Do., 12.10.2017

Vogelschau in der Vechtehalle Kanarienzucht- und Vogelliebhaber stellen am Wochenende aus

Eifriges Werkeln in der Vechtehalle: Der Kanarienzucht- und Vogelliebhaberverein ist in diesen Tagen mit dem Aufbau der alljährlichen Vogelschau beschäftigt.

Eifriges Werkeln in der Vechtehalle: Der Kanarienzucht- und Vogelliebhaberverein ist in diesen Tagen mit dem Aufbau der alljährlichen Vogelschau beschäftigt. Foto: Anne Steven

Ochtrup - 

Am Samstag und Sonntag findet in der Vechtehalle in Langenhorst die Vogelschau des Kanarienzucht- und Vogelliebhabervereins statt. Wir haben den Mitgliedern beim Aufbau über die Schulter geschaut.

Von Anne Steven

So langsam wird es Herbst in Ochtrup. Die Blätter der Bäume verfärben sich leuchtend rot und gelb, der Wind treibt graue Wolken über den Himmel, ab und an geht ein Regenschauer nieder. In der Vechtehalle in Langenhorst stört das an diesem Nachmittag allerdings niemanden. Denn dort sind die Mitglieder des Kanarienzucht- und Vogelliebhabervereins damit beschäftigt, ihre jährliche Vogelschau vorzubereiten. Am Samstag und Sonntag (14. und 15. Oktober) findet diese in Langenhorst statt – eine echte Traditionsveranstaltung, die ebenso in den Herbst gehört wie die bunten Blätter an den Bäumen.

Ein riesiger Häufen Pampasgras bewegt sich langsam durch die Tür und sucht sich seinen Weg zwischen Vogelvolieren, Ballen von Folie, einem Haufen Tannengrün und Werkzeug. Bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, der Gräserhaufen hat auch einen Namen: Es ist Günter Wessels, der das Naturmaterial vom Hänger geladen hat und nun zwischen den Volieren arrangiert. Schließlich soll alles auch ansehnlich ausschauen, wenn am Wochenende die Preisrichter und Besucher in die Vechtehalle kommen.

Eine Woche dauert der Aufbau der Vogelschau. Zunächst werden die Volieren aus Holz aufgestellt. Dann kommt besagte Dekoration. Neben den Gräsern verarbeiten die Männer auch Tannengrün, ein Blumenhaus platziert zudem blühende Pflanzen rund um die Vogelkäfige und Volieren. Letztere werden mit getrocknetem Herbstlaub ausgelegt, und natürlich gibt es Sitzstangen und Äste für die kurzfristigen Bewohner.

Aufbauarbeiten: Günter Wessels dekoriert die Volieren mit Pampasgras.

Aufbauarbeiten: Günter Wessels dekoriert die Volieren mit Pampasgras. Foto: Anne Steven

„Die ersten Vögel werden am Freitag einziehen“, schätzt Heinz Witte. Der 64-Jährige ist schon seit Mitte der 80er-Jahre im Verein, der aktuell 18 Züchter beherbergt und 1955 gegründet wurde. Zehn Züchter sind noch aktiv. „Es wird immer schwieriger, Nachwuchs zu finden“, weiß Heinz Witte. Wie lange es die Vogelschau noch geben wird, weiß er nicht. Schließlich muss es immer auch Mitglieder geben, die alles in die Hand nehmen.

Doch die Probleme gibt es nicht nur auf örtlicher Ebene, auch die übergeordneten Verbände haben es schwer, Nachwuchs zu finden. Da sind zum Beispiel die Preisrichter. Etwa 80 bis 100 Vögel müssen beispielsweise am Wochenende in Ochtrup bewertet werden. „Auch da wird es immer schwieriger, Leute zu finden“, erzählt Heinz Witte.

Noch sind die Volieren in der Vechtehalle leer, doch schon am Freitag ziehen dort Kanarienvögel und Großsittiche ein.

Noch sind die Volieren in der Vechtehalle leer, doch schon am Freitag ziehen dort Kanarienvögel und Großsittiche ein. Foto: Anne Steven

Doch diesmal hat es wieder geklappt. Insgesamt werden die Besucher an die 200 Kanarienvögel und Großsittiche zu sehen bekommen. Darunter australische Großsittiche wie Rotflügel oder Cloncurry, afrikanische Agaporniden wie Schwarzköpfchen oder afrikanische Halsbandsittiche. Eröffnet wird die Vogelschau am Samstag um 14 Uhr. Dann sind die Bewertungen der Tiere bereits gelaufen. In den kleinen Ausstellungskäfigen sind die prämierten Vogel übrigens maximal ein bis zwei Tage untergebracht. „Dann dürfen sie wieder in die Volieren“, stellt Heinz Witte klar. Nach und nach würden die Züchter Kanarienvögel und Sittiche an ihre kleineren Behausungen gewöhnen. „Man kann aber auch nicht jeden Vogel ausstellen“, weiß der Züchter. Es gebe durchaus Tiere, die sich nicht beruhigten und im kleinen Ausstellungskäfig angespannt hin- und herflatterten. „Das funktioniert dann nicht“, weiß der 64-Jährige.

Reibungslos funktioniert hingegen der Aufbau der Vogelschau. Während sich Heinz und Torben Witte, Werner Nobbenhuis, Rudi Kippelt, Vorsitzender Christoph Homölle und Günter Wessels um den Aufbau der Volieren kümmern, ist im vorderen Bereich der Vechtehalle Wilhelm Flucht mit der Tombola beschäftigt. Alle Artikel müssen sortiert und im eigens installierten Regal platziert werden. „Wir haben wieder einige schöne Preise“, verspricht Heinz Witte. Kaffee und selbstgebackenen Kuchen können die Besucher am Samstag und Sonntag übrigens in der Cafeteria erwerben. Ein Ausflug in die Vechtehalle lohnt sich an diesem Wochenende also auf jeden Fall. Die Erreichbarkeit mit dem Auto ist bedingt durch die Sperrung der Ortsdurchfahrt Langenhorst zwar eingeschränkt, aber was spricht gegen eine Fahrradtour in den Ortsteil? Bei dem angekündigten spätsommerlich anmutendem Wetter eine echte Alternative, oder?!

Bei der Vogelschau gibt es diesmal erneut eine Tombola.

Bei der Vogelschau gibt es diesmal erneut eine Tombola. Foto: Anne Steven

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