Fr., 14.04.2017

Gleich drei Alarmierungen in der Nacht zu Karfreitag Einsätze halten Rettungskräfte in Atem

Ein alkoholisierter Ochtruper fuhr auf der Niedereschstraße gegen einen Baum. Das Fahrzeug geriet in Brand.

Ein alkoholisierter Ochtruper fuhr auf der Niedereschstraße gegen einen Baum. Das Fahrzeug geriet in Brand. Foto: Martin Fahlbusch

Ochtrup - 

Zu gleich drei Einsätzen sind die Freiwillige Feuerwehr Ochtrup, die Polizei und weitere Rettungskräfte in der Nacht zu Karfreitag ausgerückt. Auf der A 31 raste zunächst ein 30-Jähriger mit seinem Wagen in die Leitplanke, auf der Niedereschstraße fuhr ein 27-Jähriger – mit 2,45 Promille – gegen einen Baum. Dieser Unfall sorgte im Nachgang für einen weiteren Alarm.

Von Martin Fahlbusch

Um kurz vor 3 Uhr führte die Alarmierung zunächst auf die Autobahn 31. Zwischen der Anschlussstelle Ochtrup-Nord und Schüttorf-Süd, kurz hinter der Landesgrenze zu Niedersachsen, war ein 30-Jähriger verunglückt. Nach Angaben der Autobahnpolizei war der Mann mit seinem Wagen aus noch ungeklärter Ursache in die rechte Leitplanke geprallt und von dort auf die Fahrbahn zurückgeschleudert. Der Pkw hatte sich dabei um 180 Grad gedreht und war anschließend gegen die Mittelleitplanke gerast, wo er entgegen der eigentlichen Fahrtrichtung zum Stehen gekommen war. Der Autobahnabschnitt war zum Unfallzeitpunkt nicht stark befahren. Der Mann musste schwer verletzt ins Krankenhaus nach Gronau transportiert werden. Die Ochtruper Feuerwehr half bei der Befreiung des 30-Jährigen aus seinem Fahrzeug, sicherte und säuberte die Unfallstelle.

Auto in Flammen

Um 4.17 Uhr dann rückten die Rettungskräfte zur Niedereschstraße in Ochtrup aus. Kurz hinter dem Ortsausgangsschild in Richtung der Bauerschaft Wester war bei einem Alleinunfall ein Pkw in Brand geraten. Wie die Polizisten vor Ort mitteilten, hatte ein 27-jähriger Ochtruper die Kontrolle über seinen Wagen verloren, war nach links von der Straße abgekommen und dort gegen einen Baum gefahren. Der Fahrer konnte sich noch selbst leicht verletzt aus dem Wagen befreien, bevor der Pkw in Flammen aufging. Zeugen trafen ihn neben dem brennenden Auto an.

Bei einem Atemalkoholtest ergab sich ein Wert von 2,54 Promille. Die Beamten ordneten eine Blutprobe an und stellten den Führerschein des 27-Jährigen sicher. Da der Mann auch schwierig anzusprechen war, wurde er vorsichtshalber zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht. Gegen den Ochtruper wird ein Strafverfahren eingeleitet.

Erneut Feuer gefangen

Dieser Unfall bescherte den Feuerwehrleuten und Polizisten im Nachhinein noch einen weiteren Einsatz. Um 5.45 Uhr wurden sie zu einem neuerlichen Pkw-Brand auf der Bentheimer Straße gerufen. Es stellte sich aber sofort heraus, dass just das Fahrzeug, das kurz vorher auf der Niedereschstraße nahezu ausgebrannt war, erneut hellauf loderte. Ein Abschleppwagen hatte es nach dem vorher beschriebenen Unfall „auf den Haken genommen“ und war stadtauswärts gefahren. Angeblinkt durch ein entgegenkommendes Fahrzeug, sah der Fahrer des Abschleppfahrzeugs im Rückspiegel, dass seine verunfallte Fracht erneut Feuer gefangen hatte. Er bremste umgehend, ließ den brennenden Wagen „vom Haken“ und brachte sich und den Abschlepper einige Meter weiter in Sicherheit.

Möglicherweise Glutnest im Reserverad

Wie der Einsatzleiter der Ochtruper Feuerwehr, der stellvertretende Stadtbrandinspektor Jörg Veldermann, an der schnell gelöschten Brandstelle erläuterte, hatte möglicherweise ein Glutnest im Reserverad im Kofferraum des Pkw – angefacht durch den Fahrtwind, der ungehindert durch die geborstenen Scheiben wehen konnte – einen neuerlichen Brand ausgelöst.

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