, Kaffee im Warteraum, Hinweispfeile am Kalender – auch die Verwaltung hinterfragt sich ständig selbst. Eigens entwickelte Ortsschilder mit der Aufschrift „Qualitätsgemeinde“ sollten an den Ortseingängen aufgestellt werden, doch das verbot die Verkehrsbehörde, weil die Auszeichnung alle drei Jahre neu bestätigt werden muss. Macht nichts, jetzt bekommen die „Q-Betriebe“ die Schilder. Klar wird aber auch: Der Status der „Qualitätsgemeinde“ ist nicht in Stein gemeißelt. Mindestens 15 Betriebe, die sich ihrerseits auch alle drei Jahre rezertifizieren lassen müssen, braucht es für den Titel „Qualitätsgemeinde“. „Wir sind derzeit 18. Da müssen nur mal ein paar abspringen“, weiß Lembeck um das fragile Gerüst. Doch warum machen nicht mehr Firmen mit? „Sie scheuen den Mehraufwand“, glaubt Lembeck. Doch der ist es ihr Wert, schließlich trägt es zum Wohl Firma bei. „Man hebt sich von Mitbewerbern ab. Es lohnt sich“, sagt die Chefin der Tischlerei.

Initiative Servicequalität Deutschland

Die Initiative Servicequalität Deutschland ist ein innerbetriebliches Qualitätsmanagementsystem des Deutschen Tourismusverbands. Seit 2001 ist es ihr Ziel, die Servicequalität zu optimieren, Mitarbeiter zu motivieren und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.

| www.q-deutschland.de

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