Brand ist Thema im Landgericht
Di., 07.02.2012
Wollte Hausbesitzer Geld der Versicherung kassieren?
Bei dem Brand in dem Gebäude an der Straße „An den Wiesen“ entstand 2008 hoher Sachschaden.
Ochtrup -
Der Brand in der Straße „An den Wiesen“ am 26. Dezember 2008 bleibt mysteriös. Jetzt befasst sich das Landgericht mit dem Feuer. Versicherungsbetrug wird dort verhandelt.
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Der Brand in der Straße „An den Wiesen“ am 26. Dezember 2008 bleibt mysteriös. Eine Gruppe junger Erwachsener feiert bis in den Abend in der Wohnung eines Reihenhauses eine Weihnachtsparty. Gegen 21.20 Uhr entfernen sich alle Gäste, um in der Innenstadt weiter die Gläser auf den zweiten Weihnachtstag zu erheben.
Wenig später meldet ein Bewohner über den Notruf einen Brand in seinem Nachbarhaus – genau dort, wo die Party stattgefunden hatte. Das Feuer konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Doch der Gebäudeschaden war erheblich, weil sich der Brand bis zum Dachstuhl ausgeweitet hatte. Verletzt wurde damals niemand.
Drei Jahre später taucht der Fall nun wieder auf: im münsterischen Landgericht. Angeklagt ist der 24-jährige Michael L. aus Ochtrup. Ihm wirft die Anklage vor, am besagten Tag im Dezember 2008 in seinem im Eigentum stehenden Reihenhaus in Ochtrup den Brand gelegt zu haben, um aus der Wohngebäude- und der Hausratversicherung Leistungen zu erlangen. Aus der Hausratversicherung soll er rund 29 000 Euro und aus der Wohngebäudeversicherung 137 500 Euro ausgezahlt bekommen haben.
Am gestrigen ersten Verhandlungstag bestritt der Beschuldigte die Tat. Angehört wurden zudem Beamte der Kreispolizeibehörde Steinfurt, die den Schaden damals aufgenommen hatten und weiterhin von einer Brandstiftung ausgehen. Fortgesetzt wird der Prozess vor der 11. Großen Strafkammer des Landgerichts am 14. Februar (Dienstag).
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