Mi., 12.04.2017

Hospizstammtisch Stefanie Oberfeld referierte zum Thema Demenz und Depression

Stefanie Oberfeld  vom Alexianer-Krankenhaus in Münster referierte jetzt beim Hospiz-Stammtisch.

Stefanie Oberfeld  vom Alexianer-Krankenhaus in Münster referierte jetzt beim Hospiz-Stammtisch. Foto: Norbert Hoppe

Ochtrup - 

Stefanie Oberfeld vom Alexianer-Krankenhaus referierte jetzt beim Hospizstammtisch zum Thema Demenz und Depression.

„Demenz und Depressionen sind die häufigsten psychischen Erkrankungen im Alter“, informierte Stefanie Oberfeld jetzt beim Hospiz-Stammtisch in der Gaststätte Paddy’s Irish Pub. „Die Oberärztin im Alexianer-Krankenhaus in Münster erläuterte die Krankheitsbilder und stellte verschiedene Behandlungsmöglichkeiten vor“, schreibt der Hospizverein in einem Pressetext.

Demenz bedeute den Verlust von geistigen und körperlichen Fähigkeiten. Das ganze menschliche Wesen sei in Mitleidenschaft gezogen, sagte Oberfeld. Ursache sei eine schwerwiegende Veränderung des Gehirns, bei der das Zusammenspiel der Nervenzellen völlig aus den Fugen gerate. Die häufigste Form der Demenz sei die Alzheimer-Krankheit, die sich persönlichkeitsverändernd auswirke. Im fortgeschrittenen Stadium seien oft Orientierungsstörungen sogar in der eigenen Wohnung zu beobachten, Angehörige würden nicht mehr erkannt und immer mehr werde Hilfe von anderen Personen nötig, schreibt der Hospizverein weiter.

„Demenz kann nicht wirksam behandelt und damit auch nicht geheilt werden, jedenfalls nicht zum jetzigen Zeitpunkt“, wird Oberfeld im Pressetext zitiert. Allerdings könnten geistige Fähigkeiten durch eine richtige Lebensführung länger erhalten bleiben. Die Referentin nannte körperliche Bewegung und mediterrane Ernährung als hilfreiche Komponenten. „Und ehrenamtliche Tätigkeiten und die Übernahme von Verantwortung halten den Geist länger fit und können den Ausbruch der Demenzerkrankung verzögern“, erzählte die Referentin dem großen Zuhörerkreis.

„Wenn das Leben die Farbe verliert“, so beschrieb Oberfeld die Symptome einer Depression. Mehr als drei Millionen Menschen aller Altersgruppen seien in Deutschland daran erkrankt. Als Risikofaktoren nannte die Referentin schwere Erkrankungen, Einsamkeit, den Verlust der Arbeitsstelle oder sogar den Eintritt in den Ruhestand. Auch Nebenwirkungen von Medikamenten könnten Depressionen auslösen. „Am schlimmsten empfinden die Betroffenen das Gefühl der Wert- und Nutzlosigkeit“, beschrieb Oberfeld das Leiden an einer Depression. Einfühlendes Verständnis der Mitmenschen, eine überschaubare Tagesstruktur und eine sinnvolle Tätigkeit sowie eine medizinische Behandlung mit ergänzenden therapeutischen Angeboten könnten das Krankheitsbild verbessern.

Zum Ende ihres Vortrags hatte die Expertin noch einen Tipp für hilfesuchende Menschen: Infos und Angebote seien online zu finden.

 

Leserkommentare

Google-Anzeigen

kfzmarkt.ms Anzeigen

Autos, Motorräder, Wohnmobile und Nutzfahrzeuge aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4765429?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F182%2F4852050%2F4894343%2F