Do., 21.01.2016

Umgestaltung des Lambertikirchplatzes Im März fällt der Startschuss für die Großbaustelle

Baustelle rund um St. Lamberti: Ab März wird der Kirchplatz komplett umgestaltet. Im August 2017 sollen die Arbeiten beendet sein.

Baustelle rund um St. Lamberti: Ab März wird der Kirchplatz komplett umgestaltet. Im August 2017 sollen die Arbeiten beendet sein. Foto: Jürgen Christ

Ochtrup - 

Es hat etwas von einer Operation am offenen Herzen. Im März beginnen die Arbeiten zur Umgestaltung des Lambertikirchplatzes. Fast eineinhalb Jahre haben die Bauarbeiter das Sagen. Im August 2017 soll die Maßnahme abgeschlossen sein.

Von Anne Eckrodt

Am 6. März, dem ersten verkaufsoffenen Sonntag dieses Jahres, ist der Platz rund um die Lambertikirche noch einmal im gewohnten Zustand zu erleben. Danach rücken die Bauarbeiter an, um den Bereich bis August 2017 komplett umzugestalten. „Der Zeitplan ist ziemlich ambitioniert“, räumt Claudia Werremeier vom Bauamt der Stadt Ochtrup im Gespräch mit unserer Zeitung ein. Zumal die Vergabe der Arbeiten, für die die Kommune zuständig ist, erst in der Ratssitzung am 3. März erfolgen kann. „Allerdings legen zunächst die Stadtwerke los. Das verschafft uns noch ein wenig Luft“, macht Bürgermeister Kai Hutzenlaub deutlich.

Die Stadtwerke starten am 7. März mit der Sanierung des Regenwasserkanals in der Weinerstraße, und zwar auf dem Abschnitt zwischen Bültstraße und Haus Hues. Werremeier: „Wir überlegen noch, ob die Bäume, die ohnehin gefällt werden müssen, vor Beginn der Tiefbauarbeiten beseitigt werden.“

Im April soll es mit dem ersten städtischen Bauabschnitt losgehen: Bis Juli wird die Bültstraße zwischen der Fußgängerampel und der Gaststätte Bücker umgestaltet. Anschließend – von Juli bis Oktober – ist der Teil des Kirchplatzes von der Bültstraße bis hinter dem Hotel Wigbold dran. „Von November bis April 2017, wenn ohnehin keine Außengastronomie stattfindet, steht der Abschnitt der Weinerstraße von der Bültstraße bis zur Mühlenstraße auf dem Programm“, berichtet Werremeier. Zum Schluss, von April bis August 2017, sei dann der südliche Teil des Kirchplatzes mit der Kolpingstraße dran. Hutzenlaub: „Wir wollen sicherstellen, dass während der gesamten Bauphase entweder die Bültstraße oder aber die Kolping- und Mühlenstraße frei sind.“

Anlieger und Geschäftsleute hat die Stadtverwaltung bereits über den Zeitplan informiert. „Es war eine konstruktive Diskussion“, fasst Hutzenlaub die Bürgerversammlung zusammen. Und Werremeier ergänzt: „Wir haben dabei deutlich gemacht, dass bei einer derartigen Baumaßnahme mitten in der Stadt natürlich mit Behinderungen zu rechnen ist.“ Im übertragenen Sinn hat die Umgestaltung des Kirchplatzes etwas von einer Operation am offenen Herzen. Um die Auswirkungen für alle Beteiligten so gering wie möglich zu halten, soll es feste Zeiten für die Baubesprechungen geben. „Dann können die Anlieger dazu kommen und eventuelle Probleme direkt ansprechen“, so Hutzenlaub. Außerdem stehe die Verwaltung in engem Kontakt mit der Pfarrgemeinde St. Lambertus. Der Zugang zur Kirche sei auf jeden Fall während der gesamten Zeit möglich – wenn auch vorübergehend mal nur über Schotter.

Außerdem ist Pfarrer Stefan Hörstrup darauf eingestellt, dass bei Arbeiten auf dem Kirchplatz Gebeine Verstorbener gefunden werden könnten. Denn bis 1808 wurden dort Tote bestattet. „Archäologen haben das Terrain schon mal vorsondiert und sind dabei auf Gebeine gestoßen“, erzählt Werremeier. Die sterblichen Überreste sollen dann umgebettet werden auf den Friedhof in der Oster.

Weichen muss auch der Wochenmarkt. Der findet während der gesamten Bauzeit auf dem Pottbäckerplatz statt. Hutzenlaub: „Das haben sich die Beschicker gewünscht. Sie wollten nicht auf den Marktplatz umziehen.“

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