Di., 02.02.2016

„Ochtruper Lichtmaler“ Ausstellung „Ich sehe was, wie du‘s nicht siehst“ eröffnet

Fachpublikum: Peter Hullermann (r.), Landesvorsitzender des Deutschen Verbandes für Fotografie in Westfalen (hier mit Chris Tettke), zeigte sich bei der Ausstellungseröffnung interessiert an den Werken der Ochtruper Lichtmaler.

Fachpublikum: Peter Hullermann (r.), Landesvorsitzender des Deutschen Verbandes für Fotografie in Westfalen (hier mit Chris Tettke), zeigte sich bei der Ausstellungseröffnung interessiert an den Werken der Ochtruper Lichtmaler. Foto: Katrin Kuhn

ochtrup - 

Der Welt der kleinen Dinge hat es den „Ochtruper Lichtmalern“ angetan. In ihrer Ausstellung „Ich sehe was, wie du‘s nicht siehst“ sind die Ergebnisse ihrer zahlreichen Foto-Exkursionen im vergangenen Jahr aber auch Aufnahmen, die auf eigenen Faust entstanden sind zu sehen.

Von Katrin Kuhn

„Ich sehe was, wie du’s nicht siehst“ – zum Beispiel die Äderung eines Herbstblattes, die weißen Flocken auf einem Fliegenpilz oder Buntstifte aus der Makro-Perspektive. Gerade die Welt der kleinen, oft unbeachteten Dinge hat es den „Ochtruper Lichtmalern“ angetan. Am Sonntag wurde ihre Ausstellung in der Galerie „Pushpinstudio“ eröffnet.

Besagte kleinen Dinge bergen in sich ihrerseits eine ganze Welt. So etwa in einer Glaskugel, die Landschaften und Menschen wie eine sphärische Linse spiegelt. Diese faszinierenden Welten verstehen die 17 jungen Fotokünstler wiederum virtuos auf die winzigen Speicherkarten ihrer Kameras zu bannen.

Der hohen und mit ihren bald 200 Jahren schon sehr alten Kunst der Fotografie haben sich die „Lichtmaler“ verschrieben. Das Ergebnis ihrer gemeinsamen Foto-Exkursionen im zurückliegenden Jahr, aber auch zahlreicher Experimente „auf eigene Faust“ sind in der Galerie an der Professor-Gärtner-Straße zu bewundern.

„Wir hoffen, dass wir auch im neuen Jahr an unsere Erfolge anknüpfen können“, betonte Chris Tettke bei der Eröffnung am Sonntagnachmittag, zu der sich zahlreiche Besucher vor den Ausstellungswänden tummeln. Daran hat seine Frau, die Pädagogin und Fotografin Steffi Herrmann, keinen Zweifel. „Die Ausstellung ist unser Startschuss für 2016“, ergänzt sie. „Weitere Aktionen für das neue Jahr sind bereits in Planung.“

Sie und Tettke haben es sich vor vier Jahren zur Aufgabe gemacht, den jungen Nachwuchskünstlern das kreative Fotografieren nahezubringen, die Lust am genauen Hinsehen zu wecken und neue Perspektiven zu vermitteln. Der Erfolg ließ nicht auf sich warten. In den letzten Jahren haben die „Lichtmaler“ bereits zahlreiche Preise abgesahnt. Im Sommer waren sie zu Deutschlands größtem Fotofestival auf Zingst (Mecklenburg-Vorpommern) eingeladen. Aber weder Leistung noch Wissensvermittlung stehen bei den Aktivitäten der jungen Fotografen im Vordergrund. „Davon bekommen die Jugendlichen schon in der Schule genug“, so Herrmann. „Uns ist wichtig, dass die Jugendlichen einfach Spaß an der Sache haben und viel ausprobieren. Dabei müssen wir gar nicht groß einwirken: Fantasie und Experimentierfreude sind schon da.“

Und das ist auch in der neuesten Ausstellung der jungen Ochtruper Künstler im Alter zwischen elf und 19 Jahren deutlich sichtbar. Nach Themen geordnet und mit farblich abgestimmten Rahmen versehen leuchten die ausdrucksstarken Fotografien dem Besucher förmlich entgegen: Von Tierfotografie über Porträts und Landschaftsaufnahmen bis hin zu LED-Lichtkunstwerken reicht die bunte Palette ihrer Fotokunst.

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Die Ausstellung „Ich sehe was, wie du’s nicht siehst“ ist noch bis zum 7. März in der Galerie „Pushpinstudio“, Professor-Gärtner-Straße 3, zu sehen. Die Exponate können zudem erworben werden.

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