Schwarzer Peter geh an Pink-Pop zurück
Geplatzter Hawaii-Austausch: Landesjugendamt listet Versäumnisse des Vereins auf

Metelen -

Nachdem der Hawaii-Austausch im Rahmen des Projekts Jazz ‘n‘ Youth bereits zum zweiten Mal geplatzt ist, äußerte sich nun der LWL. Der Verband listet dabei Versäumnisse des Vereins Pink-Pop auf.

Dienstag, 12.05.2015, 14:05 Uhr

Paradies der Surfer und seit Jahren der Sehnsuchtsort der Musiker des Projekts Jazz ‘n‘ Youth: Hawaii bleibt ein Traum für die musikalischen Schüler aus der Region.
Paradies der Surfer und seit Jahren der Sehnsuchtsort der Musiker des Projekts Jazz ‘n‘ Youth: Hawaii bleibt ein Traum für die musikalischen Schüler aus der Region. Foto: dpa

Deutliche Worte fand der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zur Anfrage unserer Zeitung im Zusammenhang mit der Ablehnung des Förderantrags für die Hawaii-Reise des Musikprojekt Jazz ‘n‘ Youth (wir berichteten). In einer Stellungnahme listet das LWL-Landesjugendamt auf, wie das Verfahren ablief, und es schildert aus seiner Sicht Versäumnisse des Trägers der Maßnahme, des Vereins Pink-Pop.

Als „versiert in Förderangelegenheiten“ sei Pink-Pop bekannt. Das ist in dem Statement dabei die freundliche Overtüre zu einer ganzen Reihe von Versäumnissen, die der LWL dem Antragsteller aufzeigt:

► Die Förderung der Maßnahme in voller Höhe von rund 100 000 Euro wäre ohnehin fraglich gewesen. Die vorzeitige Reservierung der Flugtickets habe daher als „nicht unriskant“ gelten müssen.

► Die Bestimmungen des Verfahrens hätten Pink Pop spätestens seit dem ersten Antrag im Jahr 2013 bekannt sein müssen. Grundlegend sei, dass keine Verpflichtungen eingegangen werden dürften, bevor nicht über den Antrag entschieden sei. Das Landesjugendamt habe Pink-Pop „nach zahlreichen Telefonaten zuletzt per E-Mail am 8. Mai 2015 ausdrücklich“ auf diesen Umstand hingewiesen. Es habe in dieser Angelegenheit keinen Ermessensspielraum.

► Es sei festzuhalten „dass Pink-Pop seinen Förderantrag erst am 3. Februar 2015, also weit nach Ablauf der bereits Mitte November 2014 mitgeteilten Schlussfrist (10. Januar 2015), gestellt habe.

► Mit Schreiben vom 1. September 2014 sei über eine vorgezogene Antragstellung für den Kinder- und Jugend-Förderplan des Landes NRW für Internationale Jugendarbeit informiert worden. „Diese Möglichkeit hätte Pink-Pop auch nutzen können“, schreibt der Landschaftsverband in seiner Stellungnahme abschließend.

Mit der Auflistung der Chronologie des Verfahrens reagiert der LWL auf die Äußerung von Pink-Pop in seinem Brief an die Eltern und Teilnehmer, dass „organisatorische Zwänge“ für die frühzeitigen Ticket-Buchung notwendig gewesen seien.

Pink-Pop erklärte gestern gegenüber der Presse, dass eine „individuelle Buchung“ der Flüge nach Rücksprache mit dem LWL erst nach Antragsbewilligung getätigt werden sollte. Der Verein schreibt von „bürokratischen Hürden“, die das Projekt „von Anfang an zum Scheitern“ verurteilten.

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