Fr., 05.02.2016

Einblick ins Leben der Flüchtlinge Jugendparlament informiert sich beim Verein „Miteinander“

Die Jugendlichen hören in der Kleiderkammer gespannt zu, was Klaus Schnabel über den Verein „Miteinander Och­trup“ und die Flüchtlingssituation zu sagen hat.

Die Jugendlichen hören in der Kleiderkammer gespannt zu, was Klaus Schnabel über den Verein „Miteinander Och­trup“ und die Flüchtlingssituation zu sagen hat. Foto: Hannah Moritz

Ochtrup - 

Ob Kleiderkammer oder Fahrradwerkstatt: Der Verein „Miteinander“ hat in Ochtrup bereits einige Projekte für Flüchtlinge initiiert. Das Jugendparlament hat sich jetzt die Einrichtungen angeschaut – und gestaunt.

Von Hannah Moritz

Die Flüchtlingssituation ist aktuell ein allgegenwärtiges Thema, für das sich auch das Jugendparlament Ochtrup (JPO) interessiert. Schließlich kommen junge Menschen allein in der Schule tagtäglich mit Flüchtlingen in Kontakt. Aus diesem Grund trafen sich Marc und Anika Bierbaum, Franka Wiggenhorn, Sophia Wiers und Jana Zurkuhl jetzt mit Klaus Schnabel von „Miteinander Ochtrup“. Er informierte die Jugendlichen ausführlich über die Arbeit des Vereins. „So bekommt man einfach mal selbst einen Eindruck von der Situation“, machte Wiers deutlich.

Nicht nur Schnabel erzählte von seinen Erfahrungen. Auch die Nachwuchspolitiker berichteten, wie sie den Schulalltag mit den Flüchtlingen erleben. „Wir haben auch einige in der Stufe“, berichtete Wiers, Neuntklässlerin am Ochtruper Gymnasium. „Es sind immer welche dabei, mit denen man sich nicht so gut versteht. Aber generell komme ich gut mit den Flüchtlingen klar.“ Zurkuhl, die ebenfalls die neunte Jahrgangsstufe besucht, fügte hinzu: „Es ist erstaunlich, wie schnell manche lernen.“

Die Parlamentarier begannen ihre Tour mit Schnabel in der Fahrradwerkstatt im Pröpstinghoff. Dort zeigte das Vorstandsmitglied, was der Verein schon erreicht hat und was noch geplant ist. Und die Jugendlichen sahen, wie die Flüchtlinge in den Wohnblocks untergebracht sind. „Meiner Meinung nach sollte mehr Unterstützung in den Verein und in die Renovierung des Pröpstinghoffs fließen, aber da kann die Stadt nichts machen“, so Marc Bierbaum. Auch die anderen Mitglieder erkannten, dass noch Handlungsbedarf besteht, zum Beispiel bei der Ausbesserung des Fußballplatzes auf dem Gelände.

Danach ging es zur Kleiderkammer, in der reger Aufräumbetrieb herrschte. Mitten im Geschehen erklärte Schnabel, wie die Arbeit dort aussieht. Die Jugendlichen zeigten sich beeindruckt vom Engagement der ehrenamtlichen Kräfte.

Das Fazit der Gruppe: „Für die Umstände macht der Verein echt gute Arbeit“, lobte Marc Bierbaum. „Ich finde es gut, mal was Praktisches zu sehen“, meinte Zurkuhl. Am Ende des Treffens waren sich Nachwuchspolitiker einig, sich eine Zusammenarbeit mit dem Verein „Miteinander“ gut vorstellen zu können.

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