Mo., 13.11.2017

Kalender „Jahresträume“ Wehmut bei der letzten Präsentation

Letztmalig gestalteten die Malerin Barbara Feiden und der Fotograf Chris Tettke den „Jahres(t)räume“-Kalender.

Letztmalig gestalteten die Malerin Barbara Feiden und der Fotograf Chris Tettke den „Jahres(t)räume“-Kalender. Foto: Elvira Meisel-Kemper

Ochtrup - 

Der Kalender für das kommende Jahr ist der letzte seiner Art: In der Alten Kirche zu Welbergen wurde nochmals ein „Jahresträume“-Kalender präsentiert.

Von Elvira Meisel-Kemper

Wehmut schwang an diesem Abend bei der letzten musikalischen Kalendereröffnung „Jahres(t)räume“ in der voll besetzten Alten Kirche in Welbergen mit, denn nach 14 Jahren und 13 Kalendern endete jetzt ein Kapitel der erfolgreichen humanitären Hilfsaktion.

Die Malerin Barbara Feiden und der Fotograf Chris Tettke kreierten 2004 mit ihrer Kunst diesen hochwertigen Kalender, der buchstäblich reißenden Absatz fand. Der Erlös aus dem Verkauf kam Cent für Cent bei den Menschen im Children`s Resource Centre ( CRC) in Zabalasa/Südafrika an. Letztlich waren es 250 000 Euro, die den Menschen Arbeit, Brot und ein Zuhause bescherten.

Gleichzeitig engagierten sich das Musiktheater „Signale“, in dem Feiden mitwirkt, und der Ochtruper Chor „Sing Out“ unter der Leitung von Angelika Moor und Andreas Holthaus für die Bekanntmachung durch gemeinsame Konzerte in diesen 14 Jahren. Nicht nur der Kalender mit den Titelbildern aus 13 Kalendern, sondern auch das Programm war ein Rückblick auf diese Zeit.

„Motherless Child“ thematisierte die Gefühle eines Flüchtlings. Die Hektik unserer Zeit in „Schnell weg da“ oder „Imagine“ mit der Vorstellung, es gäbe keine Kriege, keine Religion, keinen Hunger und keine Armut mehr, rührten an die grundsätzlichen Probleme aller Zeiten.

Der Chor „Sing Out“ (Foto) gestaltete die Kalenderpräsentation ebenso mit wie das Ensemble „Signale“.

Der Chor „Sing Out“ (Foto) gestaltete die Kalenderpräsentation ebenso mit wie das Ensemble „Signale“ und einige Solisten. Foto: Elvira Meisel-Kemper

Das wurde auch in dem Lied „Der Graben“ deutlich, komponiert von Hans Eisler nach einem Text von Kurt Tucholsky im Jahr 1926. Aus dem sinnlosen Sterben in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs habe die Welt bis heute nichts gelernt.

Diese Botschaft drang auch bei den Textbeiträgen des Musiktheaters Signale mehrfach durch. „Das Recht zum Träumen kommt nicht vor unter den Menschenrechten, die die UNO Ende 1948 ausgerufen hat. Wir nehmen uns das Recht zu träumen und fantasieren eine Weile“, lasen Signale-Mitglieder einen Text von Eduardo Galeano.

Nicht umsonst gehörte zu dieser Kalendereröffnung auch der Artikel 28 der Menschenrechte ins Programm: „Jeder hat Anspruch auf eine soziale und internationale Ordnung, in der die verkündeten Rechte und Freiheiten voll verwirklicht werden können.“ Eine der vielen Triebfedern für das Projekt „Jahres(t)räume“.

Jenseits der vokalen Beiträge verliehen die Musiker Hartmut Springer (Gitarre), Petra Wicherink (Querflöte) und Luis Andrade (Cello) dem Abend eine festliche Note. Auf die Schönheit kurdischer Lieder machten Noel Theißen (Cajon) und Givara Hesso (Tambur) aufmerksam.

„Mit einem lachenden und weinenden Auge sind wir heute hier. Aber es geht weiter mit unserer Hilfe für das CRC, auch ohne Kalender“, versicherte Feiden, nachdem die Besucher visuelle Eindrücke vom CRC-Projekt zu sehen bekommen hatten. Der Beifall galt nicht nur den Akteuren des Abends, sondern ihrem gesamten Einsatz der letzten 14 Jahre für die Menschen in Zabalasa.

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