Mi., 03.02.2016

Stadtwerke für Energiemanagement zertifiziert Anliegerstraßen sollen 2016 auf LED-Technik umgerüstet werden

Ein Blick ins Innere des neuen Blockheizkraftwerks.

Ein Blick ins Innere des neuen Blockheizkraftwerks. Foto: stev

Ochtrup - 

Die Stadtwerke wollen Energie sparen. Erste Maßnahmentun zeigen bereits Wirkung. Denn der Energieversorger wurde Ende vergangenen Jahres für sein Energiemanagement zertifiziert. Doch damit nicht genug.

Von Anne Steven

Bei den Stadtwerken ist ein kleiner Wettstreit ausgebrochen. So zumindest beschreibt es Norbert Feldevert. Der Leiter der Kläranlage berichtete gemeinsam mit Betriebsleiter Robert Ohlemüller, dem Abteilungsleiter für Abwasser bei den Stadtwerken, Johannes Ratering, und dem technische Leiter der Stadtwerke, Herbert Bätker, am Montagabend im Betriebsausschuss über das neue Energiemanagement-System.

Ende vergangenen Jahres wurden die Stadtwerke nach ISO 50001 zertifiziert. Heißt: In einem ständigen Prozess hat es sich der Energieversorger zum Ziel gesetzt, Energie einzusparen. Das beziehe sich, so Ohlemüller, sowohl auf den laufenden Betrieb als auch auf Neuanschaffungen.

Ein Beispiel für Letzteres ist das neue Blockheizkraftwerk (BHKW) direkt neben dem Faulturm der Kläranlage. Seit Ende 2015 ist es im Einsatz. „Früher wurde ein Teil des Gases aus dem Faulturm für die Heizung genutzt“, berichtete Feldevert. Doch noch etwa ein Drittel wurde verbrannt und damit nicht genutzt. Das ist jetzt anders. Nun wird alles, was an Biogas aus dem Klärprozess anfällt, für die Energiegewinnung genutzt. Im Jahr werden das etwa 400 000 bis 500 000 Kilowattstunden sein, schätzt Ohlemüller. Zum Vergleich: Mit dieser Menge könnten 110 Haushalte ein Jahr lang mit Energie versorgt werden. Und auch die Abwärme findet Verwendung. Sie wird für Heizungszwecke genutzt. Rund 220 000 Euro hat das BHKW gekostet. „Hoffentlich haben wir lange Freude daran“, blickt Ohlemüller weiter nach vorne.

Wesentliche Energie-Verbraucher bei den Stadtwerken sind unter anderem die Kläranlage, das Wasserwerk und die Straßenbeleuchtung. Seit diesem Jahr gehört auch das Bergfreibad dazu. Die energetische Betrachtung der Anlage sei allerdings ein Prozess, der sich über vier oder fünf Jahre hinziehen könne, erklärte der Betriebsleiter.

Eine Sache wollen die Stadtwerke aber schon in diesem Jahr angehen: die Straßenbeleuchtung. Nachdem bislang vorwiegend Durchgangsstraßen wie etwa die Gronauer oder Bentheimer Straße auf LED-Technik umgerüstet wurden, sollen 2016 die Anliegerstraßen folgen. Neue Wohngebiete, in denen der Endausbau der Straßen bereits gemacht wurde, sind bereits mit LED-Technik bestückt. Bislang habe man bei älteren Wohngebieten auf eine Umrüstung verzichtet, weil es bei den Kofferleuchten Rückrufaktionen gegeben habe. Doch mittlerweile funktioniere das System. Beginnen wollen die Stadtwerke mit dem Baugebiet Dietrich-Bonhoeffer-Straße. Dieses Areal eigne sich laut Ohlemüller deshalb so gut, weil dort eine separate Beleuchtungssteuerung vorhanden sei: „Da wollen wir mal üben.“

Etwa 100 bis 150 neue Straßenleuchten sollen montiert werden und für eine homogenere Ausleuchtung sorgen. Dazu werden die vorhandenen Masten mit Aufsätzen versehen. Denn während die alten Pilzleuchten eine Höhe von 60 Zentimetern aufweisen, sind die neuen Leuchten nur zehn Zentimeter hoch.

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