„Gift und Gülle“: Bitterböse und temporeiche Show

So., 05.02.2012

  • Derzeit 5 von 5 Sternen.

Artikelbewertung

„Kubi“, „Moeni“ und „Hutzi“ teilen aus

„Gift und Gülle“: Bitterböse und temporeiche Show : „Kubi“, „Moeni“ und „Hutzi“ teilen aus

„Kubi“, „Moeni“ und „Hutzi“ (v.l.) jammerten auf der Stunksitzung auf höchstem Niveau. Sie machten mit deftigen Worten klar: Es brennt nicht nur im Ochtruper Rathaus, sondern auch in der Haushaltssicherung. Foto: Frauke Schulte-Sutrum

Ochtrup - 

Dichtheitsprüfung, Westumgehung und Haushaltssicherungskonzept - am Freitag- und Samstagabend brachte das rund 50-köpfige „Gift und Gülle“-Team Hunderte Zuschauer in der Stadthalle Ochtrup in Lach-Wallungen.


„Als bei euch in Emsdetten zwei Millionen Euro gefunden wurden, haben sie bei uns im Rathaus die letzten 30 Euro aus dem Tresor geklaut und die Bude auch noch mit angesteckt.“ Wenn Ochtrups Bürgermeister Kai „Hutzi“ Hutzenlaub, sein Emsdettener Kollege Georg „Moeni“ Moenikes und Landrat Thomas „Kubi“ Kubendorff derart über Dichtheitsprüfung, Westumgehung und Haushaltssicherungskonzept diskutieren, dann heißt es wieder: Vorhang auf für die alternative Karnevalssitzung „Gift und Gülle“.

Google-Anzeigen

Am Freitag- und Samstagabend brachte das rund 50-köpfige Team aus dem Münsterland Hunderte Zuschauer in der Stadthalle Ochtrup in Lach-Wallungen. Mit den ersten Takten von „Endlich Gift und Gülle“ der Band „The Funkeys“ war klar: Die diesjährige Show wird lustig, energiegeladen und vor allem bitterböse.

Besonders als die Lokalpolitiker aus Ochtrup, Emsdetten und Rheine ihr Fett wegbekamen, hatte das „Gift und Gülle“-Team die Lacher auf seiner Seite. In ihrer Not buhlten die beiden Bürgermeister und „Kubi“ um die Gunst von Emsdettens Bauunternehmer „Don Holzki“. Doch auch die Bürgermeisterin der „Emsmetropole“ wollte ihn für ein Immobilienprojekt gewinnen. Da hatten „Moeni“ und seine Dichtheitsprüfung sowie „Kubi“ mit seinem Traum einer Westtangente äußerst schlechte Karten. Ganz zu schweigen vom „Sozi-Bürgermeister“: Der kam zum Treffen mit „Don Holzki“ eh viel zu spät, weil sein Fahrrad einen Platten hatte.

Neben den lokalpolitischen Geschehnissen bot das facettenreiche Kabarett-Team in knapp vier Stunden ebenfalls Einblicke in (plattdeutsche) Stammtisch-Treffs, in eine Ausstellung mit stutenbissigen Künstlerinnen sowie in das sozialpolitische Weltgeschehen des vergangenen Jahres. Es wurde zudem an die Moral der Zuschauer appelliert, gegen den „braunen Sumpf“ vorzugehen.

Auch der kulturelle Aspekt kam nicht zu kurz. So gab der „Gift und Gülle“-Präsident Detlev Schmidt als „Puck“ zusammen mit Stefan Hoof und Lena Schnellhardt den „Sommernachtstraum“ frei nach Shakespeare zum Besten. Ebenso rühmten einige Darsteller den verstorbenen Loriot in einer Polit-Talkshow.

Für flotte Bewegungen unter dem Publikum sorgte das Sänger-Duo Eva Gartlage und Roland Busch mit der Band „Funkeys“ sowie die Jazzdance-Formation „Imagic“, die sowohl in Putzkitteln als auch im engen Korsett gekonnt die Hüften kreisen ließen. Bei ihrer Darbietung des „Time Warp“ der Rocky Horror Show hielt es den Elferrat, der am Freitag vom Kegelclub „Hugo Wech“ präsentiert wurde, nicht mehr auf seinen Plätzen.


Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Vielen Dank für Ihre Bewertung.

Nur eine Abstimmung möglich!

Ihre Bewertung wurde geändert.

  • Derzeit 5 von 5 Sternen.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 5/5

1 Stern = überhaupt nicht gut; 5 Sterne = hervorragend

Artikel



Standort

 

WN-Mobil Anzeigen

Autos, Motorräder, Wohnmobile und Nutzfahrzeuge aus Ihrer Region

WN-Aktionen

Immer mehr drin
Exklusive Angebote für WN-Kunden - wie funktioniert das? mehr...
Anzeige