Mo., 21.03.2016

Ökumenischer Jugendkreuzweg Von Stempeln und Steinen

Die Lambertikirche war Ausgangs- und Zielpunkt des ökumenischen Jugendkreuzweges, an dem mehr als 100 Jugendliche aus Ochtrup und Metelen teilnahmen.

Die Lambertikirche war Ausgangs- und Zielpunkt des ökumenischen Jugendkreuzweges, an dem mehr als 100 Jugendliche aus Ochtrup und Metelen teilnahmen. Foto: Irmgard Tappe

Ochtrup/Metelen - 

Mehr als 100 Jugendliche aus Ochtrup und Metelen nahmen am ökumenischen Jugendkreuzweg durch die Töpferstadt teil. Ausgangs- und Zielpunkt war die Lambertikirche. Das Thema lautete: „Wo bist du, Gott?“

Von Irmgard Tappe

Die Dunkelheit hatte sich gerade über die Stadt gelegt, als mehr als 100 Jugendliche aus den vier Seelsorgebezirken von St. Lambertus, der Metelener Pfarrei Ss. Cornelius und Cyprianus und der evangelischen Kirchengemeinde Ochtrup/Metelen zum ökumenischen Jugendkreuzweg aufbrachen.

Sie wurden angeführt von einem Jugendlichen, der ein großes, schlichtes Holzkreuz trug. Den Abschluss der Prozession bildeten einige Firmlinge des vergangenen Jahres. Sie trugen ein kleines Kreuz, das sie aus dünnen Ästen geschnitzt hatten. „Das ist ein ganz besonders Kreuz, aus Zweigen von Eukalyptusbäumen am Jakobsweg. Wir sind damit in die Kathedrale von Santiago de Compostela eingezogen“, erzählte Janis Schürmann, einer der Jugendlichen, die in der Jakobs-Kathedarale gefirmt wurden.

„Wo bist du, Gott?“, war in diesem Jahr das Motto des Jugendkreuzweges, der von der Lambertikirche zu den Stationen Pottbäckerplatz, evangelische Kirche, Feuerwache, Carl-Sonnenschein-Haus, Piushospital führte und wieder in der Lambertikirche endete. An den einzelnen Stationen lasen die Geistlichen Bibelstellen aus der Leidensgeschichte Jesu und zogen Parallelen zur Gegenwart.

„Wie stark mache ich mich abhängig von der Meinung anderer?“, fragte Pastor Stefan Hörstrup, angelehnt an Pilatus, der Jesus verurteilte, weil die anderen es so wollten. „Urteile ich über andere?“, „Werde ich abgestempelt oder habe ich vielleicht schon mal einen anderen abgestempelt?“, sprach er weitere Verhaltensmuster an und forderte die Jugendlichen auf, als Symbol einen Stempel auf das große Jugendkreuz zu drücken. Mit einem Kreuz voller Stempel zogen sie weiter zur evangelischen Kirche.

Pfarrer Albrecht Philipps erinnerte an das schwere Kreuz, das Jesus für die Menschen getragen hat. „Was fällt mir schwer? Was muss in meinem Leben anders werden, damit ich aufatmen könnte?“, spannte er den Bogen zur Gegenwart. Symbolisch für die Last des Kreuzes bekamen einige Jugendliche Rucksäcke voller Steine. An allen Stationen wurden die Teilnehmer durch Impulsfragen angeregt, sich mit dem Kreuzweg Jesu auseinanderzusetzen und über die alltäglichen Kreuze des eigenen Lebens nachzudenken.

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