Di., 14.11.2017

Amtsgericht Steinfurt Münsteraner stahl Kleidung im DOC

Wegen gemeinschaftlichen Diebstahls musste sich am Dienstag ein Mann aus Münster vor dem Amtsgericht in Steinfurt verantworten.

Wegen gemeinschaftlichen Diebstahls musste sich am Dienstag ein Mann aus Münster vor dem Amtsgericht in Steinfurt verantworten. Foto: Mike Oelerich

Ochtrup - 

Ein Münsteraner saß am Dienstag auf der Anklagebank des Amtsgerichts Steinfurt. Der Vorwurf: Gemeinschaftlicher Diebstahl in zwei Fällen.

Von Anne Spill

Er zögerte nicht lange und gab alles zu: Ja, er habe im Juni dieses Jahres in zwei Geschäften des Ochtruper Outlet-Centers Kleidungsstücke mitgenommen, ohne sie zu bezahlen, gestand der Angeklagte am Dienstmorgen kleinlaut im Steinfurter Amtsgericht. Der Münsteraner mit algerischen Wurzeln musste sich wegen des gemeinschaftlichen Diebstahls in zwei Fällen verantworten.

Gemeinschaftlich deswegen, weil er an jenem Tag im Juni mit seiner Frau das DOC besuchte und die beiden mit gestohlener Ware erwischt wurden. „Sie hatte damit aber nichts zu tun“, beteuerte der Angeklagte. Er habe die Tasche mit den entwendeten Kleidungsstücken bei sich gehabt, nicht seine Frau. „Sie wusste davon nichts.“ Inwiefern auch die Gattin gegen das Gesetz verstoßen hat, darüber musste die Steinfurter Richterin an diesem Vormittag jedoch nicht entscheiden – der Fall wird gesondert verfolgt, war der Anklage der Staatsanwältin zu entnehmen.

Aufgrund des Geständnisses mussten die beiden Zeuginnen, die vor dem Gerichtssaal warteten, nicht aussagen. Es sei ihm peinlich gewesen, die beiden Frauen an diesem Tag wiederzutreffen, betonte der Vater von vier Kindern: „Ich schäme mich für das, was ich gemacht habe.“ Der Diebstahl sei „ein Fehler“ gewesen, „eine große Dummheit“. Er habe die Sachen nur mitgehen lassen, weil er sie sich nicht habe leisten können, berichtete der Münsteraner, der als Reinigungskraft arbeitet. „Dafür reicht mein Geld einfach nicht.“

Allerdings war es nicht das erste Mal, dass er mit dem Gesetz in Konflikt geriet: Mehrere Vorstrafen listet das Register für den Mann bereits auf – unter anderem auch wegen Diebstahls. Daher folgte die Richterin dem Antrag der Staatsanwaltschaft, in diesem Fall eine Freiheitsstrafe gegen den Familienvater zu verhängen: drei Monate auf Bewährung. Zudem muss der Verurteilte 80 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Eine Geldstrafe erging – wegen der wirtschaftlichen Situation des Mannes – nicht.

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