Fr., 22.01.2016

Wohngeldreform Einige Ochtruper dürfen sich über erhöhten Mietzuschuss freuen

Wohlgeldreform: Zum 1. Januar dieses Jahres wurde das Wohngeld an die Mieten- und Einkommensentwicklung angepasst. Auch in Ochtrup können davon viele Menschen profitieren..

Wohlgeldreform: Zum 1. Januar dieses Jahres wurde das Wohngeld an die Mieten- und Einkommensentwicklung angepasst. Auch in Ochtrup können davon viele Menschen profitieren.. Foto: Anne Steven

Ochtrup - 

Sie hat lange auf sich warten lassen, doch seit dem 1. Januar 2016 gilt die Wohngeldreform. In Ochtrup durften sich bereits einige Wohngeldbezieher über einen erhöhten Mietzuschuss freuen. Wer glaubt, Anspruch auf Wohngeld zu haben, sollte das überprüfen lassen.

Von Anne Steven

Das neue Jahr hatte für einige Ochtruper gleich eine Überraschung parat. Und zwar für diejenigen, die aktuell Wohngeld beziehen. In ihren Bescheiden, die Anfang des Monats ins Haus flatterten, wurde die Wohngeldreform, die seit dem 1. Januar dieses Jahr gilt, bereits automatisch berücksichtigt. Heißt: Sie bekommen mehr Geld.

Mit dem Wohngeld werden in Deutschland bereits seit über 50 Jahren einkommensschwache Bürger bei ihren Wohnkosten unterstützt. Dabei ist das Wohngeld abhängig von der Haushaltsgröße, dem Einkommen und der Miete beziehungsweise der Belastung.

Sieben Jahre ist es her, dass das Wohngeld zuletzt reformiert wurde. Und wie damals erwartet Christian Engelmann, stellvertretender Leiter im Fachbereich Ordnung, Schulen und Soziales der Stadt Ochtrup, erneut einen starken Anstieg der Zahl der Leistungsempfänger in der Töpferstadt: „Da werden jetzt sicherlich einige neue Kunden dazukommen.“ Denn das Wohngeldleistungsniveau wurde zum 1. Januar um durchschnittlich 39 Prozent erhöht. Engelmann spricht in diesem Zusammenhang von einer „Wellenbewegung“. So schwappte die Zahl der Wohngeldbezieher nach der Reform 2009 in Ochtrup von 300 auf über 700. „Danach schleicht sich das wieder weg“, erklärt der Fachbereichsleiter. Denn während Einkommen und Renten steigen, bleiben die Sätze, nach denen der Anspruch auf Wohngeld festgelegt wird, gleich.

Bei der Stadt Ochtrup ist Annette Koßmann für die Bearbeitung der Wohngeldanträge zuständig. Bislang, das ist der Eindruck der Sachbearbeiterin, hätten sich allerdings noch nicht viele Ochtruper die Wohngeldreform zunutze gemacht. Bereits im letzten Quartal des vergangenen Jahres empfahl sie Antragsstellern, bei denen kein Anspruch geltend gemacht werden konnte, es in 2016 noch einmal mit dem Wohngeld zu versuchen. Denn auf Wohngeld besteht ein Rechtsanspruch. Jeder, der die Voraussetzungen erfülle, sollte seinen Anspruch auch geltend machen. Empfänger von bestimmten Sozialleistungen (Grundsicherung, Hartz IV) sind allerdings vom Wohngeld ausgeschlossen, da diese die Wohnkosten bereits berücksichtigen.

Zum Thema

Anträge auf Wohngeld werden beim Fachbereich Ordnung, Schulen und Soziales der Stadt Ochtrup, Hinterstraße 20, bearbeitet. Dort liegen auch Exemplare zur Mitnahme aus. Ab dem 1. April sind die Verwaltungsmitarbeiter im ehemaligen Coca-Cola-Gebäude am Gausebrink zu finden.

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