Fr., 02.12.2016

CDU und Freie Wähler legen Vorschläge für eine Gesamtlösung vor Rathaus und Feuerwache im Blick

Die Töpferstadt soll ein neues Rathaus bekommen, an dem alle bisherigen Standorte zusammengefasst werden.

Die Töpferstadt soll ein neues Rathaus bekommen, an dem alle bisherigen Standorte zusammengefasst werden. Foto: Anne Spill

Ochtrup - 

Der Neubau eines Rathauses sowie die Zukunft der Feuer- und Rettungswache rücken weiter in den politischen Fokus: In seiner Sitzung am Mittwochabend hat sich der Haupt- und Finanzausschuss mit dem Thema befasst.

Von Anne Spill

Die CDU hatte einen Antrag gestellt, Mittel für die Planungen im Haushalt 2017 bereitzustellen – die Stadtverwaltung möge die Kosten „nach bestem Wissen beziffern“ und in den Etat aufnehmen. In dem öffentlichen Papier erläutern die Christdemokraten auch, wie sich das Vorhaben ihrer Ansicht nach umsetzen ließe. Ihr Gesamtkonzept enthält mehrere Schritte, die aufeinander aufbauen.

Baustein Nummer eins: der Abriss der Stadthalle sowie der alten Feuerwache an der Mühlenstraße. Auf der rund 9300 Quadratmeter großen Fläche soll dann eine neue Feuer- und Rettungswache entstehen. Mosaikstein zwei: Die Pestalozzischule soll, soweit das im Hinblick auf den Denkmalschutz möglich ist, abgerissen werden. Die CDU schlägt vor, auf diesem Areal das neue Rathaus zu bauen. In diesem oder aber in der neuen Feuer- und Rettungswache könnte auch die Polizeiwache Platz finden.

Neue Stadt- und Sporthalle

Punkt drei des Lösungsvorschlags beinhaltet die Errichtung einer neuen Stadt- und Sporthalle im südlichen Teil des Grundstücks zwischen Alter Maate und Piusstraße. Nummer vier: Auf der Fläche an der Professor-Katerkamp-Straße 5 (früher Uponor) sollen „Wohnheime“ entstehen, die unter Auflagen an junge Familien verkauft werden.

Als Fünftes sieht das Konzept der Christdemokraten vor, das Grundstück des – dann alten – Rathauses an einen Investor zu veräußern, der eine Mietwohnimmobilie mit Sozialbindung baut. Und Baustein sechs: Das verbleibende Gelände nördlich der neuen Stadt- und Sporthalle an der Piusstraße (heute Sportgelände und ehemaliges DRK-Zentrum) könnte – nach Abstimmung im Ausschuss – an einen Investoren oder andere Wohnbauwillige und den anliegenden Gewerbebetrieb verkauft werden. Auch zur Finanzierung hat sich die CDU Gedanken gemacht: Die erhebliche Summe, die nach Abzug der Verkaufserlöse bliebe, will sie durch ein Darlehen über 30 Jahre decken.

Variante der Freien Wähler

Auf dieses Gesamtkonzept bezieht sich wiederum ein Antrag der Freien Wähler. Einen Abriss der 28 Jahre alten Stadthalle kommt für sie nicht infrage. Stattdessen sollten Mängel an dem Gebäude ausgebessert werden. Auch eine Aufwertung durch eine Außenterrasse kann sich die FWO vorstellen.

Die neue Feuerwache soll in dieser Konzept-Variante auf dem Gelände der Pestalozzischule und des heutigen Rathauses entstehen. Dessen Neubau wiederum stellen sich die Freien Wähler auf dem Marktplatz vor. Stellplätze könnten in einer Tiefgarage oder auf einem Parkdeck geschaffen werden. Der Busbahnhof soll zum Schulzentrum umziehen und die Kirmes sich auf die Innenstadt verteilen. Auf dem alten Grundstück der Feuerwache schlägt die FWO Mietwohnimmobilien vor.

Punkt vier der CDU-Variante – Häuser für junge Familien an der Professor-Katerkamp-Straße 5 – stimmt die Fraktion zu. Den sechsten Punkt, der sich auf das Areal des ehemaligen DRK-Zentrums bezieht, will sie zurückgestellt wissen, wobei die Erweiterungsoption für den benachbarten Betrieb bestehen bleiben soll. Für den neuen Rathaus-Standort halten die Freien Wähler zudem noch einen Alternativ-Vorschlag parat, der allerdings nichtöffentlich diskutiert werden sollte.

Position der SPD

Inhaltlich setzten sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses mit diesen beiden Lösungsvorschläge im öffentlichen Teil nicht weiter auseinander. Nur Vincent ten Voorde (SPD) verdeutlichte schon einmal die Position seiner Fraktion: „Einen Abriss der Stadthalle wird es mit uns nicht geben.“ Das hatte er zuvor auch bereits in den sozialen Medien verkündet – zur Verärgerung der CDU. Ein zwischen den beiden Fraktionen anberaumtes Gespräch wurde abgesagt.

Im nichtöffentlichen Teil stand das Thema ein weiteres Mal auf der Agenda. Beschlüsse wurden diesbezüglich nach Angaben von Bürgermeister Kai Hutzenlaub jedoch nicht gefasst.

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