Ausstellung von Jenny de Groot
Mit dem Kopf in Wolken

Nordwalde -

Mal ist sie mit dem Kopf in den Wolken, mal steht sie auf einer Leiter in ihnen. Keine Frage, Wolken spielen bei Jenny de Groots Fotografien nicht selten eine Rolle. Ebenso wie Vögel. Bei einer Ausstellung in der Fotowerkstatt kann man sich nun selbst ein Bild davon machen.

Freitag, 11.05.2018, 19:05 Uhr

Setzte sich beim Publikum durch: Die Besucher der Ausstellung „12 Fotografen von 074 PK (NL)“ haben mit ihrer Stimmabgabe entschieden, dass Jenny de Groot nun in einer Einzelausstellung noch mehr Bilder in der Fotowerkstatt zeigen darf.
Setzte sich beim Publikum durch: Die Besucher der Ausstellung „12 Fotografen von 074 PK (NL)“ haben mit ihrer Stimmabgabe entschieden, dass Jenny de Groot nun in einer Einzelausstellung noch mehr Bilder in der Fotowerkstatt zeigen darf. Foto: Vera Szybalski

Vielleicht ist es das Geheimnis von Jenny de Groots Bildern: „Mit sehr einfachen fotografischen Mitteln werden sehr direkte Emotionen aufgedeckt, die jeder hat – Furcht, Angst, Selbstironie“, sagt Günter Pfützenreuter. In seiner Fotowerkstatt wird heute eine Ausstellung mit Bildern der Niederländerin eröffnet.

Mit deutlicher Mehrheit hatten sich die Besucher der vorangegangenen Ausstellung „12 Fotografen von 074 PK (NL)“ dafür entschieden, dass de Groot mehr Bilder in einer Einzelausstellung zeigen darf. Dass sie sich gegen ihre elf Konkurrenten durchsetzen würde, zeichnete sich bereits früh ab, sagt Pfützenreuter: „Es haben sich sehr viele für ihre Mappe interessiert.“ Diese lag bei der Vorgänger-Ausstellung aus. Viele Fotos, die darin zu sehen waren, hängen seit vergangenen Dienstag in der Fotowerkstatt. „Die Ausstellung ist eine echte Bereicherung“, sagt Pfützenreuter.

Die Wolken sind dabei gleich mehrfach Thema. Ob die Frau mit dem Kopf in flauschiger Watte steckt oder auf einer Leiter in den Wolken steht, im Hintergrund eine Großstadt mit Hochhäusern. „Es sind alles Metaphern, Gleichnisse, keine abfotografierten Details“, sagt Pfützenreuter.

Die meisten Fotos sind Selbstporträts. Genau genommen ist aber nicht de Groot zu sehen, sondern ihr Alter Ego „Louise“. „Das ist eine andere Version von mir“, sagt de Groot. „Sie hat keine Angst, ist mutiger und hat mehr Vertrauen.“ Die Bilder von de Groots Alter Ego sind Teil des Projektes „Theo & Louise“, das sie mit einem Kollegen startete.

In der Fotowerkstatt warten nun 21 Fotos von de Groot auf Betrachter. Sie stammen aus verschiedenen Jahren. Die Werke der Serie „Dreams of Birds“ etwa sind von 2012, in den beiden Folgejahren hat die heute 59-Jährige eine längere Zeit mit Masken gearbeitet, auch Bilder aus dem vergangenen und diesem Jahr sind ausgestellt. Ihr Antrieb zum Fotografieren? „Das ist ein Mittel, um die Bilder in meinem Kopf aufs Papier zu bringen“, sagt die aus Hengelo stammende de Groot.

Dass sie bei der Publikumsabstimmung gewann, damit hatte de Groot gar nicht gerechnet: „Ich war überrascht, habe mich aber sehr gefreut.“ Ihr Tipp war Marit de Jong, die auch für Pfützenreuter zu den Favoriten gehörte. Er will nicht ausschließen, dass de Jong später vielleicht noch mal eine Einzelausstellung in der Fotowerkstatt mit ihren Bildern bestückt. Bis zum 8. Juni hängen dort aber erst mal die Werke von Jenny de Groot.

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Die Ausstellung von Jenny de Groot wird am heutigen Samstag (12. Mai) um 18 Uhr eröffnet. Die Bilder bleiben bis zum 8. Juni (Freitag) in der Fotowerkstatt. Zu sehen ist die Ausstellung freitags von 14 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr sowie nach Vereinbarung.

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