Do., 18.05.2017

Landgericht Münster Drogendealer aus Ochtrup kommt glimpflich davon

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Ochtrup/Münster - 

Das umfassende Geständnis der Angeklagten kam schon am ersten Verhandlungstag. Diese Flucht nach vorne trug dazu bei, dass das Duo, das am Donnerstag wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz auf der Anklagebank vor dem Landgericht Münster saß – ein Ochtruper und eine Münsteranerin – glimpflich davonkam.

Von Hans-Erwin Ewald

Das Gericht verurteilte den 28-jährigen Angeklagten aus Och­trup wegen unerlaubtem Handeltreiben mit und dem unerlaubten Erwerb von Betäubungsmitteln (Amphetamine) in nicht geringer Menge zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren.

Wegen der überlangen Verfahrensdauer gelten zwei Monate als bereits vollstreckt. Darüber hinaus muss der Angeklagte 2000 Euro an die Bischof-Hermann-Stiftung zahlen.

Gegen die 25-jährige Mitangeklagte aus Münster sah das Gericht eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 50 Euro für tat-und schuldangemessen an. 15 Tagessätze gelten auch bei ihr als bereits vollsteckt. Das Urteil fußte für die 25-Jährige auf Beihilfe zum unerlaubten Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in Tateinheit mit unerlaubtem Erwerb und Besitz.

Wie berichtet wurde den Angeklagten unter anderem vorgeworfen, zwischen Dezember 2013 und April 2014 in drei beziehungsweise fünf selbstständigen Handlungen, teils gemeinschaftlich und in bewusstem Zusammenwirken, mit Amphetaminen in Ochtrup und Umgebung gehandelt zu haben.

Einige Anklagevorwürfe hatte sich jedoch nicht bestätigt. Nach Überzeugung des Gerichts steht fest, dass der Angeklagte in Duisburg zwei größere Mengen Amphetamine erworben und eine Ankaufgespräch über 2000 „Pillen“ geführt hatte, das Geschäft aber nicht zustande kam. Der Tatbeitrag der Münsteranerin beruht auf einer reinen Fahrertätigkeit. Am Kauf der Drogen war sie nicht beteiligt, wusste aber, worum es ging. Im Rahmen einer Wohnungsdurchsuchung wurden bei ihr geringe Mengen Betäubungsmittel verschiedener Substanzen sichergestellt, die zum Eigenkonsum bestimmt waren.

Die Staatsanwältin hatte für den Ochtruper eine Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren, für die Münsteranerin eine Bewährungsstrafe von acht Monaten bei Zahlung von 1500 Euro an die Staatskasse beantragt. Die Verteidiger hatten sich für eine angemessene, milde Strafe ausgesprochen.

Hätte sich die in der Anklage genannte Menge an Drogen bewahrheitet, wäre es zu keiner Bewährungsstrafe gekommen, stellte der Richter in seiner Urteilsbegründung klar. Für den Ochtruper sprach, dass er sein Leben geändert habe.

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