Di., 04.07.2017

Konzert in der Alten Kirche Dominica Eyckmans, Thomas Lischik und Robert de Boer brillierten

Als temporäres Trio gaben Dominica Eyckmans, Thomas Lischik (l.) und Robert de Boer ein Konzert in der Alten Kirche in Welbergen.

Als temporäres Trio gaben Dominica Eyckmans, Thomas Lischik (l.) und Robert de Boer ein Konzert in der Alten Kirche in Welbergen. Foto: Elvira Meisel-Kemper

Ochtrup - 

Nicht nur die belgische Allroundkünstlerin Dominica Eyckmans (Viola/Gesang) begeisterte am späten Sonntagnachmittag mit ihren Kompositionen, ihrem sphärischen Gesang und ihrem einfühlsamen und temperamentvollen Spiel auf der Viola, sondern auch Thomas Lischik (Cembalo) und Robert de Boer (Trompete). In der Alten Kirche in Welbergen gaben sie als temporäres Trio unter dem Titel „Baroque Brilliante“ ein geistliches Konzert.

Mit diesem Programmanspruch durften Kompositionen von Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann nicht fehlen, auch wenn nicht jedes der interpretierten Werke den geistlichen Ansprüchen genügte.

Die drei Stücke von Eyckmans berührten das Publikum besonders, denn sie gehörten zur neuen Musik sphärischer Klänge, die sich eindeutig an der sogenannten alten klassischen Musik orientierte. Schon das „Prelude“ aus der Suite Nr.2 von Bach war Eyckmans als Solistin für ihre Viola auf den Leib geschrieben.

Eyckmans begann mit 17 Jahren das Studium der Viola. Heute, im reifen Alter von 50 Jahren, scheint sie mit diesem Instrument verwachsen zu sein. Spannung, Entspannung, ruhige oder aufwühlende Passagen äußerten sich bei der Musikerin durch Ganzkörperbewegungen, die dem spannungsreichen Viola-Spiel sogar noch die nötige Würze und Tiefe verliehen.

Als sie mit dem Niederländer de Boer und dem Ochtruper Lischik die Fantasie über „Meine Ruh-Bist Du bei mir“ von Bach (BWV 508) mit ihrem glasklaren Soprangesang interpretierte, wurde deutlich, welche Präsenz ihre Komposition nach der Bachschen Vorlage entwickeln konnte. Eyckmans, die nicht nur als Musikerin, Sängerin, Komponistin und Performance-Künstlerin viele Preise gesammelt hat, wagte damit den Brückenschlag von der Gegenwart in die Vergangenheit der Musik, die bis heute im geistlichen Bereich immer wieder durch Bach inspiriert wurde.

Das italienische Barockgefühl brachte das Trio mit der Interpretation der Sonata von Arcangelo Corelli ins Konzertprogramm. Das Cembalo, das seine Blütezeit besonders im Barock erlebte, hätte in den fünf Sätzen ruhig etwas dominanter sein können. Vor allem in zweiten und im fünften Satz strahlte das Kielinstrument im Dialog mit der Viola eine beruhigende Atmosphäre aus.

Dafür war der immer wieder neu aufflammende Dialog zwischen Trompete und Viola umso spannender. Telemanns Sonate D-Dur in drei Sätzen rundete das brillante Barockkonzert ab.

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