Do., 18.02.2016

Passantenbefragung in Gronau Fast alle kennen das FOC

Ochtrup/Gronau - 

Gute Noten für das FOC Ochtrup gab es bei einer Passantenbefragung zu den Einkaufsstandorten Gronau und Epe. Die Befragten gaben dem Outlet eine „zwei minus“, während die Einkaufsmöglichkeiten in Gronau und Epe mit einer glatten „vier“ abschnitten.

Von Klaus Wiedau

Glatte „vier“ für die Einkaufsmöglichkeiten in der Gronauer Innenstadt, „zwei minus“ für das FOC in Ochtrup: Zu dieser durchschnittlichen Bewertung kommen Passanten, die im Auftrag der Stadt Gronau nach ihrer Meinung zu den Einkaufsstandorten Gronau und Epe im Vergleich mit dem Outlet in Ochtrup befragt worden sind.

Gesammelt wurden im Dezember 2015 die Stimmen von mehr als 300 Menschen in der Gronauer Innenstadt (205) und in Epe (107). Die Stadt Gronau erhofft sich durch die Befragung Erkenntnisse darüber, wie sich die geplante Erweiterung des FOC auf das Einkaufsverhalten in Gronau auswirkt.

Die Passantenbefragungen, die von der Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rheine durchgeführt wurde, ergab, dass knapp 90 Prozent der Interviewten das FOC kennen und dort schon eingekauft haben. 42 Prozent räumten ein, alle paar Monate dort einzukaufen, weitere 43 Prozent sind sporadisch im FOC – mit bestimmten Kaufabsichten. Zwei Drittel der Befragten, die das FOC aufsuchen, fahren in der Woche hin, der Rest am Wochenende. Bevorzugte Produkte, die gekauft werden, sind Damenbekleidung (58 Prozent), Schuhe (40 Prozent), gefolgt von Sport- und Outdoorartikeln (33 Prozent) sowie Herrenbekleidung (35 Prozent). Am unteren Ende der Produktskala rangieren Spielwaren (sieben Prozent) und Parfüm/Kosmetik mit drei Prozent.

„Große Angebotsvielfalt“ (57 Prozent), „günstige Preise“ (41 Prozent), „Abwechslung“ (32 Prozent) und „Erlebnis beim Einkaufen“ (18 Prozent) nennen die Befragten als Gründe, warum sie das FOC aufsuchen.

Im Vergleich mit der Gronauer Innenstadt bezeichnen 71 Prozent der befragten Passanten die Attraktivität der Einkaufsmöglichkeiten im FOC als „sehr attraktiv“. Zum Vergleich: Die Einkaufsmöglichkeiten in der Gronauer Innenstadt finden nur 0,4 Prozent sehr attraktiv, immerhin knapp zehn Prozent sagen „attraktiv“, knapp 90 Prozent aber finden den Einkauf in Gronau weniger oder gar nicht attraktiv. Für Epe ergibt sich hier ein leicht abweichendes Bild: Dort finden immerhin 22 Prozent die Einkaufsmöglichkeiten attraktiv, 45 beziehungsweise 32 Prozent der Befragten nennen das Angebot weniger oder gar nicht attraktiv – im Ergebnis kommt Epe damit besser weg als Gronau.

Etwa ein Drittel der Befragen gibt an, heute häufiger als vor einigen Jahren nach Ochtrup zu fahren, bei mehr als 60 Prozent ist die Besuchsfrequenz gleich geblieben. Die Gegenprobe macht deutlich, dass mehr als 70 Prozent der Interviewten wegen der FOC-Besuche weniger häufig in der Gronauer Innenstadt einkaufen – in der Kasse spüren das vor allem Gronauer Bekleidungsgeschäfte, in denen 28 Prozent der Befragten weniger einkaufen.

„Was halten Sie von den FOC-Erweiterungsabsichten?“, lautete eine weitere Frage. „Finde ich gut“, antworten 52 Prozent der Passanten, „finde ich unnötig“, meinen 22 Prozent und 25 Prozent der Befragten ist es egal. Interessant auch die Antworten auf die Frage, wie sich die Erweiterung auf das persönliche Einkaufsverhalten auswirken würde. 70 Prozent der Befragten würde demzufolge das FOC genauso häufig wie jetzt besuchen, 25 Prozent würden „häufiger“ und knapp vier Prozent wesentlich häufiger kommen.

Im Bauausschuss waren sich Verwaltung und Politik einig, dass die Befragung „wichtige Hinweise für die weiteren Schritte“ (Stadtbaurat Frank Vetter) enthalte. „Sehr interessante Erkenntnisse“ liefert die Umfrage auch nach Ansicht von Sebastian Laschke (CDU). Die Kosten für die Befragung (rund 3000 Euro) wurden insgesamt als gut angelegtes Geld angesehen. Nur Udo Buchholz (GAL) kritisierte, dass die Verwaltung die Expertise im Alleingang in Auftrag gegeben habe. Ein Fehler, wie sich auf Nachfrage unserer Zeitung bei der Verwaltung später herausstellte: Der Rat wurde im Dezember 2015 informiert – sogar der Fragebogen lag vor.

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