Professionelle Blauröcke
Schwerpunkt Menschenrettung

Nordwalde -

Auch wenn es nur eine Übung war. Bei der Brandbekämpfung mit Schwerpunkt Menschenrettung zeigte die Nordwalder Feuerwehr, dass sie auch bei komplexen Übungslagen jederzeit Herr des Handelns ist.

Dienstag, 17.04.2018, 17:04 Uhr

Eine Verpuffung im Heizungsraum sorgte für starke Rauchentwicklung. Die Einsatzkräfte mussten unter schwerem Atemschutz die eingeschlossenen Kinder bergen.
Eine Verpuffung im Heizungsraum sorgte für starke Rauchentwicklung. Die Einsatzkräfte mussten unter schwerem Atemschutz die eingeschlossenen Kinder bergen. Foto: Dieter Klein

Ein Frühlingsabend wie aus dem Bilderbuch. Forsythien leuchteten verführerisch durch das erste zarte Grün der Hecken. Überall rupften und zupften Menschen die letzten dürren Stengel aus den Vorgärten. Mancherorts duftete es schon verführerisch nach Gegrilltem. Auch im Merschkamp.

Doch plötzlich störte das grässlich monotone Quäken eines Rauchmelders die friedliche Abendstimmung. Fast gleichzeitig quollen giftig-graue Qualmwolken aus dem Eingang der Awo-Kindertagesstätte. Dazu blitzte das rote Alarmlicht am Haus: Gefahr!

Im Innern gelang es Arne Seegers, Leiter der Einrichtung, im letzten Moment ein Telefon zu greifen, bevor es völlig im Qualm verschwand: „Feuerwehr Notruf 112 !“ „Hier in der Awo-Kita am Merschkamp hat es eine Verpuffung im Heizraum gegeben. Feuer! Noch mehrere Personen müssen sich im Gebäude aufhalten!“

Mitarbeiterinnen war es inzwischen zwar gelungen, die meisten der Kinder aus dem Gefahrenbereich zu holen. Doch war für acht Kinder und zwei Erwachsene der Fluchtweg nach draußen versperrt.

Feuerwehrübung Nordwalde

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  • In Nordwalde heulten am Montagabend plötzlich die Sirenen: Feuer in der Kindertagesstätte am Merschkamp. Mit sämtlichem technischem Equippment und rund 60 Einsatzkräften rasten die Retter zum Einsatzort. Hier war es im Heizungsraum zu einer Explosion gekommen. Acht Kinder und zwei Erwachsene mussten aus dem völlig verqualmtem Bau geborgen werden. Eine gelungen Übung der Feuerwehr. Foto: Dieter Klein
  • In Nordwalde heulten am Montagabend plötzlich die Sirenen: Feuer in der Kindertagesstätte am Merschkamp. Mit sämtlichem technischem Equippment und rund 60 Einsatzkräften rasten die Retter zum Einsatzort. Hier war es im Heizungsraum zu einer Explosion gekommen. Acht Kinder und zwei Erwachsene mussten aus dem völlig verqualmtem Bau geborgen werden. Eine gelungen Übung der Feuerwehr. Foto: Dieter Klein
  • In Nordwalde heulten am Montagabend plötzlich die Sirenen: Feuer in der Kindertagesstätte am Merschkamp. Mit sämtlichem technischem Equippment und rund 60 Einsatzkräften rasten die Retter zum Einsatzort. Hier war es im Heizungsraum zu einer Explosion gekommen. Acht Kinder und zwei Erwachsene mussten aus dem völlig verqualmtem Bau geborgen werden. Eine gelungen Übung der Feuerwehr. Foto: Dieter Klein
  • In Nordwalde heulten am Montagabend plötzlich die Sirenen: Feuer in der Kindertagesstätte am Merschkamp. Mit sämtlichem technischem Equippment und rund 60 Einsatzkräften rasten die Retter zum Einsatzort. Hier war es im Heizungsraum zu einer Explosion gekommen. Acht Kinder und zwei Erwachsene mussten aus dem völlig verqualmtem Bau geborgen werden. Eine gelungen Übung der Feuerwehr. Foto: Dieter Klein
  • In Nordwalde heulten am Montagabend plötzlich die Sirenen: Feuer in der Kindertagesstätte am Merschkamp. Mit sämtlichem technischem Equippment und rund 60 Einsatzkräften rasten die Retter zum Einsatzort. Hier war es im Heizungsraum zu einer Explosion gekommen. Acht Kinder und zwei Erwachsene mussten aus dem völlig verqualmtem Bau geborgen werden. Eine gelungen Übung der Feuerwehr. Foto: Dieter Klein
  • In Nordwalde heulten am Montagabend plötzlich die Sirenen: Feuer in der Kindertagesstätte am Merschkamp. Mit sämtlichem technischem Equippment und rund 60 Einsatzkräften rasten die Retter zum Einsatzort. Hier war es im Heizungsraum zu einer Explosion gekommen. Acht Kinder und zwei Erwachsene mussten aus dem völlig verqualmtem Bau geborgen werden. Eine gelungen Übung der Feuerwehr. Foto: Dieter Klein
  • In Nordwalde heulten am Montagabend plötzlich die Sirenen: Feuer in der Kindertagesstätte am Merschkamp. Mit sämtlichem technischem Equippment und rund 60 Einsatzkräften rasten die Retter zum Einsatzort. Hier war es im Heizungsraum zu einer Explosion gekommen. Acht Kinder und zwei Erwachsene mussten aus dem völlig verqualmtem Bau geborgen werden. Eine gelungen Übung der Feuerwehr. Foto: Dieter Klein
  • In Nordwalde heulten am Montagabend plötzlich die Sirenen: Feuer in der Kindertagesstätte am Merschkamp. Mit sämtlichem technischem Equippment und rund 60 Einsatzkräften rasten die Retter zum Einsatzort. Hier war es im Heizungsraum zu einer Explosion gekommen. Acht Kinder und zwei Erwachsene mussten aus dem völlig verqualmtem Bau geborgen werden. Eine gelungen Übung der Feuerwehr. Foto: Dieter Klein
  • In Nordwalde heulten am Montagabend plötzlich die Sirenen: Feuer in der Kindertagesstätte am Merschkamp. Mit sämtlichem technischem Equippment und rund 60 Einsatzkräften rasten die Retter zum Einsatzort. Hier war es im Heizungsraum zu einer Explosion gekommen. Acht Kinder und zwei Erwachsene mussten aus dem völlig verqualmtem Bau geborgen werden. Eine gelungen Übung der Feuerwehr. Foto: Dieter Klein
  • In Nordwalde heulten am Montagabend plötzlich die Sirenen: Feuer in der Kindertagesstätte am Merschkamp. Mit sämtlichem technischem Equippment und rund 60 Einsatzkräften rasten die Retter zum Einsatzort. Hier war es im Heizungsraum zu einer Explosion gekommen. Acht Kinder und zwei Erwachsene mussten aus dem völlig verqualmtem Bau geborgen werden. Eine gelungen Übung der Feuerwehr. Foto: Dieter Klein
  • In Nordwalde heulten am Montagabend plötzlich die Sirenen: Feuer in der Kindertagesstätte am Merschkamp. Mit sämtlichem technischem Equippment und rund 60 Einsatzkräften rasten die Retter zum Einsatzort. Hier war es im Heizungsraum zu einer Explosion gekommen. Acht Kinder und zwei Erwachsene mussten aus dem völlig verqualmtem Bau geborgen werden. Eine gelungen Übung der Feuerwehr. Foto: Dieter Klein
  • In Nordwalde heulten am Montagabend plötzlich die Sirenen: Feuer in der Kindertagesstätte am Merschkamp. Mit sämtlichem technischem Equippment und rund 60 Einsatzkräften rasten die Retter zum Einsatzort. Hier war es im Heizungsraum zu einer Explosion gekommen. Acht Kinder und zwei Erwachsene mussten aus dem völlig verqualmtem Bau geborgen werden. Eine gelungen Übung der Feuerwehr. Foto: Dieter Klein
  • In Nordwalde heulten am Montagabend plötzlich die Sirenen: Feuer in der Kindertagesstätte am Merschkamp. Mit sämtlichem technischem Equippment und rund 60 Einsatzkräften rasten die Retter zum Einsatzort. Hier war es im Heizungsraum zu einer Explosion gekommen. Acht Kinder und zwei Erwachsene mussten aus dem völlig verqualmtem Bau geborgen werden. Eine gelungen Übung der Feuerwehr. Foto: Dieter Klein
  • In Nordwalde heulten am Montagabend plötzlich die Sirenen: Feuer in der Kindertagesstätte am Merschkamp. Mit sämtlichem technischem Equippment und rund 60 Einsatzkräften rasten die Retter zum Einsatzort. Hier war es im Heizungsraum zu einer Explosion gekommen. Acht Kinder und zwei Erwachsene mussten aus dem völlig verqualmtem Bau geborgen werden. Eine gelungen Übung der Feuerwehr. Foto: Dieter Klein
  • In Nordwalde heulten am Montagabend plötzlich die Sirenen: Feuer in der Kindertagesstätte am Merschkamp. Mit sämtlichem technischem Equippment und rund 60 Einsatzkräften rasten die Retter zum Einsatzort. Hier war es im Heizungsraum zu einer Explosion gekommen. Acht Kinder und zwei Erwachsene mussten aus dem völlig verqualmtem Bau geborgen werden. Eine gelungen Übung der Feuerwehr. Foto: Dieter Klein
  • In Nordwalde heulten am Montagabend plötzlich die Sirenen: Feuer in der Kindertagesstätte am Merschkamp. Mit sämtlichem technischem Equippment und rund 60 Einsatzkräften rasten die Retter zum Einsatzort. Hier war es im Heizungsraum zu einer Explosion gekommen. Acht Kinder und zwei Erwachsene mussten aus dem völlig verqualmtem Bau geborgen werden. Eine gelungen Übung der Feuerwehr. Foto: Dieter Klein

Nordwaldes Feuerwehr reagierte professionell: „Menschenleben in Gefahr!“ In Sekundenabstand donnerten die „Roten Riesen“ mit mehr als 60 Einsatzkräften zum Unglücksort. Kaum vor Ort, zogen sich erste Feuerwerwehrmänner schweren Atemschutz über. Eilig informiert über Situations- wie Gebäudelage drangen sie in die graue Dunkelheit. Draußen rollten Trupps Schläuche aus und bildeten so gleich mehrere Strecken eventuell notwendiger Wasserzufuhr.

Angeführt von Gemeindebrandinspektor Michael Stegemann und Brandmeister Jan Brinkmann vollzogen die Feuerwehr-Männer und -Frauen genau das, was sie in unendlich vielen Übungsstunden und Fortbildungskursen gelernt hatten. Nämlich: Das Richtige zum richtigen Zeitpunkt in Angriff nehmen.

Auch wenn alles nur eine gut geplante Einsatzübung war. Der Kampf gegen Hausbrände, vom Volksmund auch als „Roten Hahn“ gefürchtet, lässt auch im „Übungsfall“ keine Spielereien zu. Die Nordwalder Feuerwehrkameraden von Norbert Schröer wissen das. Sie sind zwar allesamt freiwillig und ehrenamtlich tätig, doch längst Profis. Schon die Anfahrt der sechs Einsatzfahrzeuge durch die engen Siedlungswege klappte vorzüglich. Niemand stand dem anderen im Wege. Kein Trupp kreuzte und behinderte dadurch den anderen. Ständig wurden die Pressluft-Atmer kontrolliert. Und wenn nötig, sofort per Funk aus dem Gebäude gerufen. Hierzu hatte die Einsatzleitung sogar ihren Funkruf „Florian Nordwalde“ auf zwei Kanäle verteilt. So konnte es nicht zu gegenseitigen Funkstörungen kommen.

Als Lotse in dem scheinbar undurchdringlich verqualmten Gebäude fungierte Peter Reckenfeld. Er stand mit der Wärmebildkamera wie ein Kapitän auf einer vernebelten Brücke im schier undurchdringlichen Dunst. Dank seines geschickten Umgangs mit einer eindrucksvollen Technik konnten auch die im Inneren vermissten Kinder (dargestellt von Mädchen und Jungs der Jugendfeuerwehr) schon nach wenigen Minuten alle ins Freie geholt werden.

Hier wurden sie gebührend bestaunt und von den vielen Dutzend kleinen und großen Zuschauern gelobt und gewürdigt. So wunderte es kaum Jemand, als plötzlich ein kleiner Junge laut verkündete: „Papa, wenn ich mal größer bin, will ich auch Feuerwehrmann werden.“

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