Mo., 23.04.2012

Kabarett „Dietutnix“ strapaziert die Lachmuskeln Das Bauchgefühl stimmt

Kabarett „Dietutnix“ strapaziert die Lachmuskeln : Das Bauchgefühl stimmt

Mit ihrer Bühnenshow begeisterte das Kabarett „Dietutnix“ – hier als „Kühlschrank-Quartett“ die Zuschauer in Althoffs Vechtehalle. Foto: maka

Ochtrup - 

Eine Gebrauchsanweisung brauchen die fünf Frauen vom Kabarett „Dietutnix“ längst nicht mehr, um zu überzeugen. Stattdessen gibt es die „GeBAUCHsanweisung“, das bereits fünfte Bühnenprogramm des Kabarettensembles. Mit einer Mischung aus Gesangs-, Tanz-, und Sketcheinlagen sorgen die Frauen während der gesamten Performance in Althoffs Vechtehalle für eine gelungene Bühnenshow und lassen kein Auge trocken.

Das weibliche Geschlecht habe eben die nötige Intelligenz dafür, wie Sabine Hollefeld und Ingrid Helmer feststellen, bevor sie nach ihrer Tanzeinlage unters Sauerstoffzelt verschwinden: „Wir haben nur einen Bauch, weil der Kopf zu klein ist“, sind sich die zwei einig. Witze über ihre Figur sind an der Tagesordnung, die ordentliche Portion Selbstironie vergoldet jeden Sketch. Susanne Anders besingt zuweilen ihren Kühlgefrierautomaten, während Heike Knief am Klavier über die Gema schwadroniert: „Das sind die, die Geld vom Kindergarten wollen, wenn die Kinder Hänschen Klein singen.“

Zwischendurch taucht Steffi Windhoff als graugelockte Moderatorin auf und berichtet vom Prinzessin-nen-Treffen im Kanzler-Amt. Das Ereignis ist gleichzeitig Dreh-und Angelpunkt des Kabarett-Abends. Vom Inhalt des Treffens ist zwar keine Rede, dafür steht aber viel mehr Angela Merkels zu trockener Pflaumenkuchen im Mittelpunkt der Berichterstattung. Auf diesen Schock trinken sich auch Hollands Maxima (Helmer), Spaniens Letizia (Anders), Mette-Maret aus Norwegen (Windhoff) und Charlène von Monaco (Knief) erst mal einen. Camilla (Hollefeld), die auf ihrem Steckenpferd angeritten kommt, greift ohne Hemmungen gleich zu allen vier Sektgläsern. Das verschlägt selbst Ingrid Helmer alias Maxima die Sprache. Sabine Hollefeld hingegen verwandelt selbst Helmers kleinen Textpatzer in einen gelungenen Gag. „Vielleicht solltest du lieber ein bisschen mehr Wasser trinken“, so ihr Kommentar, der dem Publikum vor Lachen die Tränen in die Augen treibt.

Sogar bei den abschließenden Zugabe-Rufen überzeugt Hollefeld mit ihrer grandiosen Spontanität. „Ausziehen!“, fordern da doch glatt einige begeisterte Anhänger von ihr, worauf sie nur selbstironisch entgegnet: „Glaub‘ mir – das willst Du nicht sehen.“ Statt-dessen gibt´s noch mal einen Hit über die kneifende Hose, und die Menge tobt. Das Bauchgefühl stimmt eben, bei den fünf Kabarettistinnen genauso wie bei den Zuschauern. Die werden ihre Lachmuskeln vor lauter Anstrengung noch Tage später spüren.

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