Fr., 14.07.2017

Wirtschaftsfrühstück Unternehmer zu Gast bei den Caritaswerkstätten

Das Wirtschaftsfrühstück machte am Donnerstag Station bei den Caritaswerkstätten Langenhorst. Werkstattleiter Alexander Lürwer (kl. Bild) zeigte den Unternehmen die Einrichtung und berichtete wie dort gearbeitet wird.

Das Wirtschaftsfrühstück machte am Donnerstag Station bei den Caritaswerkstätten Langenhorst. Werkstattleiter Alexander Lürwer (kl. Bild) zeigte den Unternehmen die Einrichtung und berichtete wie dort gearbeitet wird. Foto: Irmgard Tappe

Ochtrup - 

Die 15. Ausgabe des Wirtschaftsfrühstücks machte am Donnerstagmorgen Station bei den Caritaswerkstätten in Langenhorst. Werkstattleiter Alexander Lürwer führte die Unternehmer durch die Einrichtung an der Waldstraße.

Von Irmgard Tappe

Belegte Brötchen und Kaffee standen am Donnerstagmorgen griffbereit am Buffet. Und die Gäste kamen zahlreich in die Caritaswerkstätten Langenhorst am Standort Waldstraße. Es war das 15. Wirtschaftsfrühstück in einem Ochtruper Unternehmen, das die Stadtverwaltung in Kooperation mit der Verbundsparkasse Emsdetten/Ochtrup organisiert hatte.

„Die Caritaswerkstätten“, so Bürgeremeister Kai Hutzenlaub in seiner Begrüßung, „zählen zu den größten Arbeitgebern am Standort Ochtrup.“ Hutzenlaub ging auf die vielfachen Berufsfelder ein, in denen Menschen mit Behinderungen adäquat gefördert würden. Als Beispiel für gelebte Integration und Inklusion bezeichnete er das von den Caritaswerkstätten betriebene Café „Knitterfrei“ mit der angegliederten Heißmangel und dem Lädchen mit Produkten des Hauses. Eine Beschäftigte hatte zuvor den neuesten Produktkatalog verteilt und erzählte in lockeren Gesprächen von ihrer Arbeit.

Einrichtungsleiter Alexander Lürwer erläuterte das Konzept der Werkstätten. „Unser Ziel ist es, die individuellen Fähigkeiten unserer Beschäftigten herauszufiltern, zu fördern und dabei wirtschaftlich zu arbeiten.“ Die Besucher erfuhren, dass die Caritaswerkstätten unter anderem für viele namhafte Firmen in und um Ochtrup produzieren. Während einer Führung bekamen sie Einblicke in einige Arbeitsbereiche der Einrichtung.

In der Metallverarbeitung und auch in der Tischlerei kreischten die Maschinen. Wie in allen anderen Abteilungen arbeiteten Mitarbeiter und Beschäftigte Hand in Hand. Jeder der Beschäftigten im Rahmen seiner Möglichkeiten. Weniger geräuschvoll indes ging es in der Intensiv-Fördergruppen zu. Menschen mit höherem Betreuungsbedarf verrichten dort einfache Tätigkeiten.

„Wir sind bestrebt, dass all unsere Beschäftigten sich mit ihrer Arbeit identifizieren. Denn das steigert das Selbstbewusstsein“, meinte Lürwer. Einige begleiteten den Leiter der Caritaswerkstätten an diesem Morgen während der Präsentation. Darunter auch eine junge Beschäftigte aus der Tischlerei – die einzige Frau in diesem Team. Während sie verschiedene Bereiche kennengelernt hatte, entdeckte sie ihre Vorliebe für das Arbeiten mit Holz.

Neulinge der Werkstätten fangen zuerst im Berufsbildungsbereich an. Und den stellte Lürwer den Gästen des Wirtschaftsfrühstücks ebenfalls vor. Zwei Jahre und drei Monate orientieren sich die Beschäftigten dort. Am Anfang stehen individuelle Gespräche. Danach wird in die einzelnen Bereiche hinein geschnuppert. „Nach einem Jahr erfolgt die erste Zwischenbilanz. Im zweiten Jahr stehen Praktika an“, berichtete Mitarbeiter Thomas Weber. Wichtig bei allen Maßnahmen sei, die Beschäftigten weder zu über- noch zu unterfordern. „Es ist immer wieder spannend zu beobachten, wie sich die jungen Leute entwickeln“, bemerkte Weber. Hin und wieder gelinge es gar, Beschäftigte in den externen Arbeitsmarkt zu vermitteln.

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