Freies Internet
Bürger schieben Freifunk an

Ochtrup -

Als die Stadt Ochtrup im Mai einen Aufruf in Sachen Freifunk gestartet hatte, habe es an nennenswerten Rückmeldungen gemangelt. Mit Heiner Kippelt, Benedikt Pleie, Fritz Steffers und Jürgen Helker haben nun vier Bürger das frei verfügbare WLAN-Netz angeschoben. Es existieren bereits 21 Knotenpunkte.

Freitag, 04.12.2015, 07:12 Uhr

Platz nehmen zum freien Surfen – dazu laden (v.l.) Fritz Steffers, Jürgen Helker und Heiner Kippelt ein. Es fehlt Mitinitiator Benedikt Pleie.
Platz nehmen zum freien Surfen – dazu laden (v.l.) Fritz Steffers, Jürgen Helker und Heiner Kippelt ein. Es fehlt Mitinitiator Benedikt Pleie. Foto: Martin Fahlbusch

„Wartest Du noch oder surfst Du schon?“ Nachdem sich die politischen Gremien der Stadt Ochtrup kürzlich mehrheitlich darüber einig waren, nicht in den im Kreis Steinfurt schon ganz schön zügig fahrenden Zug der Freifunker einzusteigen, sondern weiter über eine Kooperation mit dem kommerziellen Anbieter Unitymedia zu verhandeln, wurden zwischenzeitlich einige Bürger selbst aktiv. „Mag sein, dass ein Aufruf der Stadt nach interessierten Leuten an mir vorbeigerauscht ist, aber es haben sich in der letzten Zeit gleich mehrere Leute gefunden, die die Sache Freifunk in Ochtrup anschieben wollen“, berichtete Heiner Kippelt im Gespräch mit unserer Zeitung.

Neben ihm sind noch Benedikt Pleie, Fritz Steffers und Jürgen Helker in Sachen offenes WLAN unterwegs. „Man kennt sich halt, kam ins Gespräch und wir konnten ganz schnell feststellen, das der Bedarf bei Bürgern, Geschäftsleuten, Wirten oder beispielsweise Hilfsorganisationen vorhanden ist“, erläuterte Steffers. Am Mittwochabend seien es in Ochtrup schon 21 so genannter Knotenpunkte gewesen, in deren Nähe man, wenn auch nicht mit Lichtgeschwindigkeit, aber durchaus vernünftig surfen könne, erzählte Helker. Es gibt eine Facebook-Gruppe „Freifunker-Ochtrup“, über die man sich austauschen und informieren könne.

Natürlich ist erst einmal der Innenstadtbereich in die freie Versorgung eingestiegen, aber wenn man sich die täglich aktualisierte Facebook-Seite anschaut, gibt es auch über die Stadt verteilt immer mehr „grüne Punkte“. „Ich habe davon gehört, dass auch die Asylunterkünfte irgendwie miteinbezogen werden sollen. Der Verein ,Miteinander‘ ist ja in dem gesamten Thema richtig aktiv“, wusste Pleie, der auf weitere Mitmacher hofft. Das könne jeder Bürger sein.

Ochtrups Wirtschaftsförderer Robert Tausewald betonte am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung, dass die Stadtverwaltung im Mai 2015 bereits über die Presse einen Aufruf in Sachen Freifunk gestartet habe. Nennenswerte Rückmeldungen seien nicht zu verzeichnen gewesen. Deshalb setzten Politik und Stadt erst einmal auf die Option, mit dem kommerziellen Anbieter Unitymedia, der die Innenstadt versorge, über eine flächendenkende Lösung weiter zu verhandeln.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3665807?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F182%2F4852067%2F4852068%2F
Staatsanwalt erhebt Anklage gegen Busfahrerin
Tödliches Busunglück: Staatsanwalt erhebt Anklage gegen Busfahrerin
Nachrichten-Ticker