Mi., 20.01.2016

Demografiegutachten Geografie-Student befragt Bewohner des Hogelucht-Gebiets

Befragt im Zuge seiner Masterarbeit die Bewohner des Hogelucht-Gebiets: Sebastian Seidel. Der 28-Jährige studiert Geografie an der Universität Münster.

Befragt im Zuge seiner Masterarbeit die Bewohner des Hogelucht-Gebiets: Sebastian Seidel. Der 28-Jährige studiert Geografie an der Universität Münster. Foto: Anne Eckrodt

Ochtrup - 

Der demografische Wandel macht auch vor Ochtrup nicht halt. Was das für die Stadt und deren Entwicklung bedeutet, soll ein Demografiegutachten deutlich machen, das zurzeit vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) in Dortmund erstellt wird. In das Gutachten fließen auch die Ergebnisse der Masterarbeit von Sebastian Seidel, der zurzeit die Bewohner des Hogelucht-Gebiets befragt, wie sie künftig wohnen wollen.

Von Anne Eckrodt

Der demografische Wandel macht auch vor ländlichen Regionen wie Ochtrup nicht Halt. Um nicht erst zu reagieren, wenn die Folgen bereits allgegenwärtig sind, sondern frühzeitig die Weichen für eine entsprechende Stadtentwicklung zu stellen, hat die Verwaltung beim Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) in Dortmund ein Demografiegutachten in Auftrag gegeben. „Alle reden über den demografischen Wandel, aber keiner weiß so richtig, was da auf uns zukommt“, meinte Bürgermeister Kai Hutzenlaub jetzt in einem Pressegespräch.

Der größte Teil des Gutachtens ist bereits fertig. Lediglich an zwei Punkten wird noch gearbeitet. „Das ist zum einen die Flüchtlingssituation“, berichtete Wirtschaftsförderer Robert Tausewald. Zum anderen spielt die Masterarbeit, die Sebastian Seidel zurzeit am Institut für Geografie der Universität Münster erstellt, eine Rolle in dem Gutachten zur Bevölkerungsentwicklung. Der 28-Jährige beschäftigt sich in seinem Geografiestudium schwerpunktmäßig mit dem Thema Raumplanung und -entwicklung. Im Auftrag der Stadt befragt er die Bewohner einer klassischen Einfamilienhaussiedlung aus den 1960er/70er Jahren, wie sie künftig wohnen wollen. „Wir haben dazu das Hogelucht-Gebiet ausgesucht, weil es für Ochtruper Verhältnisse relativ am Rande des Ortes liegt und über viele Einfamilienhäuser aus der Zeit verfügt“, erzählte Seidel.

927 Ochtruper, die ihren Hauptwohnsitz in diesem Teil des Ortes haben und wahlberechtigt sind, bekommen daher in diesen Tagen Post. 26 Fragen umfasst der von Seidel erarbeitete Bogen; die meisten lassen sich durch einfaches Ankreuzen oder Eintragen von Zahlen schnell beantworten. „Das ist kein großer Aufwand, doch das Ergebnis hilft uns sehr“, betonte Hutzenlaub.

Was der Geografiestudent aus Hamm von den Och­trupern so alles wissen möchte? Das Fragenspektrum reicht vom Haustyp und Baujahr über die Zufriedenheit mit der aktuellen Wohnsituation bis hin zu Umzugs- beziehungsweise Umbau- und Sanierungsplänen. Außerdem möchte Seidel wissen, was den Befragten in ihrer bisherigen Nachbarschaft gefällt beziehungsweise missfällt und welche Einrichtungen, Dienstleistungen oder sonstigen Angebote sie sich wünschen.

Die Fragebögen sollten bis zum 29. Januar (Freitag) zurückgegeben werden – entweder per beiliegendem Rückumschlag (die Kosten übernimmt die Stadt) oder über den Hausbriefkasten am Rathaus, Professor-Gärtner-Straße 10. „Selbstverständlich werden die Daten der Umfrage anonym ausgewertet“, hob Hutzenlaub hervor. Bis Ende Februar soll das Ergebnis vorliegen. Aus Sicht von Seidel ist das kein Problem. „Der größte Teil meiner Arbeit war die vorausgehende Recherche. Die Auswertung der Fragebögen ist in ein paar Tagen erledigt“, so der 28-Jährige.

Das Gesamtgutachten des ILS zur demografischen Entwicklung Ochtrups soll im Frühjahr fertig sein. „Dann werden wir es selbstverständlich auch öffentlich vorstellen“, betonte Hutzenlaub.

Zum Thema

Für weitere Informationen der befragten Hogelucht-Bewohner steht Wirtschaftsförderer Robert Tausewald zur Verfügung (Telefon 0 25 53 / 7 31 01, E-Mail robert.­tausewald@­ochtrup.de).

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