Sa., 23.01.2016

Gefängnisstrafe Ladendieb schlägt auf Detektivinnen ein

(Symbolbild) 

(Symbolbild)  Foto: dpa

Ochtrup/Rheine - 

Wegen räuberischen Diebstahls in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung und Nötigung musste sich ein 38-jähriger Mann aus Ochtrup am Freitag vor dem Schöffengericht Rheine verantworten. Er wurde zu einer Freiheitsstrafe von knapp zwei Jahren verurteilt.

Von Monika Koch

Wegen räuberischen Diebstahls in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung und Nötigung verurteilte das Schöffengericht Rheine am Freitag einen 38-jährigen Mann aus Ochtrup zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten ohne Bewährung. Die Staatsanwaltschaft hatte knapp ein Jahr mehr beantragt, weil der Mann mehrfach vorbestraft war die beiden Ladendetektivinnen, die ihn überführt hatten, einhellig erklärten, eine solch heftige Gegenwehr in ihrer knapp 20-jährigen Tätigkeit noch nicht erlebt zu haben. Eine Frau erlitt einen doppelten Mittelhandbruch, der zwei Mal operiert werden musste. Sie leidet immer noch unter Taubheitsgefühlen. Ihre Kollegin blieb unverletzt.

Trotz Hausverbots betrat der Angeklagte am 10. Juni 2015 einen Supermarkt an der Bahnhofstraße in Ochtrup und stahl – in einem mitgebrachten Stoffbeutel verstaut – einige Waren. An der Kasse bezahlte er lediglich eine Flasche Saft. Seit Betreten des Ladens war der 38-Jährige im Visier der Ladendetektivinnen. „Er hat mir direkt das Gefühl gegeben, dass gleich etwas abgehen würde“, schilderte eine der Frauen ihren Eindruck. Gemeinsam mit ihrer Kollegin beobachtete sie, wie der Mann die Sachen einsteckte. Nach dem Passieren der Kasse sprachen sie ihn an und hielten ihn an seiner Umhängetasche fest. „Die Tasche war ihm total wertvoll. Er hätte nur den Kopf runter machen müssen und wäre weg gewesen“, sagte eine Detektivin im Zeugenstand. Dabei schlug er nach ihrer Darstellung wild mit den Fäusten auf die beiden Frauen ein und flüchtete. Die zweite Detektivin verfolgte ihn über knapp einen Kilometer. „Da blieb er stehen und drohte: Wenn du nicht jetzt sterben willst, lässt du mich laufen.“ Sie blieb stehen und rief die Polizei, die ihn kurze Zeit später fasste, weil er bei der Flucht sein Portemonnaie mit Personalien verloren hatte.

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