Nordwalder Hegering
Bis Löcher im Bauch sind

Nordwalde -

Es ist nur ein Bruchteil dessen, was in Ibbenbüren zu sehen ist. Dennoch bekommt man in der Nordwalder Sparkasse aktuell einen Vorgeschmack auf die Ausstellung im Willi-Hellermann-Museum. Zwar keine 1500 wie in Ibbenbüren, aber immerhin eine Handvoll Tierpräparate sind in Nordwalde ausgestellt.

Mittwoch, 03.01.2018, 20:01 Uhr

Dieter Lüke hat in der Nordwalder Sparkasse quasi eine Miniaturversion des Ibbenbürener Willi-Hellermann-Museums aufgebaut, die Filialleiter Christoph Wickenbrock (r.) nun jeden Tag an seinem Arbeitsplatz begutachten kann.
Dieter Lüke hat in der Nordwalder Sparkasse quasi eine Miniaturversion des Ibbenbürener Willi-Hellermann-Museums aufgebaut, die Filialleiter Christoph Wickenbrock (r.) nun jeden Tag an seinem Arbeitsplatz begutachten kann. Foto: Vera Szybalski

Eigentlich ist es das „Revier“ von Bankkunden, doch seit Mitte Dezember tummeln sich auch Fuchs und Gans, Storch, Eule und Marder in der Nordwalder Sparkasse. Und das aus gutem Grund: Der Hegering hat in diesem Monat die Betreuung des Willi-Hellermann-Museums in Ibbenbüren übernommen, das eine Ausstellung mit mehr als 1500 Tierpräparaten zeigt.

„Willi Hellermann wollte die Tierpräparate eigentlich nach seinem Tod der Kreisjägerschaft überlassen“, erklärt Dieter Lüke vom Nordwalder Hegering. Er sei dann aber überredet worden, die Tierpräparate doch noch zu Lebzeiten auszustellen.

Das Ergebnis ist in Ibbenbüren zu sehen. Um auf das Museum aufmerksam zu machen und am Sonntag (7. Januar) möglichst viele Nordwalder nach Ibbenbüren zu locken, hat Lüke quasi eine Miniaturversion des Museums in der Sparkasse erstellt.

Kein Neuland für die Nordwalder

Dass die Nordwalder im Januar den Dienst im Ibbenbürener Museums übernehmen, ist keinesfalls ungewöhnlich. Jeder Hegering des Kreises Steinfurt-Tecklenburg übernimmt für einen Monat lang die Betreuung des 2012 eröffneten Museums. Einen Tag lang wird die Ausstellung der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Verantwortlich für den reibungslosen Ablauf ist der jeweilige Hegering. Ebenso wie für die Führungen der Vereine, Gruppen und Schulklassen, die sich nach Absprache für gesonderte Termine anmelden.

Ins Aufgabengebiet des betreuenden Hegerings gehört auch das Großreinemachen im Museum am Ende des Monats. Neuland ist das für die Nordwalder nicht. Sie hatten im vorvergangenen Jahr schon einmal Dienst.

Wie viele Menschen am Sonntag tatsächlich den Weg in die Ausstellung finden, kann Lüke nicht abschätzen: „Das ist spekulativ. Das weiß man nie.“ Damit es möglichst viele werden, hat er die Miniaturversion des Ibbenbürener Museums in Nordwalde Wirklichkeit werden lassen. Die Kooperation mit der Sparkasse hat mehrere Gründe: Bereits zwei Mal hat der Hegering an gleicher Stelle eine Ausstellung präsentiert, das Geldinstitut unterstützt den Hegering zudem mit 500 Euro. „Hier kann man eine Ausstellung machen, hier wird die auch gesehen“, ist sich Lüke sicher.

Ansprechpartner für (fast) alles

Die Vorbereitungen für die Öffnung der „echten“ Ausstellungen sind währenddessen weit fortgeschritten. Mit sechs Leuten, aufgeteilt in zwei Gruppen, wird der Nordwalder Hegering am Sonntag in Ibbenbüren vor Ort sein. Um besonders die kleinen Gäste bei Laune zu halten, haben sich Lüke und Co. noch ein paar Attraktionen zusätzlich zur Ausstellung überlegt. Kinder können Laufabdrücke machen und mitnehmen, sie können Gipsabdrücke von einer Kröte, einem Salamander und einer Schlange machen und diese anmalen sowie an einer Museumsrallye teilnehmen, in der Tiere gesucht werden müssen.

Die Vertreter des Hegerings sind aber vor allem als Ansprechpartner aktiv. „Die Besucher können uns Löcher in den Bauch fragen“, stehen Lüke und seine Kollegen mit Rat und Tat zur Seite und helfen, wo sie nur können. Auch bei ganz alltäglichen Fragen. „Wenn jemand einen Marder auf dem Dachboden hat oder ein Marder im Auto Kabel zerstört hat und man wissen möchte, wie man damit umgehen soll“, nennt Lüke ein Beispiel. Jetzt hofft er nur noch darauf, dass auch viele Besucher kommen, um Fragen zu stellen.

Zum Thema

Das Willi-Hellermann-Museum ist am Sonntag (7. Januar) von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Zu finden ist die Ausstellung direkt neben dem RWE-Kraftwerk in Ibbenbüren (Schwarzer Weg 25).

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Wie viele Leute kommen, ist spekulativ. Das weiß man nie.

Dieter Lüke
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