Konzert von Peter Nagy und Timon Seithel
Kunstvoller Umgang mit Marimbas

Nordwalde -

Nicht die Bensmann-Mencke-Orgel stand beim nächsten Konzert der Reihe „Bach 1720“ im Mittelpunkt, sondern Marimbaphone, die großen Schwestern von Xylophonen. Die wurden gekonnt von Peter Nagy und Timon Seithel gespielt.

Montag, 11.06.2018, 19:00 Uhr

Peter Nagy am Marimbaphon, der großen Schwester des Xylophones, beim Konzert in der St.-Dionysius-Kirche.Timon Seithel überzeugte beim Auftritt am Sonntagabend gemeinsam mit Peter Nagy am Marimbaphon. Die beiden stellten die Barockkomponisten Johann Sebastian Bach und Silvias Leopold Weiss gegenüber.
Peter Nagy am Marimbaphon, der großen Schwester des Xylophones, beim Konzert in der St.-Dionysius-Kirche.Timon Seithel überzeugte beim Auftritt am Sonntagabend gemeinsam mit Peter Nagy am Marimbaphon. Die beiden stellten die Barockkomponisten Johann Sebastian Bach und Silvias Leopold Weiss gegenüber. Foto: Dieter Klein

Marimbaphone für Kirchenmusik? Mit Schlagzeugen auf barocken Bach-Fugen herumhämmern? Zweifellos eine interessante Vorstellung. Verlegt man diese Gedanken und offenen Fragen aber in die St.-Dionysius-Kirche von Nordwalde, bekommen sie einen Sinn. Schließlich hat Kirchenmusiker Thorsten Schlepphorst mit den instrumentalen Möglichkeiten der längst berühmten Bensmann-Mencke-Orgel in seiner Kirche schon für beeindruckende Bach-Interpretationen gesorgt.

Das musste spannend werden

Schon die konzertanten Musikstunden mit Prof. Ludger Lohmann zu jedem Konzert der Reihe „Bach 1720“ lockten mehr und mehr begeistertes Publikum in den Sakralbau Nordwaldes, warum nicht mal Schlagzeuge? Denn das sind Marimbaphone, die großen Schwestern von Xylophonen, im Grunde. Eine Vorstellung, die auch zahlreiche Besucher lockte. Sie waren am Sonntagabend in die St.-Dionysius-Kirche gekommen, um dem scheinbaren Musik-Experiment beizuwohnen. Das musste spannend werden. Denn angesagt waren Peter Nagy und Timon Seithel. Nagy ist aus dem Steinfurter Kulturforum als Dozent im Team der Musikschule bekannt.

Und es kam wie erhofft. Kaum hatten die beiden mit jeweils vier Schlägeln ihre Marimbaphone im Altarraum von St. Dionysius angeschlagen, besser: gestreichelt, erklangen seltsam sphärische Wellen durch das Kirchenschiff. Die Zuhörer erlebten die ganze Klangwelt von Harfen, Geigen, Cembalos oder Pianos.

Ein Programm für anspruchsvolle Sinnesfreude

Neben der Gegenüberstellung der beiden Barockkomponisten Johann Sebastian Bach und Silvias Leopold Weiss kamen mit „Variations of Japanese Children‘s Songs II“ auch asiatisch gefühlvolle Marimba-Variationen zu Gehör.

Und mit dem jazzig-lyrischen „Kaleiduoskope“ des französischen Komponisten Eric Sammut lieferten die beiden befreundeten Percussionisten den Beweis dafür, dass der kunstvolle Umgang mit Marimbas selbst anspruchsvollen Sinnesfreuden gerecht wird.

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