Fr., 19.05.2017

Jugendparlament Ochtrup Nachwuchspolitiker diskutieren unter anderem über Bolzplätze

Kleine, aber konstruktive Runde: An der jüngsten Sitzung des Ochtruper Jugendparlaments nahmen aufgrund der laufenden Abitur-Prüfung nicht so viele Jugendliche wie sonst teil. Trotzdem diskutierten die Mädchen und Jungen eifrig mit (v.l.) Heiner Stücker von der Stadtverwaltung und dem Koordinator zwischen JPO und Rat, Martin Mensing über ihre Ideen und Projekte.

Kleine, aber konstruktive Runde: An der jüngsten Sitzung des Ochtruper Jugendparlaments nahmen aufgrund der laufenden Abitur-Prüfung nicht so viele Jugendliche wie sonst teil. Trotzdem diskutierten die Mädchen und Jungen eifrig mit (v.l.) Heiner Stücker von der Stadtverwaltung und dem Koordinator zwischen JPO und Rat, Martin Mensing über ihre Ideen und Projekte. Foto: Irmgard Tappe

Ochtrup - 

Mittlerweile ist das Jugendparlament Ochtrup eine fest Größe in der Kommunalpolitik der Töpferstadt. Die Meinungen und Ideen der Nachwuchspolitiker werden respektiert und ernst genommen. In der jüngsten Sitzung des Gremiums gab es zahlreiche Themen zu besprechen.

Von Irmgard Tappe

„Es hat eine Lobby in unserer Stadt. Vieles, was die Jugendlichen in der Vergangenheit anregten, fand bei den Parteien Gehör und wurde umgesetzt“, weiß Verwaltungsmitarbeiter Heiner Stücker, der die Nachwuchspolitiker von Seiten der Stadtverwaltung unterstützt.

Anträge des Gremiums führten zum Beispiel dazu, dass die Skateranlage an der Schützenstraße saniert, eine erste Liegebank im Stadtpark installiert und der Bolzplatz in Welbergen generalüberholt wurde. Für den Ortsteil Langenhorst ist die Bolzplatzfrage ebenfalls gelöst. Auf dem städtischen Grundstück Ecke Weidkamp/Hauptstraße haben die Arbeiten bereits begonnen. „Frühestens im Spätsommer wird der Platz bespielbar sein“, teilte Heiner Stücker während der Jugendparlamentssitzung am Mittwochabend im Forum der Bücherei St. Lamberti mit.

Bleibt noch das Bolzplatz-Sorgenkind „Alt-Metelener Weg“, für das die Jugendlichen weiter nach einer Lösung suchen. „Mit den Bolzplätzen ist es wie mit den Straßen und Nachverdichtungen. Die Leute halten es zwar für notwendig, aber vor ihrer Haustür dulden sie nichts“, sprach Sitzungsleiter Marc Bierbaum ein allgemeines Problem an. Die Jugendlichen wollen bei der Standortsuche jedenfalls am Ball bleiben.

Ein weiteres Anliegen ist ihnen die Minigolfanlage im Stadtpark. „Da könnte man noch einiges machen, um sie schöner zu gestalten. Die Sträucher müssten zum Beispiel dringend beschnitten werden. Die Bahnen dürften gereinigt werden, neue Schläger wären mal erforderlich. Und ein Eisverkaufsstand wäre auch nicht schlecht“, zählte Sophie Scheipers eine Liste der Notwendigkeiten auf. „Darüber hinaus“, ergänzte Marc Bierbaum, „liegt die Anlage viel zu versteckt. Da fehlen entsprechende Hinweistafeln.“

Zur Attraktivitätssteigerung des Stadtparks regten die Jugendlichen zudem einen Outdoor-Kicker an. Bei einer Enthaltung sprachen sie sich dafür aus, diese Idee weiter zu verfolgen. Auch an der Ferienspaßaktion will sich das Parlament wieder beteiligen. Und die Jugendlichen erklärten sich bereit, die verwitterten Stolpersteine zu reinigen.

Die Mitglieder des Jugendparlaments haben sich zudem Gedanken gemacht, wie sich mehr Besucher in die Innenstadt locken lassen. „Man könnte am DOC und am Bahnhof eine Radstation anbieten“, schlug Marc Bierbaum vor. Manfred Mensing, Koordinator zwischen Jugendparlament und Rat, empfahl in dieser Angelegenheit eine sachkundige Beratung, bevor man ins Blaue hinein plane. Es mache außerdem Sinn, die VWO einzubeziehen.

Auch eine Nachbetrachtung der NRW-Landtagswahl stand auf der Tagesordnung des JPO. „Die Schulpolitik hat sich wohl auf das Wahlergebnis ausgewirkt“, vermuteten die Jugendparlamentarier einen Grund für den Regierungswechsel in Düsseldorf.

Jetzt stehe noch die Bundestagswahl an. Zwar sind die Jugendlichen nicht wahlberechtigt, doch als Heiner Stücker vorschlug, eine symbolische Wahl durchzuführen, votierten die JPO-Mitglieder dafür. „Wir müssten uns aber vorher informieren, wofür die einzelnen Parteien stehen“, forderte Sophie Scheipers und regte an, Kommunalpolitiker aller Fraktionen in die Aula des Schulzentrums einzuladen. Martin Mensing versprach, dieses Anliegen in der Ratssitzung am 1. Juni (Donnerstag) vorzutragen.

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