Do., 07.12.2017

Chrome Metal Tigers 26 000 Euro sind keine Fake-News

Unglaubliche 26 000 Euro haben die „Chrome Metal Tigers“ bei ihrem Konzert für den guten Zweck eingespielt. Pfarrer Ulf Schlien (unten l.) überreichte jetzt je 10 000 Euro an Helmut Hinrich (unten r.) und Holger Erdmann (r.) für die Tafeln Steinfurt und Greven/Emsdetten.

Unglaubliche 26 000 Euro haben die „Chrome Metal Tigers“ bei ihrem Konzert für den guten Zweck eingespielt. Pfarrer Ulf Schlien (unten l.) überreichte jetzt je 10 000 Euro an Helmut Hinrich (unten r.) und Holger Erdmann (r.) für die Tafeln Steinfurt und Greven/Emsdetten. Foto: Axel Roll

Nordwalde - 

Sechsundzwanzigtausend Euro! Diese Wahnsinnssumme erspielten die Chrome Metal Tigers im November für den guten Zweck. Jetzt übergaben sie die Checks.

Von Axel Roll

Auch wenn es eine Fake-Band ist, wie Noch-Pfarrer und Bald-Superintendent Ulf Schlien die „Chrome Metal Tigers“ nannte, heißt es noch lange nicht, dass die fünf Rock‘n‘Roller um Frontmann Jochen Veit auch Fake-News produzieren. Die Nachricht, die die Tigers gut einen Monat nach ihrem Konzert in der KvG-Halle am Mittwoch rausließen, hört sich an wie ein Märchen, ist aber knallharte Realität: Als Konzert-Reingewinn bleiben rund 26 000 Euro im Topf.

Das Geld wird, wie versprochen, bis auf den letzten Cent gespendet. Am Mittwochabend hatte Ulf Schlien, der die evangelische Kirchengemeinde als offiziellen Veranstalter des Mega-Events vertrat, die Ehre, gleich zwei gut 10 000 Euro schwere Schecks weiterzureichen.

Neue Kühlung für die Tafeln

Die bekamen Pfarrer Holger Erdmann für die Tafel in Steinfurt und Helmut Henrich als Vertreter der Hilfseinrichtung für Greven/Emsdetten überreicht. „Ein schönes Weihnachtsgeschenk“, kommentierte Holger Erdmann den unerwarteten Geldsegen. Den kann die Steinfurter genauso gut wie die Greven/Emsdettener Tafel gebrauchen. „Kühltruhen und -schränke gehen gerne mal kaputt“, weiß Erdmann aus leidvoller Erfahrung. Außerdem pfeift einer der Tafel-Wagen aus dem letzten Loch. „Der muss dringend ersetzt werden.“

Gil Ofarim spielte als Support beim Tigers-Konzert und bekam 6000 Euro für die Stiftung seines Vaters.

Gil Ofarim spielte als Support beim Tigers-Konzert und bekam 6000 Euro für die Stiftung seines Vaters. Foto: Axel Roll

In Steinfurt und Umgebung kaufen rund 1200 Menschen regelmäßig bei der Tafel ein, bei den Grevenern sind es sogar 1500. Dort steuern die Fahrer 90 Märkte an, kein Wunder, dass die Betriebskosten für die Fahrzeuge einer der größten Ausgabeposten sind.

Das Konzert

Fünfstündiger Musik-Marathon:  Chrome Metal Tigers begeistern Nordwalde

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Wer nachgerechnet hat, der stellt sich jetzt die Frage: Was ist mit den verbliebenen 6000 Euro? „Die spenden wir dem Verein „Kinder von gestern“, erläuterte Jochen Veit. Der Verein wurde von Abi Ofarim in München gegründet. Der bekannte Musiker möchte einsamen Senioren ihre Lebensfreude wiedergeben und hat dazu ein Jugendzentrum für ältere Menschen aufgebaut, in dem sich die Generationen begegnen und gemeinsame Aktivitäten entwickeln sollen.

Fotostrecke: Chrome Metal Tigers

Abi Ofarims Sohn Gil stand beim Konzert am 11. November mit den „Chrome Metal Tigers“ auf der Bühne und begeisterte das Publikum mit einem fast einstündigen Unplugged-Auftritt. Wie Gil danach erzählte, schätzt er Jochen Veit als Freund und „besten Arzt bei Heiserkeit“.

So haben sich beide nämlich kennengelernt. Gil konnte kaum sprechen und der Nordwalder Allgemeinmediziner, ganz dem hippokratischen Eid verpflichtet, bot bei dem zufälligen Treffen hinter der Bühne seine Hilfe an. „Und es hat super geholfen“, so Gil Ofarim. Darum war sein Auftritt in Nordwalde Ehrensache. Und er hat es nicht bereut. „Einfach eine geile Nummer“, lobte er das Engagement seines Freundes Jochen.

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