Fr., 08.01.2016

Renaturierung der Gellenbecke Arbeiten an der Laurenzstraße dauern  länger

Unsicherheitsfaktor Wetter: Nach dem Eisregen ruhten die Arbeiten an der Laurenzstraße auch am Donnerstag noch. In vier bis fünf Wochen soll die Maßnahme jedoch abgeschlossen sein – wenn die Witterung mitspielt.

Unsicherheitsfaktor Wetter: Nach dem Eisregen ruhten die Arbeiten an der Laurenzstraße auch am Donnerstag noch. In vier bis fünf Wochen soll die Maßnahme jedoch abgeschlossen sein – wenn die Witterung mitspielt. Foto: Anne Eckrodt

Ochtrup - 

Die Gellenbecke wird auf einer Länge von 100 Metern renaturiert. Eigentlich sollte das Gros der Arbeiten an der Laurenzstraße bis Weihnachten abgeschlossen sein. Aber das Wetter hat nicht mitgespielt. Das Ende der Baustelle ist nun in vier bis fünf Wochen geplant.

Von Anne Eckrodt

Der Eisregen von Mittwoch wirkt nach. Auch am Donnerstag passiert auf der Baustelle an der Laurenzstraße nichts. Dort, in Höhe der Einmündung zur Gellenbeckstraße, ist es entlang der Uferböschung und in der Baugrube stellenweise noch immer extrem glatt. „Es wäre zu gefährlich, hier heute zu arbeiten. Morgen geht es jedoch weiter“, berichtet Johannes Ratering, als Abteilungsleiter bei den Stadtwerken für den Bereich Abwasser zuständig, nach der morgendlichen Baubesprechung mit den Mitarbeitern der Firma Nyenhuis (Rheine).

Doch es sind nicht alleine diese beiden Tage mit Frost und Glatteis, die dafür sorgen, dass die Arbeiten deutlich hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurückliegen. Eigentlich sollte das Gros bis Weihnachten erledigt sein, nun rechnet Ratering damit, dass es erst in vier bis fünf Wochen so weit sein wird. „Vorausgesetzt, dass Wetter macht uns nicht wieder einen Strich durch die Rechnung“, betont der Abteilungsleiter. Das war nämlich im Dezember der Fall. Nicht in Form von Frost, sondern von Regen. „Wir hatten mit den enormen Niederschlagsmengen zu kämpfen. Über die Gellenbecke ist extrem viel Wasser in die Baugrube gelaufen, so dass dort nicht wie geplant gearbeitet werden konnte“, erläutert Ratering.

Da fielen die Überraschungen, die sich bei Arbeiten im Erdreich nahezu immer auftun, kaum ins Gewicht. Neben alten Versorgungsleitungen der Firma Laurenz sind die Arbeiter beispielsweise auf ein früheres Fundament der Gellenbecke gestoßen. Ratering: „Das zeigt, dass das Gewässer damals einen anderen Verlauf hatte.“

Apropos Gewässer: Das neue Kastenprofil aus Betonfertigteilen ist bereits eingebaut. Es sorgt, wenn die Renaturierungsarbeiten abgeschlossen sind, für einen ungehinderten Durchlauf der Gellenbecke unterhalb der Laurenzstraße. Rund 170 000 Euro kostet die Gesamtmaßnahme. Aufgrund des ökologischen Ausbaus bekommen die Stadtwerke Landeszuschüsse bis zu 80 Prozent.

Die zeitliche Verzögerung bedeutet auch eine Verlängerung der Verkehrsbehinderungen. Während Autos um die Baustelle herum geführt werden, müssen Radfahrer und Fußgänger den Umweg über den Aldi-Parkplatz in Kauf nehmen. Das sollten sie zumindest, allerdings halten sich längst nicht alle daran. Und auch Autofahrer zeigen mitunter wenig Verständnis für die Maßnahme. „Die Bauarbeiter werden hier teilweise wüst beschimpft“, weißt Ratering zu berichten.

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