Sa., 21.10.2017

Windpark Welbergen Flutlicht wurde nicht gebraucht

Hoch den Sand! Vertreter der Bürgerwindpark-Gesellschaft, der Geldgeber und der ausführenden Firmen beim Spatenstich gemeinsam mit Bürgermeister Kai Hutzenlaub (3.v.r.).

Hoch den Sand! Vertreter der Bürgerwindpark-Gesellschaft, der Geldgeber und der ausführenden Firmen beim Spatenstich gemeinsam mit Bürgermeister Kai Hutzenlaub (3.v.r.). Foto: Fahlbusch

Ochtrup - 

Obwohl einer der Windanlagen-Masten bereits mehr als 100 Meter in den Himmel über dem Mohringhook ragt, wurde erst am Freitagnachmittag zu den Spaten gegriffen, um den Bau des Bürgerwindparks Welbergen ganz offiziell zu machen. 

Von Martin Fahlbusch

„Wir haben vorsorglich eine Flutlichtanlage installieren lassen, damit alle, die mit uns den offiziellen Spatenstich zum Bürgerwind Welbergen mitfeiern wollen, auch noch etwas bleiben können. Man weiß ja im Moment nicht, wann es dunkel wird.“ Hans Hermann Vollenbröcker, hatte mit seinen Geschäftsführerkollegen Franz-Josef Münstermann und Werner Kappelhoff am ersten Windradstandort im Mohringhook an alle Eventualitäten gedacht.

Wie er in seiner Begrüßung der über 100 Gäste betonte, sei Flexibilität stets eine der Hauptherausforderungen für die Planung und Realisierung der vier Windtürme der Bürgerwind Welbergen GmbH &Co. KG gewesen. Er blickte auf einen langen Diskussions-, Planungs- und Umsetzungszeitraum seit den ersten Ideen, die im August 2010 mit wenigen Gleichgesinnten geschmiedet wurden, recht zufrieden zurück. „Eines war für uns, auch später mit dem Standort in der Welbergener Bauerschaft Schweringhook, klar, dass wir Unterstützer, Interessierte und Anwohner und später dann eben auch andere interessierte Bürger mit ins Boot nehmen“, so Vollenbröker. Es sei aber auch ein komplexes Verfahren und durchaus auch ein strapaziöser Weg gewesen.

Ochtrups Bürgermeister Kai Hutzenlaub zog in dem gemeinsamen Willen zum Erfolg Verbindungen mit anderen Projekten in Welbergen. „Es war natürlich auch hin und wieder eine Zitterpartie und es galt auch, mit Kritik angemessen umzugehen. Ich sehe das Projekt auf gutem Weg und wünsche stets frischen und gleichmäßigen Wind unter den Rotorblättern.“

Hubert Overesch, Vorstandsmitglied der VR Bank Kreis Steinfurt, die als Finanzierungskoordinator fungiert, hob hervor, dass die Wind-Gesellschaft mit den örtlichen Banken – als da sind die Volksbank Ochtrup-Laer und die Verbandssparkasse Emsdetten-Ochtrup – auf ein regionales Finanzierungskonzept setzt. „Das ist für uns Banken in der Region ein wichtiger Vertrauensbeweis und ich füge gerne hinzu: die Zusammenarbeit macht richtig Spaß“, so Overesch.

Einen weiteren Aspekt beleuchtete in seinem Grußwort Ulrich Ahlke vom Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit des Kreises Steinfurt: „Wir haben uns immer mit der Kritik an der Windenergie auseinandergesetzt. Bürgerwind Welbergen hat die Akzeptanz der Bürger für diese nichtfossile Energiegewinnungsform hochgehalten und ist gut beraten, das auch in Zukunft zu tun. Neben dem Naturgeschenk Wind, das es vernünftig zu nutzen gilt, sind für die Betreiber und Mitmacher hier in Welbergen – wie in vielen ähnlichen Projekten bei uns im Kreis – die Aspekte Transparenz und Beteiligung von entscheidender Bedeutung“.

Das Projekt wird in enger Kooperation und mit der Beratungskompetenz durch „NFL Bürgerwind“ mit Sitz in Saerbeck, einer Gesellschaft land- und forstwirtschaftlicher Vereinigungen, durchgeführt. Dafür hatte sich schon Vollenbröker bedankt. NFL-Geschäfstführer Jörg Uennigmann brachte es gestern für alle Beteiligten wie die Firma Enercon, die die Windräder produziert, und die ausführenden Firmen auf den Punkt: „Es ist ein tolles Gefühl, wenn ein guter Plan gelingt.“

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