Mo., 15.02.2016

Konzert der Gruppe „Strauhspier“ Alt und modern zugleich

Trafen mit der Kombination plattdeutscher Texte und moderner Musik, deren Rhythmik in die Beine geht, den Nerv des Publikums: die „Strauhspier“-Musiker (v.l.) Hermi Sürken, Nikolaus Evers und Helmut Schnieders.

Trafen mit der Kombination plattdeutscher Texte und moderner Musik, deren Rhythmik in die Beine geht, den Nerv des Publikums: die „Strauhspier“-Musiker (v.l.) Hermi Sürken, Nikolaus Evers und Helmut Schnieders. Foto: Sabine Sitte

Ochtrup - 

Seit 35 Jahren stehen sie auf der Bühne und pflegen die plattdeutsche Mundart. Auf Einladung des Heimatvereins gastierte die Gruppe „Strauhspier“ jetzt in der Vechtehalle. Für ihre Kombination plattdeutscher Texte und moderner Musik erntete sie viel Applaus.

Ein kleines Jubiläum, drei Geburtstagskinder und mehr als 200 Gäste: „Strauhspier“, die Münsterländer Band aus Rheine, überzeugt ihr begeistertes Publikum mit Blues, Charme und dem Gesang plattdeutscher Texte. So auch am Valentinssonntag in der Vechtehalle auf Einladung des Heimatvereins. Und ganz nebenbei blickten die drei Musiker auf den Tag genau auf 35 Jahre Bandgeschichte zurück.

„Gegründet haben wir uns quasi im Wohnzimmer von Klaus“, erzählt Hermi Sürken, einer der Gründungsmitglieder. Die drei – Sürken, Nikolaus (Klaus) Evers und Helmut Schnieders – fanden schnell zusammen und sind es geblieben. Mit der plattdeutschen Sprache waren sie in ihren Familien aufgewachsen und so entstand die Idee, Lyrisches von Heimatdichtern wie Augustin Wibbelt, Ottilie Baranows­ki und Otto Pötter zu vertonen. Das Besondere ihrer Songs liegt in der Symbiose zweier Gegensätze: Strauhspier (Der Strohhalm) verbindet alte Sprache mit moderner Musik, deren Rhythmik in die Beine geht. „Wir spielen das, was uns in der Jugend geprägt hat“, sagt Schnieders. Blues, Swing, Country. Die Vollblutmusiker legen Wert auf „schöne, ehrliche Musik“ und greifen dabei auf typische Instrumente wie Akkordeon, Gitarre, Banja und Mundharmonika zurück. Über die Jahre sind auch viele eigene Texte entstanden, meist aus der Feder von Evers. Der Singer/Songwriter beschreibt Alltagssituationen mal mit kritischem Unterton, mal mit einem Augenzwinkern.

Das Publikum bedankt sich mit tosendem Applaus für den Hörgenuss. Noch ein weiterer Gast bringt sich in das Repertoire des Nachmittags ein: Hermann Fischer, Regisseur an der Niederdeutschen Bühne in Münster, liest Texte und Prosa in niederdeutscher Sprache. Die Geschichten über die Zeit, die Liebe und einen leidenschaftlichen Kuss nach 40 Jahren Ehe quittieren die Zuhörer mit einem nachdenklichen Blick, einem Schmunzeln oder mit lautem Gelächter.

Für viele Gäste ist der Exkurs in die altdeutsche Sprache ein Ausflug in die Vergangenheit und eine schöne Erinnerung. So soll es sein, freuen sich die Organisatoren des Heimatvereins. Denn sie wollen etwas für den Erhalt der plattdeutschen Mundart tun.

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