Mi., 17.02.2016

Das Herz auf dem rechten Fleck Stadt Ochtrup ehrt Ehrenamtler für ihr Engagement

Wertschätzung ihrer Arbeit: Zahlreiche Ehrenamtler wurden am Dienstagabend für ihr unentgeltliches Engagement geehrt. Vertreter der Stadt (kl. Foto) überreichten zudem die Ehrenamtskarte mit vielen Vergünstigungen für die Inhaber.

Wertschätzung ihrer Arbeit: Zahlreiche Ehrenamtler wurden am Dienstagabend für ihr unentgeltliches Engagement geehrt. Vertreter der Stadt (kl. Foto) überreichten zudem die Ehrenamtskarte mit vielen Vergünstigungen für die Inhaber. Foto: Irmgard Tappe

Ochtrup - 

In einer Feierstunde hat die Stadt Ochtrup am Dienstagabend zahlreiche Ehrenamtler für ihr unentgeltliches Engagement ausgezeichnet. Im Rahmen der Ehrung wurden außerdem die Ehrenamtskarten überreicht, die viele Vergünstigungen für die Inhaber ermöglicht.

Von Irmgard Tappe

Das Foyer der Stadthalle platzte am Dienstagabend beim Empfang der Stadt Ochtrup aus den Nähten. Alle Frauen und Männer, die da so angeregt miteinander plauderten, haben etwas gemeinsam: Sie engagieren sich ehrenamtlich. Mindestens fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden im Jahr setzen sie sich unentgeltlich zum Wohle ihrer Mitmenschen ein.

„Die heutige Veranstaltung soll auf alle aufmerksam machen, die sich freiwillig und unentgeltlich dem Gemeinwohl verpflichten. All diese Menschen haben das Herz auf dem rechten Fleck, und ihr Engagement ist unbezahlbar“, zollte Bürgermeister Kai Hutzenlaub den engagierten Bürgern Respekt. Die Anwesenden erhielten im Rahmen einer Feierstunde die Ehrenamtskarte.

Mitarbeiter der Verwaltung überreichten die Ehrenamtskarten.

Mitarbeiter der Verwaltung überreichten die Ehrenamtskarten. Foto: Irmgard Tappe

Viele Vereine, Gruppen und Verbände aus der Töpferstadt hatten sie für ihre engagierten Mitglieder beantragt. Für andere Empfänger der Karte war es eine Überraschung. Wie für Lothar Sahle, den ein Nachbar vorgeschlagen hatte, weil er den Bereich rund um den Lan­genhorster Schulteich säubert. „Aber ich freue mich, dass das anerkannt wird“, so der Rentner.

Auch Gabi Altepping wunderte sich über die Einladung zur Verleihung der Ehrenamtskarte. „Irgend jemand muss mich wohl vorgeschlagen haben“, bemerkte die Ochtruperin, die sich vielfach in der Seniorenarbeit engagiert. Sie fährt Bewohner des Carl-Sonnenschein-Hauses im Rollstuhl aus, bedient sie im Sonntags-Café und reicht ihnen das Essen. Und an den Seniorennachmittagen im Georgsheim gehört sie zur Gruppe der engagierten Frauen, die Kaffee einschenken. „Das sind sinnvolle Beschäftigungen, bei denen ich das Gefühl habe, anderen Leuten Freude zu bereiten“, sagte Altepping.

Gute Laune herrschte auch am Tisch der Damen von der Kleiderkammer. „Wir sind eine tolle Gruppe. Alles Frauen, die anderen gern helfen. Und das mit der Ehrenamtskarte ist wirklich eine schöne Anerkennung“, meinte Erika Deitmaring. Sie hatte auch schon eine erste Idee, wofür sie die Karte nutzen möchte. „Wir könnten doch alle zusammen mal Kaffeetrinken fahren. Es gibt zehn Prozent Ermäßigung auf Kaffee und Kuchen“, schlug sie ihren Kolleginnen vor.

Manfred Scho vom Förderkreis Kinderkarneval verriet, dass seine Ehrenamtskarte beim Friseurbesuch zum Einsatz kommt. Doch in erster Linie schätzt er an dieser vom Land Nordrhein-Westfalen initiierten Aktion die Würdigung ehrenamtlicher Arbeit.

Der Bürgermeister zeigte sich erfreut, dass sich in Ochtrup Leute aller Altersschichten auf vielfältige Art einbringen und sprach die verschiedenen Facetten der ehrenamtlichen Arbeit in der Töpferstadt an. Die einen engagieren sich in den Sportvereinen, Jugend- und Messdienergruppen oder in der Feuerwehr. Andere stehen Menschen in besonderen Situationen bei. Zum Beispiel engagieren sie sich in der Behindertenarbeit oder geben den Flüchtlingen Orientierung im Alltag. Und die Aktiven des Heimatvereins sowie des Leinewebervereins arbeiten daran, Kulturgut zu erhalten. „Danke für die Zeit und für den vielfältigen Einsatz“, betonte Hutzenlaub. Außerdem hob er das Engagement der Firmen und Institutionen, die die Aktion Ehrenamtskarte unterstützen, hervor.

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