Di., 14.11.2017

Verstärkung für den Förderkreis Kinderkarneval Bennet Leusder und Norbert Scheipers haben das Karnevals-Virus

Närrischer Nachwuchs: Bennett Leusder (r.) und Norbert Scheipers sind dem Förderkreis Kinderkarneval Ochtrup beigetreten. Eine ganz wichtige Voraussetzung für eine Mitgliedschaft: das Karnevalsvirus.

Närrischer Nachwuchs: Bennett Leusder (r.) und Norbert Scheipers sind dem Förderkreis Kinderkarneval Ochtrup beigetreten. Eine ganz wichtige Voraussetzung für eine Mitgliedschaft: das Karnevalsvirus. Foto: Jürgen Ultee

Ochtrup - 

Der Förderkreis Kinderkarneval bekommt Verstärkung: Pünktlich zum Sessions-Auftakt gesellen sich Bennet Leusder und Norbert Scheipers dazu. Die beiden Ochtruper haben die notwendige Voraussetzung für eine Mitgliedschaft bereits erfüllt. Sie wurden vom Karnevalsvirus infiziert.

Von Martin Fahlbusch

Der alte Karnevals-Kämpe Manfred Scho war ganz schön aufgeregt – neulich in der Wester. Es ging nämlich um die Vorstellung der neuen Mitglieder des Förderkreises Kinderkarneval Ochtrup.

Einer von ihnen ist Norbert Scheipers, der von unserer Zeitung schon einmal versehentlich in die Bauerschaft Weiner verpflanzt worden war. Damals war er als Gastbitter unterwegs. Daran erkennt man schon: Der 48-Jährige kommt in vielen Sätteln zurecht – ist aber zu Hause in der Wester. Punkt. Demnächst wird er das Team rund um das Ochtruper Dreigestirn, das aus Kindern und Jugendlichen besteht, sicher durch die närrische Zeit begleiten.

Ob die altgedienten Mitglieder des Förderkreises besonderen Wert auf sein Geburtsjahr gelegt hatten, ließ sich selbst Archivar und Pressewart Manfred Scho bei einem gepflegten Radler im Wohnzimmer von Familie Scheipers nicht entlocken.

Im Jahr 1969 wurden nämlich Mitglieder des Schützenvereins Alt und Jung und einige „Alte Herren“ von Arminia Ochtrup von einem gefürchteten Virus infiziert, das nun alljährlich am Rosenmontag einen närrischen Lindwurm sich durch Ochtrups Straßen winden lässt. Und da war er wieder, der mahnende Zeigefinger des erfahrenen Karnevalisten Scho: „Ohne die gute Arbeit des Förderkreises Kinderkarneval Ochtrup läuft in der fünften Jahreszeit hier nämlich so gut wie nichts.“

Dieser Aufgabe sieht auch Bennett Leusder mit Spannung, aber auch mit dem ihm eigenen Langmut entgegen – und er freut sich sogar auf die neue Herausforderung. Vielleicht liegt es an seinem noch fast jugendlichen Leichtsinn. Über zweimal elf Jahre sorgten Dreigestirn und Förderkreis bereits für organisierte Narretei in Ochtrup, da erblickte Bennett Leusder nämlich erst das Licht der Welt. Wie er vom Virus infiziert wurde? „Alljährlich kamen Kinderdreigestirn und Förderkreis bei uns vorbei und es war immer angenehm“, erzählt der Bauleiter beim Ochtruper Unternehmen La Vida. Irgendwann sei der geschäftsführende Vorstand des Förderkreises auf ihn zugekommen, habe um Mitarbeit angefragt und er habe gerne angenommen, so Leusder. Sein Job im Förderkreis steht auch schon fest. Der Jüngste ist immer der geborene Mundschenk. „Keine Angst, ich werde schon dafür sorgen, dass meine Mitstreiter nicht auf dem Trockenen sitzen werden“, verspricht der Neuling.

Viele Mitstreiter aus dem Förderkreis gehören mittlerweile zur „Ü-70-Gruppe“, wie Manfred Scho betont. „Ich will ja nicht uncharmant sein. Aber man muss vorausschauen und vorsichtig den personellen Wechsel vorbereiten“, begründet er die karnevalistische Bräutigamschau. Schnell wird klar, ihm ist der Förderkreis eine Herzensangelegenheit.

Bei Norbert Scheipers entstand der engere Kontakt zum Förderkreis durch die Vorstandsarbeit im Schützenverein Wester. Dieser stellte vor Jahren das Kinderprinzenpaar. Norbert Scheipers und seine Frau Petra, die beide schon bei der Landjugend aktiv waren, machten oft bei den Auftritten des Fördervereins – sozusagen qua Amt – mit. Und wieder machte sich wohl das angesprochene Virus breit.

Die beiden Neuen sind sich einig: „Wir freuen uns auf eine schöne und sicher lustige Zeit, in der wir viele neue Leute kennenlernen werden“, sagen Norbert Scheipers und Bennett Leusder – ohne sich vorher groß abgesprochen zu haben. „Oldie“ Scho ist zufrieden und atmet entspannt durch. „Ganz wichtig, dass man den Typus Ochtruper Poahlbürger zum närrischen Engagement bewegen kann. Ein Austrittsformular haben wir erst gar nicht in unseren Unterlagen, und eigentlich dürfte das unsere Vereinssatzung auch gar nicht vorsehen“, bekundet er verschmitzt. 

Leserkommentare

Google-Anzeigen

karriere.ms Anzeigen

Ihr Jobportal für unbefristete und befristete Stellenangebote aus dem Münsterland

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5286866?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F182%2F