Mo., 26.06.2017

Landesfotoschau Ein Fest für die Fotografie

Strahlende Gewinner: Als erfolgreichste Jungfotografen wurden (v.l.) Henrike Holtmann-Uphoff (Landesfotomeisterin), Anna-Lena Kockmann (Platz 2), Hazel Roche (Platz 3) und Paul Lammers (Platz 4) ausgezeichnet.

Strahlende Gewinner: Als erfolgreichste Jungfotografen wurden (v.l.) Henrike Holtmann-Uphoff (Landesfotomeisterin), Anna-Lena Kockmann (Platz 2), Hazel Roche (Platz 3) und Paul Lammers (Platz 4) ausgezeichnet. Foto: Stascheit

ochtrup - 

Dass sie nicht nur im Umgang mit der Spiegelreflexkamera, sondern auch als Veranstaltungsorganisatoren überaus professionell bei der Sache sind, stellten die Lichtmaler in den vergangenen Wochen eindrucksvoll unter Beweis, als sie die Landesfotoschau organisierten.

Von Maximilian Stascheit

Was Preisverleihungen angeht, sind die Ochtruper Lichtmaler inzwischen echte Profis. Schon seit mehreren Jahren ist die 17-köpfige Gruppe junger Hobbyfotografen mit ihren „Oberlichtmalern“ Chris Tettke und Steffi Herrmann bei zahlreichen Wettbewerben erfolgreich. Dass sie nicht nur im Umgang mit der Spiegelreflexkamera, sondern auch als Veranstaltungsorganisatoren überaus professionell bei der Sache sind, stellte die Gruppe in den vergangenen Wochen eindrucksvoll unter Beweis.

Den Lichtmalern war es gelungen, die alle drei Jahre vom Deutschen Verband für Fotografie (DVF) ausgerichtete Landesfotoschau in die Töpferstadt zu locken. Nachdem die Werke bereits von einer fachkundigen Jury in der Stadthalle beurteilt wurden (wir berichteten), stand am Samstagnachmittag die Siegerehrung und damit kombinierte Ausstellungseröffnung in der Villa Winkel an. „Ich kann der Gruppe nur meine Hochachtung aussprechen“, sagte DVF-Landesvorsitzender Peter Hullermann. „Es ist toll, mit welchem Enthusiasmus und Professionalität die sie das trotz ihres jungen Alters machen.“

Auch Kai Hutzenlaub freute sich, die besten Fotografen des Landes in der Villa Winkel begrüßen zu können. „Fotos gehören zu unserem Alltagsleben. Wir wachsen damit auf und sind immer von einer Flut von Bildern umgeben“, so der Bürgermeister.

Nach den Begrüßungsworten, denen sich auch Doris Kretschmer von der Verbundsparkasse Emsdetten-Ochtrup anschloss, war es dann Zeit für die Ochtruper Nachwuchsfotografen, sich in einen Marathon an Preisverleihungen zu stürzen. Denn im Laufe des von Lia Alke und Giger Roche charmant moderierten Programms kamen Preisträger aus allen Teilen Westfalens nach vorne, um aus den Händen von Luzie Bos und Mia Kaczmarek ihre Medaillen, Urkunden und Sonderpreise entgegenzunehmen.

Interview

Drei Fragen an Maria Menze, Deutsche Fotomeisterin:

Ist das Fotografieren für Sie ein Hobby und: machen Sie es beruflich?

Maria Menze: Wie für die allermeisten Mitglieder des Fotoverbandes ist das für mich ein Hobby. Viele Berufsfotografen würden sich für so etwas auch gar nicht hergeben und sich der Bewertung durch eine Jury stellen.

Wie ist Ihre Vorliebe für Blumenfotos entstanden?

Menze: Es liegt einfach so nahe. Ich habe einen Garten, wo ich viele meiner Fotos mache. Dafür muss ich nicht eigens weit wegfahren.

Wie stellen Sie fest, welche Fotos für die Wettbewerbe geeignet sind?

Menze: Das merkt man sofort, wenn man es fotografiert. Ich habe zum Beispiel einen Blumenkalender für meine Nachbarin gemacht und bei einzelnen Fotos direkt gemerkt, dass sie ganz besonders gut gelungen sind.

Besonders häufig durften die Preisverleiher Hände aus den eigenen Reihen schütteln, räumten die Teilnehmer aus der Töpferstadt doch besonders in den beiden jungen Altersklassen zahlreiche Preise ab. Henrike Holtmann-Uphoff, die unter anderem mit Fotos von Windrädern, einer Wendeltreppe und ihrem Augenportrait „Im Blick“ punkten konnte, sicherte sich den Titel der Jugendlandesfotomeisterin. Ihr folgten Anna-Lena Kockmann, Hazel Roche und Paul Lammers auf den Plätzen zwei bis vier, die ebenfalls allesamt den Ochtruper Lichtmalern angehören.

Bei den Erwachsenen stach vor allem Maria Menze von der Gamma-Gruppe Herten hervor. Die amtierende deutsche Fotomeisterin, die sich insbesondere der Blumenfotografie verschrieben hat, wurde als erfolgreichste DFV-Fotografin Westfalens ausgezeichnet. „Es ist besonders wichtig, das Wesen der Blume zu erfassen“, erzählt sie beim Betrachten ihres Buschwindröschen-Bildes. „Das ist zum Beispiel eine ganz zarte Blume, deshalb habe ich sie besonders unscharf fotografiert.“

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von einem aus Christoph Bumm-Dawin (Querflöte), Günter Baller (Klavier), Vitali Petrovic (Bass) und Jonathan Bahr bestehenden Jazz-Quartett. Und auch der Lichtmaler Paul Lammers setzte sich zwischenzeitlich prompt an den Flügel, um eine Fotoshow, in der sich die Gruppe selbst vorstellte, mit Musik zu untermalen. Die Lichtmaler sind eben Profis in vielerlei Hinsicht.

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