Mo., 17.07.2017

Ein Koffer voll guter Musik „Bag of Culture“ präsentieren ihre erste EP

„Bag of Culture“ hatte am Freitagabend ins Jugendcafé Freiraum geladen. Außerdem zeigte die Münsteraner Nachwuchsband „Mondachs“ sowie „The Dreed“ aus Bielefeld ihr Können.

„Bag of Culture“ hatte am Freitagabend ins Jugendcafé Freiraum geladen. Außerdem zeigte die Münsteraner Nachwuchsband „Mondachs“ sowie „The Dreed“ aus Bielefeld ihr Können. Foto: Maximilian Stascheit

Ochtrup - 

Musik aus allerlei Kulturen, von Indie-Pop über Rock bis hin zu Folk- und Jazz-Elemente bot am Freitagabend das Konzert von „Bag of Culture“ im Jugendcafé Freiraum. Ganz offiziell stellten die Musiker dabei ihre erste EP vor. Nicht nur sie, sondern auch „The Dreed“ aus Bielefeld und die Münsteraner Combo „Mondachs“ überzeugten das Publikum.

Von Maximilian Stascheit

Im Jugendcafé Freiraum wurde am Freitagabend mal wieder der Koffer gepackt. Darin enthalten: Musik aus allerlei Kulturen, von Indie-Pop über Rock bis hin zu Folk- und Jazz-Elementen. Es sind musikalische Einflüsse unterschiedlichster Art, die offenbar nur darauf gewartet haben, irgendwie kombiniert zu werden. Die Reisenden sind in diesem Fall Sänger Marvin Woltering, Gitarrist Hendrik Bolle, Bassist Leon Kemper, Drummer Benjamin „Benny“ Doedt, E-Pianist und Posaunist Felix Winter sowie Tenor-Saxofonistin Lina Lewejohann.

Seit drei Jahren sind die Musiker von „Bag of Culture“ mit ihrem musikalischen Kulturkoffer mittlerweile unterwegs. Jetzt haben sie ihr Gepäck zum ersten Mal auf einem Tonträger gebündelt, der mit nur vier Songs genau auf den Punkt bringt, was die junge Band ausmacht: Außergewöhnlicher Alternative Rock, zusammengebastelt aus einer ungewöhnlichen Bandstruktur, deren Musiker mit Leidenschaft und Experimentierfreude bei der Sache sind.

Um ihre erste EP (der englische Begriff „Extended Player“ bezeichnet kurze „Mini“-Tonträger mit wenigen Songs) ganz offiziell vorzustellen, enterten sie am Freitagabend die Bühne des Jugendcafés Freiraum im Georgsheim und präsentierten der vollen Hütte ein Rockkonzert der Extraklasse.

Fotostrecke: „Bag of Culture“ spielte im Jugendcafé Freiraum

Mit der Münsteraner Nachwuchsband „Mondachs“ sowie „The Dreed“ aus Bielefeld hatten sie sich zwei weitere Gruppen eingeladen, die zusammen ein vielfältiges Gesamtpaket schnürten, bei dem für alle Musikliebhaber etwas dabei war.

So eröffneten „Mondachs“ den Abend mit gefühlvollen Pop-Nummern im Singer-Songwriter-Stil, in denen sie jeden besingen, dem sie etwas zu sagen haben. Mit dem „Song für Lea“ richten sie sich an eine Person aus ihrem Bekanntenkreis, während „Oh my Darling“ dem sagenumwobenen Straßenmusiker „Rassel-Kalle“ vom Münsteraner Hauptbahnhof gewidmet ist.

Für das musikalische Kontrastprogramm sorgten anschließend „The Dreed“, die dem Publikum mit deutlich härteren Tönen einheizten. Mal schrie sich Sänger Jakob Zimmer-Harwood die Seele aus dem Leib, während er in anderen Songs mit astreinen Rap-Einlagen überzeugte.

Erst gegen 22.30 Uhr war es Zeit für den großen Gig von „Bag of Culture“. Gerade hatten sie ihre Instrumente in die Hand genommen, da rückte ihre treue Fangemeine noch einige Meter näher an die Bühne heran. Sie tanzten, klatschten, sangen und honorierten jedes einzelne Stück mit frenetischem Jubel. Das elektrisierte auch die Musiker auf der Bühne und brachte den Raum förmlich zum Beben. Ausnahmetrommler Benjamin Doedt war so in seinem Element, dass ihm erst die Sticks durchbrachen und er sich während eines minutenlangen Solos die markige Mütze vom Haupt riss.

Apropos: Die Soli sind eines der markantesten Markenzeichen der Band, die den Stücken ihren ganz eigenen Sound verleihen. Bestes Beispiel dafür dürfte der Song „Journey“ sein. Erst garniert Lina Lewejohann das Stück mit einem funkigen Saxofon-Solo, danach klimpert Multiinstrumentalist Felix Winter fetzig auf dem E-Piano, bis er schließlich zur Posaune greift und improvisierend durchs Publikum läuft.

Neben ihren Eigenkompositionen hat die Band aber auch einige Coversongs im Gepäck, die oftmals Erinnerungen an ihre musikalischen Wurzeln wecken. Schließlich lernten sie sich über die „Sophisticated Ladies and Gents“, die Big-Band des Städtischen Gymnasiums, kennen, bei deren Konzert sie zuletzt auch die Aula des Schulzentrums in Ekstase versetzten (wir berichteten). So mimt Marvin Woltering bei „I Wish“ und „Superstition“ zunächst den Stevie Wonder und begibt sich mit der letzten Zugabe „Hit The Road Jack“ auf die Spuren von Ray Charles. Denn nach den ersten drei Jahren ist der Koffer von „Bag of Culture“ bereits prall gefüllt mit guter Musik.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

Mehr zum Thema

flohmarkt.ms Anzeigen

Schnäppchen und Angebote aus Ihrer Umgebung

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5014471?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F182%2F